Archiv für die Kategorie „NLA Starwings“
Nach einer kurzen Festtagspause nimmt die Basketball-Meisterschaft der Nationalliga A seinen Fortgang. Morgen Samstag gastiert die SAM Massagno in der Sporthalle Birsfelden (17.30 Uhr). Obwohl die Luganesi Tabellenletzter sind, treten sie als Favorit an.
Auf dem Papier müsste der Vergleich mit den Tessinern und Traditionsklub der „Einfachste“ sein. Die SAM ist Tabellenletzter und hat erst einen Sieg in zwölf Meisterschaftspartien errungen. Die „Wings“ konnten hingegen bereits vier Erfolge feiern – darunter einen 74:62-Auswärtserfolg in Cadempino gegen Massagno. Doch dies ist Vergangenheit. Und die Zukunft sieht wahrlich nicht allzu rosig aus.
Denn beim ersten (und bis dato einzigen) Auswärtssieg dieser Saison 2011/12 spielten bei den Starwings noch Kareem Johnson und Brandon Jenkins mit. In der Zwischenzeit ist Johnson, dieser Topathlet und Defense-Spezialist mit ausserordentlichen Rebound-Qualitäten, wieder in seiner Heimat. Der Amerikaner konnte bekanntlich aus finanziellen Gründen nicht weiter als bis Mitte Dezember verpflichtet werden. Und Brandon Jenkins (siehe auch Vormeldung) fällt mit einer schweren Verletzung bin in den Frühling aus. Bis dann dürfte die Meisterschaft, welche drei Qualifikationsdurchgänge beinhaltet, auch schon fertig sein… zumindest für die Starwings.
Dass dieser Substanzverlust, bei allem Einsatzwillen und Kampfgeist, nicht aufgefangen werden kann, zeigte das letzte Meisterschaftsspiel vor Weihnachten in der Ajoie gegen den BC Boncourt. Die Jurassier, damals Zweitletzter, gewannen die Partie ohne Wenn und Aber. Vor zwei Monaten hatten die Starwings das Heimspiel, mit Jenkins, gegen Boncourt noch mit 84:71 für sich entschieden. Unter anderem auch, weil beim BCB mit Marcus Allen (USA) der Topskorer fehlte. Man mag einwenden, dass Basketball ein Teamsport ist und stets fünf gegen fünf spielen. So weit, so gut. Doch im Lande Schweiz machen die ausländischen Profispieler die Musik – in Form von Punkten, Rebounds, Assists. Und entscheiden zu 95 Prozent über Sieg und Niederlage. Die Starwings werden in den nächsten zwölf Matches genügend Gelegenheit haben, diese These „ad absurdum“ zu führen…
Massagno, ein populärer Verein, der immer im Schatten der finanzstärkeren Kantonsrivalen Lugano und Vacallo stand, wird auch „nur“ mit drei ausländischen Profispielern antreten. Aber der verletzungsbedingte Ausfall von Kevin Swinton wurde umgehend mit der temporären Verpflichtung von Tony Gugino (bestens bekannt aus seiner zweijährigen Zeit beim BC Boncourt) kompensiert. Und weil sich Swinton von seiner Daumenverletzung nicht richtig erholt hat und Gugino die Klubtechniker nicht vollumfänglich überzeugen konnte, wurde neu Danilo Mitrovic (27, 208cm) verpflichtet. Auch wenn dieser Center „nur“ immer in seiner montenegrischen Heimat gespielt hat, dürfte er unter den Brettern eine sichere Bank sein. Auch wenn Mitrovic zuletzt inaktiv war…
Doch mit dem US-Duo Christopher Kaba und Travele Jones sowie dem (ex-?)Natio- nalspieler Westher Molteni und Routinier Slaven Smiljanic wird Massagno über ein Quintett verfügen, das mit Sicherheit nicht als Aussenseiter ins Spiel geht. Diese Rolle gebührt von nun an dem Schweizer Cupsieger 2010!
Schwerer Schlag für “Turbo BJ” und die Starwings.
Die Befürchtungen haben sich leider bestätigt. Brandon Jenkins, der Turbo und Abwehrchef der Starwings, erlitt beim Ligacupspiel am 17. Dezember eine schwere Verletzung. Die Diagnose von Teamarzt Markus Baumann: Jenkins zog sich einen Muskelabriss im rechten Oberschenkel zu und fällt während rund zwei Monaten aus. Die Verletzung kuriert Brandon unter der Obhut von Markus Baumann in Basel aus.
Das ist ein harter Schlag für die Starwings. Mit 16,3 Punkten im Schnitt pro Spiel ist der Amerikaner der zweitbeste Skorer der Starwings, der Leader bei den Assists (5,6 pro Spiel) und mit 37,3 Minuten der Spieler mit der meisten Einsatzzeit.
An der Sitzung am Abend des 2. Januars entschied der Vorstand der Starwings, auf einen neuen Ausländer während der Verletzungszeit von Jenkins aus finanziellen Gründen zu verzichten. „Wir sind diese Saison im Budget, aber wir haben keinen finanziellen Spielraum”, sagte Präsident Martin Spörri. “Die Schweizer Spieler sind nun noch mehr gefordert. Sie erhalten jetzt noch mehr Einsatzzeit und können so wertvolle Erfahrungen sammeln.“ Mit Kino Burrows (Bahamas) und Tony McCrory (Kanada) spielen die Starwings fortan nur noch mit zwei Ausländern.
Die Festtage sind vorüber und das Jahr 2012 ist schon 2 Tage alt und schon steht das erste Training der Starwings auf dem Plan.
Am Samstag dem 07.01.2012 (17.30 Uhr Sporthalle Birsfelden) steht das erste Spiel im neune Jahr an, zu Gast wird SAM Massango sein das ein direkter Gegner um einen Play-offs Platz ist.
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Die Starwings verloren beim BC Boncourt mit 55:70 (27:36)
Das Duell der beiden Teams aus dem Basketball-Verband Nordwestschweiz war schnell entschieden. Dies hing weniger mit der Stärke der Jurassier denn mit dem Gast zusammen, welcher in der Ajoie zwar willig aufspielte, jedoch mit dieser dezimierten Mannschaft wenig Chancen hatten.
Ohne Spielmacher Brandon Jenkins war es für die Starwings schon schwer genug, den Ball einigermassen über die Mittellinie zu bekommen. Hiezu fehlte der Amerikaner als Aggressivleder, Defense-Spezialist und Skorer. Und weil Miroslav Petkovic wegen einer – notabene selbstverschuldeten – Finger- und Handverletzung arg handicapiert war, fanden die Baselbieter nie ins Spiel. Auch Routinier Anthony McCrory spielt mit Beschwerden (Knieblessur), so dass den Gastgebern eine Equipe gegenüberstand, die förmlich auf dem Zahnfleisch lief.
Wohl verfügen die Jurassier, ebenfalls wegen fehlender Finanzen, über ein „Light Team“, doch der frühere Schweizer Meister kann sich immerhin fünf voll bezahlte Profispieler leisten. Darunter auch den ex-Starwings-Akteur Reto Schwaiger (Münchenstein). Und weil der Serbe Nemanja Calasan, nach einer zweiwöchigen Verletzungspause wegen Achillessehnenbeschwerden, unerwartet mitspielte und gleich ein Schützenfestival zelebrierte, stand der verdiente Sieg der Romands zu keinem Zeitpunkt in Frage. Dies auch, weil Jaraun Burrows, der sozusagen ein Spiel für sich spielen musste, keine Unterstützung unter dem Korb erhielt. Niels Matter kommt aus einer mehrmonatigen Verletzung zurück, Roman Albrecht war willig, aber substanziell nie in der Lage, den Centern der Gastgeber Paroli zu bieten.
Der BCB konnte es sich auch leisten, sämtliche zwölf eingetragene Spieler einzusetzen. Und weitere vier Akteure aus der Nachwuchs-Akademie als überzählig zu deklarieren. Zustände, von denen das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat nur träumen kann. Mit dieser dezimierten Mannschaft (Jenkins dürfte einige Wochen ausfallen) jedenfalls sind in der Nationalliga A, auch gegen die „Kleinen“ wie Boncourt, Nyon oder SAM Massagno, keine Punkte zu holen.
BC Boncourt – Starwings 70:55 (36:27)
Salle Sportive. – 450 Zuschauer. – SR: Carlini/Sani/Markesch.
Boncourt: Stucheli (6), Schwaiger (8), Allen (5), Calasan (23), N’Diaye (13); Herrmann (4), Lahey (6), Salomone (5), Blaser, Burkhalter, Engondo, Vallat.
Starwings: Petkovic (10), Fuchs (3), McCrory (9), Burrows (24), Albrecht (4); Güttinger (5), Matter, Kostic, Smiljic; Beltinger, Stauch, Verga.
Bemerkungen: Boncourt komplett. – Starwings ohne US-Profi Jenkins (Muskelverletzung). – Viertelsresultate: 19:11, 17:16 (36:27); 15:9 (51:36) und 19:19 (70:55).
Boncourt – Starwings am Mittwoch 19.30 Uhr, Salle Sportive in Boncourt
Zum Abschluss des Jahres reisen die Starwings am Mittwoch (21. Dezember) in den tief verschneiten Jura. Im „Chaudron“ – Hexenkessel - in Boncourt kommt es zum Duell des Tabellensiebten Boncourt gegen den Sechsten Starwings. „Es wird für uns eine sehr schwierige Aufgabe“, macht sich Starwings-Coach Danijel Eric keine Illusionen. „Boncourt ist zu Hause eine andere Mannschaft als auswärts.“
Kommt dazu, dass weiterhin nicht klar ist, wie schwer die Oberschenkelverletzung ist, die sich Brandon Jenkins, der Abwehrchef und Turbo der Starwings, am vergangenen Samstag in Genf zugezogen hat. Am Mittwoch wird nach einem MRI Teamarzt Markus Baumann eine schlüssige Diagnose stellen können. Auch Tony McCrory zwickt es da und dort und Kino Burrows meldete kleine Kniebeschwerden.
Die Weihnachtspause kommt für die Starwings wie gerufen, aber vorerst geht es gegen Boncourt im Kampf um Platz 6 um wichtige Punkte. „Wir haben trotz der Niederlage im Ligacup in Genf eine gute Leistung gezeigt, sowohl in kämpferischer, wie in spielerischer Hinsicht“, sagt Eric, der hofft, dass seine Spieler diese Leistung auch im Jura nochmals abrufen können. Der Mannschaftsbus startet am Mittwoch um 16.30 Uhr zur Reise in den Jura.
Trainingsbeginn nach der Festtagspause ist übrigens am 2. Januar.
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