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Archiv für die Kategorie „NLA Starwings“

Heute Abend (19.30 Uhr; Rocher) gastieren die Starwings beim BBC Nyon. Vor sieben Wochen, Ende November 2011, spielten die „Wings“ im Achtelsfinale des Schweizer Cup in Nyon – und verloren knapp und unglücklich mit 59:61.

nyon_logo

Auch heute ist eine „offene“ Partie zu erwarten, auch wenn Nyon zuhause um einiges stärker als in der Fremde auftrumpft. Die Waadtländer sind der einzige Klub – neben den Starwings -, welche „ausländermässig“ abgespeckt haben. Aus dem einstigen Quartett ist noch ein Trio geworden, wobei gerade im letzten Match der heutige Widersacher in Fribourg teilweise stark aufspielte.

Das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat muss weiterhin auf Brandon Jenkins verzichten. Und da Jaraun Burrows leichte Grippe-Symptome hat, könnte es sogar sein, dass die Unterbaselbieter ohne ausländische Profiverstärkung auflaufen. Es soll Teams in der Nationalliga B geben, die sich im Unterhaus (das eine Ausbildungsliga sein soltle) ein ausländisches Profiquartett leisten. Ein Schelm, wer da an die Hauptstadt des Kanton Aargau denkt.

Mit oder ohne Reto Schwaiger?

Zum Zeitpunkt dieser Zeilen war noch nicht klar, ob Neuzuzug (und Rückkehrer) Reto Schwaiger im Starwings-Trikot auflaufen kann. Ansonsten sollte es im Heimspiel vom nächsten Samstag gegen Les Lions de Genève klappen. Mit Schwaiger hätte Cheftrainer Danijel Eric nicht nur einen zusätzlichen Akteur mehr, sondern auch ein Spieler, welcher in den letzten Jahren gereift ist. Und heute der Schweizer Nationalmannschaft angehört. Mit einem allfälligen Erfolg im Waadtland würden die „Wings“ ihren 6. Rang festigen und könnten dann in der 3. (einfachen) Runde die hinter ihnen klassierten Teams (Boncourt, Nyon, Massagno sowie Leader Lugano) in der Sporthalle Birsfelden empfangen.

Was zu Beginn noch ein – beidseits – veritables „Geknorze“ war, endete zuletzt mit dem erwarteten und logischen Kantersieg (85:49) der Tessiner, die sich weiterhin den Luxus leisten, einen sechsten Auslandsprofi (den Amerikaner Nathan Conolly) als überzählig zu melden.

Burrows in Vacallo

Obwohl in der Tabelle die SAV Vacallo nur gerade einen Platz vor den Starwings liegt, trennen momentan Welten die beiden Teams. Die Tessiner, eine ausländische Profi-Armada gewannen den Vergleich gegen die Baselbieter klar mit 85:49 (29:18). Der Gast spielt, bedingt durch fehlenden Mittel, weiterhin mit nur einem ausländischen Profi und wurde im Laufe des Spieles von den Chiassesi förmlich überrollt.

Wie bereits im Hinspiel in der Sporthalle zu Birsfelden war Rokas Uzas (23, 202 cm) jener Spieler, welcher nach der Pause mit Distanzwürfen punktete. Von der Länge her eigentlich ein Insidespieler, zeigte der Litauer, das auch ein Zweimeter-Mann so schnell, dribbel- und wurfstark wie ein kleiner Aufbauer sein kann. Obwohl es in Litauen „Tausende von Uzas – und Hunderte von besseren Akteuren – hat“, wie sein Wegzug in eine exotische Liga in der Heimat kommentiert wurde…

Ein Lichtblick für den Schweizer Basketball generell ist Florent Ramseier (21, 195 cm). Der jüngere Bruder von Nationalspieler David Ramseier zeigt seit Monaten, dass er momentan der solideste Schweizer Akteur ist. Auch gegen die Starwings zeigte er eine feine Leistung und beeindruckte mit seinem breiten Repertoire (Würfe, Durchbrüche und grundsolide Ausbildungsbasis).

All dem hatten die Starwings ihren Kampfgeist und den Willen entgegen zu setzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Hauptlast des Punktens oblag Jaraun Burrows, der sich einer Übermacht mit dem Defensespezialisten Marcus Sloan (ex-Starwings) und Matt Schneidermann gegenüber sah.

Zu schämen braucht sich das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat nicht. Vor einer Woche hatte Vacallo in Nyon locker mit 91:41 gewonnen, obwohl die Waadtländer mit drei ausländischen Profispielern aufliefen. Die „Wings“ hatten zuhause das Schlusslicht SAM Massagno mit 75:44 geschlagen. Ein Beweis, wie unausgeglichen die Schweizer Basketball-Meisterschaft im Oberhaus ist… Oder anders ausgedrückt: Fünf Teams spielen in etwa mit gleich langen Spiessen und erfüllen die Auflagen, das Ausländerkontingent nahezu auszuschöpfen. Das restliche Quartett (Starwings, Boncourt, Nyon, Massagno) lebt, bis auf die Starwings, von den Punkten ihrer drei oder vier Söldner. Ein Boncourt holte mit John Sharper (ex-Monthey) und dem starken Center Lamar Roberson (USA) zwei neue Ausländer, die gleich über die Hälfte der Punkte in Genf warfen. Ansonsten hätten die Jurassier kaum 30 Punkte erzielt. An diesen Tatsachen wird sich in naher Zukunft wohl – leider – nichts ändern.

SAV Vacallo – Starwings 85:49 (29:18)

Palamondo, Cadempino. – 210 Zuschauer. – SR: Bertrand/Mazzoni/Sani.

Vacallo: Gibson (8), Uzas (20), Schneidermann (12), Ramseier (22), Sloan (9); Badji (6), Waldesbuehl (1), Koludrovic (5), Zivanovic (2), Giussani.

Starwings: Petkovic (9), Fuchs (9), McCrory (5), Burrows (17), Matter (2); Albrecht (2), Güttinger (2), Kostic (1), Smiljic, Stauch, Verga (2).

Bemerkungen: Vacallo komplett. – Starwings ohne Jenkins (verletzt) und Neuzuzug Schwaiger (noch nicht spielberechtigt). – Viertelsresultate: 10:5 (!), 19:13 (29:18); 33:16 (62:34) und 23:15 (85:49).

… dennoch wollen die Starwings morgen Samstag im Auswärtsspiel bei der SAV Vacallo Favoriten alles abverlangen. Weil der Parkett in der Palapenz in Chiasso reperaturbedürftig ist, wird die Partei in Cadempino, im Palamondo, gespielt. Dort trägt SAM Massagno sein Heimspiele aus.

Coach Rodrigro Pastore von SAV Vacallo

Natürlich werden Spiele auf dem Parkett entschieden. Und es spielen immer fünf gegen fünf. Und dennoch muss man realistisch sein und akzeptieren, dass ein Vergleich zwischen Vacallo und den „Wings“ – zumindest nach Papierform – eine klare Sache sein müsste. Wir werden jetzt auch nicht den 10. April 2010 bemühen – alle Starwings-Anhänger und –Freunde wissen, was an jenem Samstag in Fribourg geschah. Tempi passati, würde der Italiener (und Tessiner) sagen.

Die SAV gehört in der diesjährigen Meisterschaft zu den Grossen. Ein ausländisches Profi-Quintett garantiert für einen starken Aufbau (Rickey Gibson), sichere Würfe (der Litauer Rokas Uzas ist trotz seiner Grösse eher ein Flügelspieler) und Grösse und Muskelkraft unter den Brettern (Matt Schneidermann, Marcus Sloan und Pape Badji). Über die Qualitäten von Sloan wissen nicht nur die Starwings Bescheid; an jenem 10. April war der amerikanische Center verantwortlich, dass die Chiassesi… man weiss es.

Entdeckung in dieser Saison ist jedoch Florent Ramseier. Der gebürtige Franzose mit Schweizer Pass hat sich nicht nur, wie sein Bruder David (ehemals Geneva Devils, nun in Frankreich in der ProB spielend), in die Nationalmannschaft gespielt, sondern gehört zu den Topskorern der Nationalliga A. Mit Lucas Waldesbuehl und Zoran Zivanovic tragen zwei Zürcher, die letztes Jahr bei den „Hoppers“ spielten.

Schwaiger erst gegen Nyon

Die Starwings müssen weiterhin auf ihren „spiritus rector“ (Brandon Jenkins) verzichten. Und auch Neuzuzug Reto Schwaiger wird frühestens am kommenden Mittwoch, in der Auswärtspartie in Nyon, spielen können.

Einen Sieg in der Südschweiz zu erwarten wäre vermessen. Aber die Mannschaft, die gegen SAM Massagno beim koketten 75:44-Erfolg vorzüglich aufspielte, will aufzeigen, dass man auch nur mit einem Profispieler guten Basketball zeigen kann. Im Wissen, dass die derzeitigen Stärkeverhältnisse in der höchsten Schweizer Spielklasse äusserst heterogen sind. Vor einer Woche gewann die SAV Vacallo in Nyon gleich mit 91:41…

Nebst dem unerwartet klaren Sieg gegen SAM Massagno konnten die Starwings-Verantwortlichen mit einer erfreulichen Nachricht aufwarten: Ab sofort trägt Reto Schwaiger wieder das Trikot der „Wings“. 

reto-schwaiger

Er ist in Münchenstein aufgewachsen (und dort weiterhin wohnhaft). Das Basket-ABC erlernte er beim BC Arlesheim. Er, das ist Reto Schwaiger, 24 Jahre alt (oder doch jung), 193 Zentimeter gross und ein begnadeter Spieler. Denn der Baselbieter gehört der Schweizer Nationalmannschaft an. Und ist in der Sporthalle Birsfelden kein Unbekannter. Einst trug er das Trikot des „Cevi“ Birsfelden und der neuformierten Starwings, bevor er an die Limmat wechselte und für den BC Zürich, unter Riet Lareida, spielte. Er kehrte nach „Blätzbums“ zurück und spielte zwei Spielzeiten lang in der Nationalliga A für das Deutschschweizer Aushängeschild. Unter Trainer Pascal Donati und mit den legendären Mike Coffin und Raymond Henderson.

Vor drei Jahren suchte und fand er eine neue Herausforderung in der Ajoie. Beim BC Boncourt reifte der Student zu einem vielseitigen Basketballer heran. Er war unbestrittener Leistungsträger und wurde vom heissblütigen BCB-Anhang sofort „als einer von uns“ adoptiert (wie in verschiedenen Foren oder medialen Berichten zu lesen ist).

Dass die beiden Klubs des Basketball-Verbandes Nordwestschweiz eine schwere Zeit durchmachen, ist nichts Neues. Aber beide Klubs setzen auf einheimische Akteure – sie sind die Zukunft im Schweizer Basketball. Und die Starwings wollen und werden mit einer Gruppe von nationalen Akteuren, die ausgebildet oder weiter entwickelt werden sollen, inskünftig spielen. Die Partie gegen Massagno war ein erster Vorgeschmack. Der beim Publikum gut angekommen ist.

Ab dem 15. Januar 2012 ist Reto Schwaiger für die Starwings qualifiziert. Der Trainerstab, die Klubverantwortlichen, die Mitspieler und die Anhänger freuen sich, Reto wieder im gelben Trikot zu sehen. Wir freuen uns, wenn der atlethische, wurfstarke Flügelspieler dem Team helfen kann, die aktuellen Widrigkeiten (Ausfälle, Verletzungen) zu meistern. Gegen SAM war Reto Schwaiger aufmerksamer Matchbesucher.

Herzlich willkommen in der Heimat, Reto!

Angeführt von einem brillanten Jaraun Burrows (31 Punkte in 30 Minuten Spielzeit) kamen die Starwings gegen SAM Massagno zu einem feinen 75:44 (48:26)-Erfolg. Und sind damit den Playoffs ein grosses Stück näher gerückt. 

sam_burrows

Starwings-Trainer Danijel Eric hatte gleich einen dreifachen Grund zum Strahlen. Der Luzerner mit kroatischen Wurzeln feierte gestern Samstag seinen 31. Geburtstag. Sein dezimiertes Team, das zwei Monate auf US-Profi Brandon Jenkins verzichten muss, zeigte zeitweise allerfeinste Basket-Kost. Und die Klubleitung konnte die Rückkehr von Nationalspieler Reto Schwaiger (siehe separate Meldung) vermelden.

„Wir waren parat. Und wollten, allen Widrigkeiten zum Trotz, gewinnen“. Der dies sagte, heisst Joël Fuchs und war im Startviertel mitunter verantwortlich, dass das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat nach drei Minuten bereits mit 10:0 führte. Dieser Blitzstart sollte bereits die Entscheidung sein, denn die Luganesi waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage, die aufsässige, variable Defense der Gastgeber zu „knacken“. Egal, ob das Deutschschweizer Aushängeschild Mann gegen Mann verteidigte oder auf eine effiziente Zonen-Verteidigung umstellte. Die Angriffsversuche der Gäste waren konfus und die forcierten Würfe fanden selten den Weg in den Korb.

Wenn Burrows zu fliegen beginnt…

Miroslav Petkovic, der nach dem Ausfall von Jenkins eine sehr grosse Verantwortung für den Aufbau trägt, war den Starwings ein guter, umsichtiger Spielmacher. Der wie gewohnt aggressiv verteidigte und viele Ballgewinne verbuchen konnte. Burrows war eine Klasse für sich; das Antizipationsvermögen, gepaart mit einer Sprungkraft der Extraklasse, des Mannes von den Bahamas ist schlichtweg grandios. Und es steckt kein Lokalpatriotismus dahinter, wenn man sagt, dass „Keno“ Burrows eine der grössten Liga-Attraktionen ist. Seine Dunkings entzückten das Publikum, das ihn spontanen Applaus zukommen liess.

Eric konnte bereits in der 18. Minute erstmals Branislav Kostic (17) einsetzen. Und der U18-Nationalspieler zeigte seinen Mitspielern, wie man Freiwürfe verwertet. Stoisch ruhig punkte „Brani“ kurz vor der Halbzeitpause von der Freiwurflinie.

Der Fluch der Freiwürfe

Will man, trotz des Kantersieges, eine Kritik anbringen, dann ist es die katastrophale Freiwurfquote der Unterbaselbieter. 11 von 24 Versuchen ist eine bedenkliche Quote. Dabei setzte, im negativen Sinne, Anthony McCrory die Duftmarke. Der Kanadier mit irischem Pass stand acht Mal an der Freiwurflinie – und konnte nur einen einzigen verwerten. Selbst in der 4. Liga treffen die Freizeit-Korbjäger in der Regel 25 bis 30 Prozent… dies wird Starwings-Präsident Martin Spörri, der beim BCA spielt, bestätigen können!

Nach 23 Minuten hatten die „Wings“ das Skore verdoppelt (52:26). Dies erlaubte Danijel Eric, von der 28. bis 32. Minute ein Quintett mit Kostic, Ralph Güttinger, Joël Fuchs, Felix Stauch und Niels Matter spielen zu lassen. Ab der 35. Minute standen bis zum letzten Sirenenton Kostic, Güttinger, Severin Beltinger, Boris Smiljic und Roman Albrecht auf dem Feld. Bei den Tessinern, die sich bis zur 30 Minute hauptsächlich auf ihr ausländisches Trio Travele Jones, Christopher Kaba (beide USA) und der Neuverpflichtung Danilo Mitrovic (27) verlassen hatten, liessen dann auch mehrheitlich die jungen Bankspieler auflaufen. Und so kam es, dass fast ein Viertel lang nur Schweizer Akteure spielten – ein Bild, das es in der Nationalliga A zuletzt wohl vor 40 Jahren gegeben hat.

Dass bei Massagno der 208 Zentimeter grosse Mitrovic bester Skorer war, spricht wenig für seine Mitspieler. Denn der Mann aus Montenegro hatte letztmals vor drei Jahren ernsthaft Basketball in der 1. montenegrischen Division gespielt. In den zwei letzten Jahren hatte er sich „nur fit in einer Regionalliga gehalten“, wie er erklärte. Und war dennoch nur von Burrows zu kontrollieren…

Starwings – SAM Massagno 75:44 (48:26)

Sporthalle Birsfelden. – 365 Zuschauer. – SR: Pizio/Schaudt/Mazzoni.

Starwings: Petkovic (9), Fuchs (8), McCrory (11), Matter (8), Burrows (31!); Albrecht (4), Güttinger, Kostic (2), Stauch, Smiljic (2), Beltinger, Verga.

Massagno: Murati, Smiljanic (2), Molteni (6), Kaba (8), Jones (13); Mitrovic (15), Stevanovic, Andjelkovic, Appavou, Ishiodu, Ranic.

Bemerkungen: Starwings ohne Jenkins (verletzt). – SAM komplett. – Viertelsresultate: 24:16, 24:10 (48:26); 17:11 (65:37) und 10:7 (75:44). – Zu den besten Spielern wurde Burrows und (ex-?)Nationalspieler Westher Molteni gewählt.

 

 

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