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NLA Starwings

LiveStream Monthey – Starwings

Samstag 17.30 Uhr in Monthey

 

Vertrag mit Auston Calhoun per sofort aufgelöst

Die Starwings und Auston Calhoun haben den laufenden Vertrag für diese Saison 2018-19 per sofort aufgelöst. Der Spieler hatte nach dem Fribourg Spiel vom vergangenen Samstag den Verein gebeten, den Vertrag aufzulösen. Er ist bereits in die USA zurück gekehrt.

Calhoun konnte diese Saison nie an seine gewohnte Leistung aus vergangenen Zeiten anknüpfen. Einzig im ersten Spiel dieser Saison auswärts in Lugano wusste er zu überzeugen. Ansonsten wirkte er im Training und auch an den Spielen meist demotiviert und konnte nichts zum Teamerfolg beitragen.

Was anständig aussah, endete in einem Fiasko

Die Starwings gehen beim Meister Fribourg Olympic mit 68:106 (33:55) unter.

Acht Spiele, acht Niederlagen. Im Schweizer Cup ebenfalls ausgeschieden. Allen Be­mühungen und Bestrebungen zum Trotz fällt es schwer, kurzfristig an eine Besse­rung zu glauben.

Von Georges Küng

Es sei in aller Deutlichkeit gesagt, dass die Starwings gegen Fribourg nicht gewinnen müs­sen – und es derzeit auch nicht können. Es gab Zeiten, da waren die „Wings“ zu Hause in der Sporthalle Birsfelden der Angst­gegner des Rekord- und Schweizermeisters, der zugleich auch der Vorzeigeklub des Lan­des ist und sich heuer – nach vielen Exploits in der Qualifikationsphase – für die Champi­ons League qualifiziert hat. Und in diesem Wettbewerb  gibt FO eine gute Figur ab und zwang Venezia, vor zwei Jahren italienischer Meister und Europacup-Sieger in die Verlängerung.

Das Duell Olympic gegen die Starwings war ungleich. Und zuletzt verkam es auch resultatmässig zu einem „Massaker“, denn nach 33 Minuten stand es „nur“ 75:63 – und namentlich im dritten Viertel waren die Unterbaselbieter dem Rivalen überle­gen gewesen und hatten den Pausenrückstand sukzessive verkleinert. Ein Justin Mitchell war ein umsichter Spielmacher, streute einige feine Assists ein und seine Wurfquote war korrekt. So, wie die Starwings bei den Dreiern eine bessere Quote als die Freiburger aufwiesen.

Zuletzt war es ein Waterloo…

Aber dann setzte es im vierten Viertel innert Minuten einen 18:0-Run ab – und das Gastquintett wurde über­rannt und gewaltig durchgeschüttelt. Und statt mit einem anständigen Resultat verliess Cheftrainer Roland Pavloski und sein Team die Freiburger Heimstätte mit einem 106:68.

Es hat in jeder der neun Verlustpartien positive Momente gegeben. Kurze Phasen, wo die Baselbieter „dran“ waren, wo man viel Gutes sah. Nur – über 40 Minuten war das Kollektiv überfordert. Die Equipe lässt in der Regel in jedem Match in den ersten 20 Minuten (erste Halbzeit) bis zu 55 Punkte zu; Athletik und Physis (Explosivität, Schnellkraft, Sprungvermögen) sind kaum auszumachen. Der Cupsieger aus dem Jahre 2010 hat die schwächste Offensive – in der Regel schaffte man in den letzten Partien knapp 70 Punkte. Defensiv ist man sehr oft unterlegen – ein jeder Rivale, der sein Spiel durchzieht, wirft 90 und mehr Punkte. So lassen sich nur schwer Partien gewinnen.

Besserung ist nicht in Sicht

Während Olympic zu 26 Freiwürfen kam, standen die Birsfelder nur zehn Mal an der Frei­wurflinie. Ihr Inside-Spiel ist inexistent – man prallte an der Olympic-Defense förmlich ab. Und weil in keinem Match die vier Profispieler zusammen glänzten (in Freiburg gefielen nur Mitchell und Center Ryan Smith, der erneut 20 Punkte erzielte, während Auston Calhoun ein Schatten seiner selbst ist und Nemanja Calasan gegen die Freiburger Übermacht un­ter den Körben chancenlos war) und die Schweizer Akteure sich bemühten, sprechen die Resultate ein klare Sprache.

Fribourg Olympic – Starwings 106:68 (55:33)

Salle Saint-Léonard. – 1150 Zuschauer. – SR: Novakovic/Vitalini/Jeanmonod

Fribourg: Roberson (17), Mladjan (12), Natan Jurkovitz (15), Williamson (11), Touré (23); Gravet (5), Timberlake (2), Jaunin (6), Steinmann (13), Madiamba (2); Desponds, Thomas Jurkovitz.

Starwings: Mitchell (17), Kostic (10), Fuchs (3), Calasan (6), Smith (20); Verga, Calhoun (4), Herr­mann (2), Davet (5), Fasnacht (1), Pausa.

Bemerkungen: Fribourg ohne den US-Profi Justin Watts (Schonung/überzähliger Ausländer). – Starwings ohne Luca Streich (Bänderriss). – Viertelsresultate: 28:21, 27:12 (55:33); 14:23 (69:56) und 37:12 (106:68). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 36. Smith. – Fouls: Fribourg 19, Starwings 20. – Nationalliga-A-Debüt der beiden 16-jährigen Junioren Dennis Fasnacht und Janis Pausa.

 

LiveStream Fribourg – Starwings

Samstag 17.30 Uhr Fribourg – Starwings

Auch der Cup-Traum ist ausgeträumt

Im Schweizer Cup 1/8-Final verlieren die Starwings zuhause gegen Monthey mit 73:88 (41:44)

Mit dem ersten ernsthaften Rivalen in der K.o.-Konkurrenz war das Pokal-Abenteuer der „Wings“ am Mittwochabend beendet. Jede Partie gleicht der anderen – die Starwings geraten schnell in Rückstand, holen wieder auf und zum Schluss reicht es doch wieder nicht.

Von Georges Küng

Beginnen wir mit dem Positiven. Nachdem es nach 15 Minuten bereits 25:40 stand, folgte eine starke Reaktion und zur Pause, nach einem feinen 16:4-Run der Unterbaselbieter, schien die Partie in der Halbzeit neu lanciert – und das Momentum beim Gastgeber.

Drei Minuten des Grauens

Es war die Periode, in welcher Justin Mitchell und Auston Calhoun von ihrer „Verbannung“ auf die Ersatzbank erlöst wurden und halbwegs zeigten, warum sie ihren Lebensunterhalt mit Basketball verdienen. Aber Cheftrainer Roland Pavloski kehrte ab der 21. Minute zur „neuen“ Stammfünf zurück. Man blieb beim 45:47 noch dran, doch dann folgte der totale Filmriss. Drei Spielminuten später stand es 45:59 – Kostic, Verga, Fuchs, Calasan und Smith machten alles, was man tun sollte, aber nicht mehr. Es gab keine Reaktion – man ergab sich dem Schicksal. Danach war der Cupmatch „gegessen“, zeitweise lagen die Walliser mit 22 Punkten in Führung und ab und zu gab es eine dezente Resultatmaku­latur. Die Frage nach dem Sieger war längst beant­wortet.

Ein Riese mit Schuhgrösse 54

Monthey hat Qualitäten. Vor allem zuhause im Wallis, wenn das Publikum „heiss“ läuft. Am Mitt­wochabend war es jedoch nur eine Pflichtaufgabe für den BBCM. Denn mit Joël Wright fehlte ein starker Profispieler, der Jamaiker ist derzeit „out of work“. Mikaël Maruotto (28, 200cm), der smarte Franzose mit Schweizer Lizenz, hatte gegen Meister Fribourg Olympic vor vier Tagen noch 21 Punkte erzielt. Gegen die „Wings“ kam der Topskorer erst als 9. (!) Mann ins Spiel – und landete drei Minuten später auf dem Fuss seines Mitspielers Kenneth Rease. Der US-Center der Walliser wird vermutlich 3 – 6 Wochen ausfallen.

Mann der Partie war ein 22-jähriger Jüngling namens Boris Mbala. Der Romand durchlief die Olympic-Nachwuchsakademie, einen Platz im Meister-Ensemble von Fribourg bekam er nicht. So spielt er nun in Monthey – gegen die Wings hatte er bis zur 35. Minute eine 100-prozentige Wurfquote; „es machte Spass, weil uns der Gegner gewähren liess“, so Mbala zum Lokalradio, das weiterhin live kommentiert.

„Double-Double“ für Smith

Ryan Smith spielte korrekt (zumindest punktemässig) und holte sich stolze 15 Rebounds. Das persönliche Double-Double zeigt, dass Smith von Woche zu Woche besser wird. Aber einen Match „reissen“ wird der 211-Zentimeter-Mann vorläufig noch nicht. Zu sehr ist er von seinen Mitspielern abhängig. Auch ein Auston Calhoun ist immer noch ein Schatten seiner selbst – und dennoch bleiben Fragen zu­rück, wenn zwei der vier Berufsspieler in der Hierarchie weit nach hinten gerutscht sind.

Am Samstag in Freiburg beim Champions-League-Teilnehmer Olympic und eine Woche später in Monthey (Meisterschaft) wird es erneut sehr schwer werden.

Starwings – BBC Monthey 73:88 (41:44)

Sporthalle Birsfelden. – 100 Zuschauer. – SR: Marmy/Curty/Gonçalves.

Starwings: Kostic (5), Verga, Fuchs (8), Calasan (12), Smith (20); Davet (2), Calhoun (11), Herr­mann (7), Mitchell (8), Christmann.

Monthey: Solioz, Mbala (23), Cochran (17), Monteiro (4), Frease (20); Reid (16), Bavcevic (3), Maza (5), Maruotto, Fritschi.

Bemerkungen: Starwings ohne Streich (verletzt). – Monthey ohne den Jamaikaner Wright (verletzt). – Viertelsresultate: 16:25, 25:19 (41:44); 11:24 (52:68) und 21:20 (73:88). – 13. Maruotto fällt mit ei­ner Bänderverletzung aus. – Fouls: Starwings 13, Monthey 13. – Zu den besten Spielern wurden Ryan Smith und Boris Mbala gewählt.

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