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Archiv für die Kategorie „News“

Die Birsfelder Nachwuchs-Basketballer gedenken ihres Teamkollegen. Am 9. Juni 2011 wurde Remy Vasquez (19) Opfer eines Gewaltverbrechens. Der Lörracher spielte beim CVJM Birsfelden und gehörte auch der U23-Equipe der Starwings an.

Remy Vasquez-Pawlowski

In dieser Saison 2011/12 wird es in der Erstliga-Meisterschaft zum Derby zwischen dem Traditionsverein CVJM Birsfelden und der U23-Mannschaft der Starwings kommen. Brisant, weil der „Cevi“ – wie auch der BC Arlesheim – der Partnerverein des A-Ligisten ist. Und dass sich die beiden Teams im Vorfeld der Meisterschaft (die anfangs Oktober beginnt) in einem Testspiel messen, scheint logisch.

Doch der Grund für den Vergleich von übermorgen Samstag (17.30 Uhr; Sporthalle Birsfelden) ist traurig. Am 9. Juni 2011 verübte in Lörrach ein Mann ein Gewaltverbrechen. Er erschlug seinen Sohn, erschoss den Partner seiner ex-Frau, wollte diese ebenfalls töten (und verletzte sie schwer). Und erhängte sich nach seiner schrecklichen Tat.

Beim Sohn handelte es sich um Remy Vasquez, der beim CVJM Lörrach mit dem Basketball begonnen hatte. Und vor zwei Jahren, da äusserst talentiert, zum „Cevi“ ennet des Rheines, nach Birsfelden, wechselte. In der Hoffnung, dereinst vielleicht bei den Grossen (Starwings) spielen zu können.

Pascal Donati (48) ist seit über 30 Jahren im Basketball, in allen erdenklichen Funktionen, tätig. Doch die Nachwuchsarbeit liegt ihm am meisten am Herzen. Kaum jemand, der so viele Spieler auf ihren Weg, als Basketballer und Mensch, begleitet hat. „Diese sinnlose, unverständliche Tat hat uns alle, die Remy kannten, tief erschüttert. Wir haben viel miteinander gesprochen. Es war eine ganz schwierige Zeit. Einen Unfall oder eine Krankheit als Todesursache kann man eher akzeptieren; ein derartiges Gewaltverbrechen, wohl ein Mix aus Aggression und tiefen Hass, ist für Jugendliche schwer nachvollziehbar. Gerade ältere Nachwuchsspieler verstehen nicht, dass ein Jüngerer auf diese Art und Weise aus dem Leben scheiden musste“, erinnert sich der Träger des Baselbieter Sportpreises 2007 an die ersten Tage nach dem dreifachen Mord.

Donati denkt, dass „nach der Zeit der Trauer nun der Moment gekommen ist, wo die Jugendlichen und Mitspieler über das Geschehene nicht mehr sprechen wollen. Es wird fast tabuisiert“, so der Trainer des CVJM Birsfelden, der auch das Amt des Vize-Präsidenten bei den Starwings bekleidet.

In der Sporthalle wird die Kantonale Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz, ab 16 Uhr, einen Informationsstand einrichten. Eine Freundin von Rémy hält die Eröffnungsrede (17.10 Uhr). Danach wird Felix Stauch (20), ebenfalls aus Lörrach stammend und auf diese Spielzeit hin im Kader der Starwings, über Rémy als Freund, Mensch und Basketballer sprechen. Felix und Remy kamen meist zusammen in die Trainings. Danach wird eine Partie beginnen, wo Körbe, Assists, Fouls oder Fehlzuspiele absolut nichtig sind. Denn ein junger Mensch, der das Leben noch vor sich und Basketball-Träume hatte, wird in diesem Spiel nicht dabei sein. Und fehlt seit dem 9. Juni für immer.

 

Die Starwings-Basketballer haben ihr eigenes 6. internationales Turnier gewonnen. Im Finalspiel setzte sich das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat gegen den Ligarivalen BBC Nyon mit 86:79 (45:42) durch. Rang 3 belegte Schwenningen (2. Bundesliga, Pro B), das gegen den österreichischen Zweitdivisionär Dornbirn ein Offensivfestival mit 96:95 für sich entschied.

Keno Burrows

Gespannt waren die rund 150 Turnierbesucher auf den Auftritt von Brandon Jenkins und Jaraun „Kino“ Burrows im Starwings-Dress. Während Jenkins ein „Arbeitstier“ ist, der rennt, verteidigt, reboundet und seine Mitspieler einsetzt, zeigte Burrows, der Mann von den Bahamas, das gewisse Menschen hoch springen, ja beinahe fliegen können. Spektakulär, wie der 203 Zentimeter grosse Burrows einige Gegenstösse mit brachialen Flug-Dunkings abschloss. Gerade in jenen Phasen, wo die „Wings“ den Defensivrebound sicherten und schnelle, präzise Angriffe auslösten, waren sie den Waadtländern überlegen. Und zwangen den treuen Anhang zu Szenen-Applaus.

Ist das Spiel jedoch statisch, dann geraten die Starwings in Schwierigkeiten, teils sogar in arge Schief- respektive Rücklage. Weder Jenkins noch Burrows sind begnadete Werfer, so dass sich die Starwings auf die Wurfkünste von Joël Fuchs (ein Lichtblick an beiden Tagen) oder Teamsenior Anthony McCrory verlassen müssen. Gegen Nyon gab der einzige Deutschschweizer Nationalliga-A-Klub dreimal einen 12-Punkte-Vorsprung preis und konnte sich den Turniersieg erst zehn Sekunden vor Matchende definitiv sichern. Von der Freiwurflinie war Jenkins, im Gegensatz zu anderen Teamkollegen, ein sicherer Wert.

Auch unter den Brettern werden die Starwings fast allen Nationalliga-A-Widersachern unterlegen sein. Konnte am Samstag Roman Albrecht (211 Zentimeter) beim ungefährdeten 68:47 (33:17)-Erfolg über Dornbirn noch mit Rebounds und Punkten brillieren, so blieb der Aargauer gegen Nyon diskret. Die Waadtländer haben in ihren Reihen immerhin drei Amerikaner (Brandon Jay Thomas, Ryan Dermondy, Kramer Knudson) und den Serben Srdjan Zivkovic. Dieses Quartett warf bis zur 18. Minute sämtliche Punkte der Waadtländer, obwohl Nyon landesweit am meisten Nachwuchs-Internationale stellt. „Zivkovic belastet das Klubbudget überhaupt nicht. Er arbeitet ganztags auf einer Bank“, stellte Nyon-Coach Ion Ferguson (USA) klar. Seltsam, war doch der 2-Meter-Flügel in der letzten Saison bei OFK Belgrad (1. serbische Division) einer der auffälligsten Berufsspieler. Nun, den Job zu wechseln ist ja nicht verboten…

Die Starwings werden in der kommenden Spielzeit die „schweizerischte Equipe“ des Landes sein. Bereits gegen Nyon gab es Phasen, wo ein Profispieler und vier Schweizer auf den Spielfeld standen. Und sich wacker schlugen. Ralph Güttinger, der letztes Jahr bei Central Luzern (Nationalliga B) gespielt hatte, zeigte, dass er auch in der Nationalliga mitmachen kann. Fuchs ist aktiver und mutiger geworden und verlässt sich nicht nur auf seinen vorzüglichen Distanzwurf. Miroslav Petkovic, der wegen der Schule (Matura) weniger trainieren kann, spielte solid, doch die Explosivität der letzten Spielzeit hat er noch nicht erreicht. Und Cheftrainer Danijel Eric und Assistent Roland Pavloski werden, sicher auch durch die Umstände gezwungen, den Nachwuchsspielern Branislav Kostic, Felix Stauch und Alessandro Verga das Vertrauen schenken.

Zu hoffen ist, dass das Publikum diese Philosophie mitträgt. Zumindest durch Präsenz an den Heimspielen und stimmliche Unterstützung. Denn heuer wird der 6. Mann oftmals vonnöten sein.

Starwings – BBC Nyon 86:79 (45:42)

Sporthalle Birsfelden. – 110 Zuschauer. – SR: Dürrenberger/Ilic.

Starwings: Petkovic (8), Jenkins (17), McCrory (16), Burrows (23), Albrecht (2); Fuchs (14), Güttinger (6), Kostic; Smiljic, Stauch, Verga.

Nyon: Thomas (14), Dermondy (16), Zivkovic (19), Vallotton (3), Knutson (10); Paredes (10), Bobetso, Chabbey (3), Amunugana (4), Meylan.

Bemerkungen: Starwings ohne Beltinger (verletzt) und Matter (rekonvaleszent/krank). – Nyon komplett. – Beste Skorer beim Gast: Zivkovic (19), Dermondy (16) und Thomas (14).

Fotos von Olaf Madsen (link)

 

Samstag

15.00 Uhr BBC Nyon – Wiha Panthers (44-31/90-61)
17.30 Uhr Starwings Basket – Dornbirn Lions (33-17/68-37)

Sonntag

13.30 Uhr Wiha – Dornbirn
16.00 Uhr Starwings – Nyon

Zum 6. Male organisieren die Starwings Basket Regio Basel ein internationales Turnier. Und freuen sich, die Gastteams aus Schwenningen (Deutschland) und Dornbirn (Österreich) sowie den Ligakonkurrenten Nyon in der Sporthalle begrüssen zu dürfen.

Nur eine Woche nach dem 35. J+S-Turnier des CVJM Birsfelden, wo 30 Nachwuchs-Teams mit rund 350 Kindern und Jugendlichen ihr Können zeigten, stehen an diesem Wochenende die „Grossen und Langen“ im Mittelpunkt.

dieneuen2011

In drei Wochen beginnt in der Schweiz, wie auch in den meisten anderen Ländern, die nationale Meisterschaft. Und nach zwei harten Trainingswochen freut sich der Gastgeber, sich mit renommierten Teams messen zu können.

Die Wiha Panthers Schwenningen spielen in der 2. Bundesliga (Pro B) und beeindrucken mit einem Mix aus Jugend und Erfahrung. Traditionsgemäss haben Deutsche Teams keine Zentimeter-Probleme. Unter den Körben agieren wahre „Türme“, was für die Starwings – wir denken da besonders an Roman Albrecht, Jarraun „Kino“ Burrows und Niels Matter – zu einer echten Herausforderung wird.

Mit Dornbirn gastiert ein Traditionsklub aus dem Voralberg in Birsfelden. Oftmals in der obersten Liga spielend, streben die Österreicher heuer den (Wieder-)Aufstieg in die Eliteklasse an. Und was viele nicht wissen: In jungen Jahren hat Starwings-Trainer Danijel Eric beim Nachbarn in Feldkirch, gespielt.

Der BBC Nyon gehört in der Schweiz zu den ältesten Basketball-Vereinen. In der schmucken Hafenstadt am Lac Léman ist Basketball ein Teil des Alltages. Das zeigte sich im letzten Jahr, als nach dem Hinschied von Präsident und Mäzen Jean-Fran- çois Kurz (die Starwings gedenken seiner) eine neue Klubphilosophie (weg von einer Millionen-Profi-Armada) eingeschlagen wurde. Der zahlreiche Nachwuchs wurde konsequent gefördert und in der Nationalliga A eingesetzt. Und heuer werden die Waadtländer mit der neuaufgestiegenen U23-Equipe in der regulären Meisterschaft der Nationalliga B spielen. Und im Oberhaus setzt man auf drei starke US-Amerikaner und einen serbischen Center. Dennoch „sollen die Jungs weiterhin auch in der Nationalliga ihre Spielzeit haben“, wie die Klubverantwortlichen sagen. Es sei zu er wähnen, dass der BBC Nyon derzeit am meisten Auswahlspieler (U16, U18 und U20) der Schweiz stellt.

An beiden Tagen ist freier Eintritt. Der Restaurationsbetrieb ist geöffnet – die Starwings freuen sich, zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Turnier begrüssen zu dürfen.

Im Rahmen des 35. J+S-Turnieres des CVJM Birsfelden trugen die Starwings ihr erstes Testspiel gegen den Nationalliga-B-Aufsteiger Aarau aus. Dabei kam dem Resultat nur sekundäre Bedeutung zu.

kino-burrows

Während gut sechs Minuten spielten die Starwings mit Nikola Zivkovic, Branislav Kostic, Alessandro Verga, Felix Stauch und Boris Smiljic. Fünf Spieler, welche die „neuen“ Starwings und vor allem die Klubphilosophie widerspiegeln. Die einstige Talentschmiede des „Cevi“ und BC Arlesheim soll und wird wieder junge Akteure hervorbringen, denen das Vertrauen geschenkt wird. Auch in der Nationalliga A, die derzeit noch von ausländischen Profispielern „überschwemmt“ wird.

Auf die Fragen, was für ein Fazit er aus diesem ersten Vorbereitungsmatch ziehe, meinte Cheftrainer Danijel Eric: „Es war unser erstes Spiel nach nur fünf Tagen Training. Wir haben versucht, die Grundlagen der ersten Woche (Verteidigung) umzusetzen. Dies ist uns grösstenteils geglückt. Gerade die jungen Spieler haben sehr viel Einsatz und Enthusiasmus gezeigt. Auch unsere beiden ausländischen Profispieler haben einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Sie fördern das Kollektiv und versuchen, die Jungen in Szene zu setzen. Aber es ist klar: Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Wir wissen, was uns in der Meisterschaft erwartet“, so Eric.

Tatsache ist, dass auch im Kampf gegen die Landesgrössen Akteure wie Miroslav Petkovic, Joël Fuchs („Kino“ setzte ihn wunderbar ein, so dass Fuchs zu seinen freien Würfen kam) oder Roman Albrecht (zeitweise unter den Körben dominant) zu viel Spielzeit und Verantwortung kommen werden. Und eines sei schon jetzt „verraten“: Sowohl Brandon Jenkins wie auch „Kino“ Burrows werden in der Nationalliga A zu den besten und spektakulärsten Akteuren gehören.

roman-albrecht-gegen-aarau

Die „Kanti“ wird in der Nationalliga B mit Sicherheit zu den besseren Teams gehören. Alleine die Tatsache, dass die Aargauer mit drei Amerikanern (Bruno Lester, Jason Perry und „Oldie but Goldie“ Mike Polite) auflaufen werden, macht den Neuling zu einem ernstzunehmen Rivalen. Nicht wenige glauben, dass der gestrige Starwings-Rivale die stärkste Deutschschweizer Mannschaft (ST Bern, Central Luzern, Grasshoppers) der Nationalliga B sein wird.

Einen weiteren Eindruck von den Starwings wird man am nächsten Wochenende erleben. Dann findet das 6. internationale Starwings-Turnier statt. Teilnehmer sind der Ligakonkurrent BBC Nyon, die Wiha Panthers aus Schwenningen (Deutschland, 2. Bundesliga, Pro B) sowie die Dornbirn Lions aus der 2. österreichischen Division. Da dürften Siege schwerer zu erreichen sein.

Starwings – BC Alte Kanti Aarau 77:49 (40:25)

Sporthalle. – 100 Zuschauer. – SR: Dürrenberger/Knuesli.

Starwings: Petkovic (2), Jenkins (17), McCrory (3), Burrows (21), Albrecht (11); Güttinger (3), Fuchs (14), Kostic, Verga (2), Smiljic (2), Stauch (2), Zivkovic.

Bemerkungen: Starwings ohne Beltinger (verletzt) und Matter (Ferien). – Tony McCrory spielt nur fünf Minuten und wird wegen einer Rückenblessur/Hexenschuss danach nicht mehr eingesetzt.

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