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Nicht nur in der Nationalliga A, sondern auch in der 1. Liga beginnt die Meisterschaft 2011/12. Mit von der Partie sind auch zwei regionale Teams: Die U23-Equipe der Starwings und der Traditionsklub CVJM Birsfelden.
Bereits in der letzten Saison 2009/10 stellten die Starwings eine U23-Equipe in der dritthöchsten Spielklasse. Souverän gewannen die „Jungen Sternenflügel“ von Trainer Pascal Donati die Qualifikationsgruppe und scheiterten erst in den Playoffs am späteren Aufsteiger und Erstliga-Meister BBC Nyon U23.
Heuer ist die U23-Mannschaft noch konsequenter eine Nachwuchs-Equipe, in der Akteure zum Zuge kommen werden, die dereinst den Sprung in eine höhere Liga schaffen. Die Starwings-Techniker, mit Trainer Daniel Bumann und Assistent Sandro Tavella, haben beide die gleiche Philosophie: „Die Resultate sind sekundär; an erster Stelle steht die konsequente Förderung junger Spieler, die vom Alter her zwar einiges jünger als mancher Gegenspieler sein werden, dafür das Potenzial haben, um dereinst im Spitzen-Basket zu spielen“.
Und Tavella, seit Jahrzehnten für den Basket, in diversen Funktionen, tätig, ergänzt: „Es wird für uns alle eine lehrreiche Saison sein“, so der Bankfachmann. Wenn immer möglich soll die U23-Equipe entweder vor oder nach einer Heimpartie des Fanionteams spielen. Denn einige Akteure werden mit Sicherheit auch bei den „Grossen“ zumindest auf dem Matchblatt stehen. Primär sollen aber Branislav Kostic, Alessandro Verga, Boris Smiljic oder Felix Stauch in der 1. Liga Akzente setzen. Dass dies nicht einfach wird, zeigten die beiden klar verlorenen Partien in Boncourt gegen die U23-Académie und in Solothurn. Just in der Ambassadorenstadt beginnt für die U23-Jungs der Starwings am Sonntagnachmittag die neue Saison.
Die „Auferstehung“ des CVJM Birsfelden
Es gab eine Zeit (wo der Chronist sich selber auf einem Basket-Feld bewegte… diese Anmerkung sei erlaubt), wo die Regio Basiliensis fünf Erstliga-Klubs stellte: BC Birsfelden, BC Pratteln, CVJM Riehen, Gym Oberwil und Uni Basel. Sicher, das war vor fast 30 Jahren – doch bereits in den 90er-Jahren blieb von diesem Quintett, zumindest auf nationaler Ebene, nicht mehr viel übrig.
Wenn der „Cevi“ Birsfelden heuer wieder in der 1. Liga mitspielt, dann tut dies dem regionalen Basketball, und der Hochburg Birsfelden, sehr gut. „Es braucht einen Verein in dieser Spielklasse; hier sollen Akteure zum Zuge kommen, die nicht mehr in einer höheren Liga spielen können oder wollen, die aber auch nicht mehr talentierte Junioren sind. Die spielen in der U23-Equipe der Starwings“, sagt Trainer Pascal Donati, der gleichzeitig auch als Vize-Präsident der Starwings fungiert. Beim CVJM werden die Resultate sicher anders gewichtig als bei der U23 der „Wings“ – und mit Sicherheit wird das Lokal-Derby brisant werden. Doch im Vordergrund sollte immer die Förderung der Basis stehen.
Auch der CVJM Birsfelden wird seine Heimspiele meist mit den Starwings austragen. So kommt es am Sonntag, den 8. Oktober, zu einer Triplette. Sowohl der „Cevi“ wie auch die U23-Equipe spielen – und als Hauptgang empfangen die Starwings den Schweizer Meister und Ligakrösus Lugano.
Am Samstag, mit der Auswärtspartie beim Rekordmesiter Fribourg Olympic, beginnt die Basketball-Meisterschaft der Saison 2011/12. Die Starwings bestreiten die siebte Saison in Folge in der Nationalliga A. Dies ist für einen Deutschschweizer Klub keine Selbstverständlichkeit.
Fünf Vereine aus der Romandie, drei Vertreter aus dem Tessin – und die Starwings, das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat als Aushängeschild der alemannsichen Schweiz. So präsentiert sich die Schweizer Eliteklasse.
Weil die Grasshoppers aus Zürich nach der letzten Aufstiegssaison wieder den Gang in die Nationalliga B angetreten haben, sind die Starwings – geographisch gesehen – ein Unikat. Und Exote zugleich. Doch mit dieser Rolle wird und kann der Verein gut leben. Nach dem Höhenflug in der Saison 2009/10 mit dem historischen Cupsieg am 10. April und einer durchzogenen letzten Spielzeit folgt nun die Konsolidierungsphase.
Aus einer ausländischen Profi-Armada ist noch ein Berufs-Duo geworden. Sowohl Jaraun Burrows wie auch Brandon Jenkins haben gezeigt, dass sie Basketball als Teamsport verstehen. Sie werden Begleiter von Schweizer Akteuren sein, die heuer nicht nur viel Spielzeit, sondern auch viel Verantwortung übernehmen können. Die nationalen Spieler und Eigengewächse werden beweisen müssen, dass ein Schweizer Topspieler ebenso gut wie ein ausländischer Berufsspieler ist.
Dass die Starwings kein Titelfavorit sind, muss nicht explizit erwähnt werden. Vielmehr sind die „Wings“ jener Klub, der am wenigsten Profispieler und das kleinste Budget aufweist. So weit, so gut. Aber die Entwicklung könnte langfristig eher für die Starwings denn für Vereine mit Millionen-Budgets (ein Schelm, wer da an Lugano und Genf denkt) sprechen. Die letzten Testspiele, namentlich jenes im Wallis gegen den BBC Monthey (die fünf Profis und drei Nationalspieler in ihren Reihen haben!), haben bewiesen, dass mit Einsatz, Teamhomogenität, Kollektivsinn und Solidarität einiges wettgemacht werden kann.
Starwings-Kader der Saison 2011/12
Roman Albrecht (CH, 1990, 211 cm)
Severin Beltinger (CH, 1991, 193 cm)
Jaraun Burrows (Bahamas, 1985, 203 cm)
Joël Fuchs (CH, 1989, 190 cm)
Ralph Güttinger (CH, 1990. 183 cm)
Brandon Jenkins (USA, 1985, 190 cm)
Branislav Kostic (CH, 1994, 180cm)
Niels Matter (CH, 1987, 202 cm)
Anthony McCrory (Can-Irl, 1977, 199 cm)
Miroslav Petkovic (CH, 1988, 1983 cm)
Hansjörg Schützinger (Aut, 1990, 188 cm)
Boris Smiljic (CH, 1990, 198 cm)
Felix Stauch (D, 1992, 201 cm)
Alessandro Verga (CH, 1995, 191cm)
Nikola Zivkovic (CH,1995,181cm)
Abgänge
Tony Brown (Les Lions de Genève)
Marcus Hett (Rücktritt)
Vernard Hollins (USA)
Alex Thompson (Spanien)
Zuzüge
Jaraun Burrows (Rieker Komarno, Slowakei)
Ralph Güttinger (Swiss Central Basket Luzern)
Brandon Jenkins (AEK Larnaca, Zypern)
Branislav Kostic (CVJM Birsfelden, Nachwuchs)
Hansjörg Schützinger (Starwings U23)
Felix Stauch (CVJM Birsfelden, Nachwuchs)
Alessandro Verga (CVJM Birsfelden, Nachwuchs)
Die Starwings werden im 1/16 Final des schweizer Cups auf den Partnerverein CVJM Birsfelden treffen.
Das Spiel wird am 12.Oktober 2011 19.30 Uhr in der Sporthalle in Birsfelden stattfinden.
Die weiteren CUP-Spiele findet man hier (Swissbasket)
Ralph Güttinger aus Steinhausen spielt neu bei den Starwings Basel in der NLA. Das bringt seine Eltern in Verlegenheit.
Bericht über Ralph Güttinger
SportJournal_20110920 als PDF zum runterladen
Ein anstrengendes Weekend haben die Starwings-Basketballer hinter sich. Sowohl das Fanionteam wie auch die U23-Equipe standen zweimal im Einsatz. Im Blickpunkt stand jedoch das Gedenkspiel für Remy Vasques.
Am Freitagabend kam es in der Ajoie gleich zweimal zum Vergleich zwischen dem BC Boncourt und den Starwings. Dabei musste die U23-Equipe erfahren, dass im Jura mit dem „Centre Formation“ (eine Art Basket-Akademie) Spieler ausgebildet werden, welche in ihrer Entwicklung weiter sind. Die Romands waren einfach älter, grösser, kräftiger, schneller und eingespielter. Starwings-Trainer Daniel Bumann sprach nach dem Vergleich Klartext: „Wir hatten grosse Mühe mit der sehr aggressiven Spielweise von Boncourt. Vor allem auch unter den Körben, wo Boncourt klar dominierte (offensiv wie defensiv). Für unsere jungen Akteure ist das Spiel noch etwas zu schnell und sie müssen sich zuerst noch an die Geschwindigkeit sowie Härte gewöhnen. Hieraus resultierten viele unnötige Ballverluste (Turnovers) und somit einfache Punkte für Boncourt. Als Mannschaft war aber sicher ein Fortschritt gegenüber dem letzten Spiel in Solothurn erkennbar.
Nach den „Kleinen“ folgten die „Grossen“. Und hier entwickelte sich eine animierte, kurzweilige und spannende Partie, welche von den Gastgebern durch einen Dreipunktwurf, praktisch mit der Schlusssirene, entschieden wurde. Es zeigte sich, dass die Starwings unter den Brettern gar „light“ sind. Vor allem, wenn der Rivale über einen Center verfügt (wie Boncourt in der Person des Serben Calasan), der ein profundes Repertoire und eine vorzügliche (Pivot-)Ausbildung hat. Brandon Jenkins und Jaraun Burrows (der Mann, der fliegt…) bewiesen auch gegen den BCB, dass sie in der Meisterschaft mit Sicherheit zu den stärksten und spektakulärsten ausländischen Profispielern gehören werden. Ohne dabei das Kollektivspiel zu vernachlässigen. Es wird an den Schweizer Spielern liegen, mehr Verantwortung zu übernehmen und noch mehr Akzente (Punkte) zu setzen.
Viele Emotionen
Am Samstagabend fand in der Sporthalle Birsfelden ein Spiel statt, das einen sehr traurigen Hintergrund hat. Das Gedenkspiel für Remy Vasquez soll nicht nur den jungen Lörracher in Erinnerung behalten, sondern ALLEN dienen, aktiv gegen Aggressionen und Gewalt anzukämpfen.
Yudelka Santos Pujols, eine Freundin von Remy, Felix Stauch, Freund und ehemaliger Mitspieler von Remy sowie Pascal Donati, Trainer des CVJM Birsfelden, sprachen vor Anpfiff zur Trauergemeinde. Die Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz unterhielt einen Infostand. Viele Besucher waren aus Lörrach, darunter auch die Mutter von Remy, Maria Vasquez, nach Birsfelden gekommen. Das Resultat war nichtig – und doch ein Indiz dafür, dass sich in den kommenden Monaten zwei ähnlich starke Teams in der 1. Liga gegenüber stehen werden.
Im zweiten Testspiel innert 20 Stunden siegten die dezimierten Starwings beim B-Ligisten Central zuletzt deutlich. In den ersten 20 Minuten konnten die „Wings“ eine geistige und körperliche Müdigkeit nicht verbergen, so dass die Innerschweizer die Partie offen halten konnten. Erst im dritten Viertel, als die Gäste aggressiver verteidigten und entschlossener den Abschluss suchten, machte sich ein Klassenunterschied bemerkbar.
BC Boncourt CF U23 – Starwings U23 71:45 (34:22)
Salle sportive. – 15 Zuschauer. – SR: Vallat/Pavloski.
Starwings U23: Kostic (17), Waibel, Stadelmann (2), Verga (4), Smiljic (2); Stauch (7), Adames (6), Mücke (4), Zivkovic (1), Soto Cabrera, Schneider.
Bemerkungen: Starwings ohne Asumadu, Beltinger, Soland (alle verletzt), Khader (Arbeit) und Parrat (abwesend). – Viertelsresultate: 20:15, 14:7 (34:22); 19:15 (53:37) und 18:8 (71:45).
BC Boncourt – Starwings 84:81 (49:44)
Salle sportive. – 250 Zuschauer.
Starwings: Petkovic (4), Jenkins (16), McCrory (5), Burrows (26), Albrecht (6); Matter (10), Fuchs (10), Güttinger (4).
Bemerkungen: Boncourt ohne National- und Ex-Starwingsspieler Schwaiger (verletzt). – McCrory gelangt wegen einer Fingerverletzung nur zu einem Teileinsatz in der 1. Halbzeit und pausiert dann. – Bester Skorer bei Boncourt: Nemanja Calasan (Serbien) mit 35 Punkten.
CVJM Birsfelden – Starwings U23 65:63 (37:26)
Sporthalle. – 150 Zuschauer. – SR: Dürrenberger/Buholzer.
CVJM Birsfelden: Aleksa Kostic (1), Mangold (17), Blum (4), Rizzo (5), Starck; Schweizer (19), Lüscher (15), Schöpfer (2), Dietrich, Stocker, Erman. Es fehlten Schwarz und Ruepp (beider verletzt) und Marc Stadelmann (Geschäftsanlass)
Starwings U23: Branislav Kostic (11), Zivkovic (4), Basil Stadelmann (11), Verga (4), Smiljic (6); Adames (4), Stauch (10), Waibel (3), Asumadu, Soto Cabrera (6), Khader (3), Schneider (1).
Bemerkungen: CVJM Birsfelden ohne Ruepp, Schwarz (beide verletzt) sowie Marc Stadelmann (Geschäftsanlass). – Starwings ohne Beltinger, Soland (beide verletzt) sowie Mücke (Maturreise). – Viertelsresultate: 11:7, 26:19 (37:26); 16:21 (53:47) und 12:16 (65:63).
Bemerkungen: Yudelka Santos Pujols, eine Freundin von Remy, Felix Stauch, Freund und ehemaliger Mitspieler von Remy sowie Pascal Donati, Trainer CVJM Birsfelden, halten eine Rede. Die Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz unterhält einen Infostand. Viele Zuschauer/innen aus Lörrach u.a. die Mutter von Remy, Maria Vasquez, sind anwesend.
Central Luzern – Starwings 60:96 (37:45)
Roupingen. – 140 Zuschauer.
Starwings: Petkovic (8), Jenkins (20), Fuchs (6), Burrows (25), Albrecht (6); Matter (18), Güttinger (9), Schützinger (4).
Bemerkungen: Starwings ohne McCrory (verletzt) und die U23-Spieler (Gedenkspiel).















