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Archiv für die Kategorie „News“

Am Mittwochabend kommt es in der Sporthalle Birsfelden (Anpfiff ist um 19.30 Uhr) im 1/16-Finale des Schweizer Cups zum Lokal- respektive Orts-Derby zwischen dem Erstligisten CVJM Birsfelden und dem Nationalliga-A-Klub Starwings.

cvjm-birsfelden

Was im Fussball durchaus möglich ist (dass nämlich ein Klub aus der dritthöchsten Spielklasse einen Verein der Eliteliga eliminiert), passiert in den technischen Sportarten (Basket-, Hand-, Volley- oder Wasserball) praktisch nie.

Zu gross sind die Unterschiede zwischen den Ligen – und gerade als Erstligist weiss man, dass ein Cupmatch gegen einen A-Ligisten zwar zu einem Festspiel werden soll. Doch einen Erfolg über einen Klub mit Profispielern zu erzielen, ist schlicht utopisch.

So dürfte das (heutige) Duell zwischen dem Traditionsklub CVJM Birsfelden und dem einzigen Deutschschweizer Verein in der Nationalliga A eine gute Gelegenheit für die Trainer Pascal Donati (CVJM) und Danijel Eric (Starwings), ihr Personal zusätzliche Spielpraxis zu verschaffen. Was beide Teams gut gebrauchen können. Denn beide Teams haben ihre beiden Wettbewerbspartien in der 1. Liga (Birsfelden) respektive Nationalliga A (Starwings) verloren.

„Cevi“ gegen die „Wings“ ist auch das Duell der zwei letzten Deutschschweizer Klubs, die den Schweizer Pokal gewonnen haben. Beim CVJM liegt dies 42 Jahre zurück, beim Arlesheimer-Birsfelder Kombinat erst 18 Monate…

Dass in Birsfelden bereits seit den 60er-Jahren Basket auf allerhöchstem Niveau gespielt wird, weiss die Rest-Schweiz. Ganz früh in der Turnhalle ob der Schwimmhalle, dann jahrelang in der legendären Rheinparkhalle. Und seit 2002 in der schmucken Sporthalle.

Obwohl seit den ersten Basketball-Matches über ein halbes Jahrhundert vergangen ist, wird es an diesem Sonntag, den 9. Oktober 2011, zu einem Novum kommen. Die Starwings und der CVJM Birsfelden bieten den Basket-Freunden einen unvergesslichen Sonntag an. Vier Matches in nationalen Ligen – dies dürfte es schweizweit nicht oft gegeben haben. Und geben.

Die beiden Erstligisten, der „Cevi“ Birsfelden und die U23-Equipe der Starwings, wollen ihre Auftaktniederlagen vergessen machen. Und treffen auf Widersacher, die routinierter (Solothurn) sind respektive Akteure haben, die beim Schweizer Meister im Kader figurieren (Lugano U23). Eröffnet wird der Basket-Tag mit dem Vergleich der U19, die sich in den Inter-Junioren mit den Grasshoppers misst. Diese Talente sind grösstenteils auch das Fanionteam, das in der Nationalliga B spielt.

lugano_logo

Dass in der Nationalliga A die Starwings gegen den Titelhalter Lugano krasser Aussenseiter sind, ist keine neue Erkenntnis. Im Startspiel schlugen sich die „Wings“ in Fribourg bravourös und forderten dem Rekordmeister alles ab (siehe vorgängige Berichte). Dass Lugano nochmals um mindestens eine Klasse besser als Olympic ist, bewiesen die Luganesi bei ihrem Auftakterfolg gegen Nyon (104:56). Nach zehn Minuten führten die Tigers mit 26:7…

Nach dem Nationalliga-A-Match trägt der Traditionsklub CVJM Birsfelden, jahrelang unbestritten der erfolgreichste Klub der Deutschschweiz und als nationale Talentschmiede bekannt, erstmals seit sieben Jahren wieder ein Heimspiel in einer nationalen Liga aus. Grund genug, um sonntags einen Basketball-Tag in der Birsfelder Sporthalle zu verbringen. Für Speis und Trank ist gesorgt – das Caccivio-Team, im basketballerischen Gastro-Sektor seit sieben Jahren die unbestrittene Nummer 1 der Schweiz, wird die Besucher gerne bedienen!

Übersicht:
11.00 Uhr
U19I Starwings U19I – GC Zürich U19

13.15 Uhr
1.LN Starwings U23 – Lugano U23

16.00 Uhr
NLA Starwings – Lugano

18.30 Uhr
1.LN CVJM Birsfelden – BC Solothurn

Freiburg Olympic kam nach einem spektakulären Startviertel zu einem Vollerfolg im ersten Heimspiel der Saison. Die Starwings leisteten dank bester Moral bis zum Beginn der letzten Minute harte Gegenwehr.

Von Beat Baeriswyl, Freiburger Nachrichten

1100 Zuschauer pilgerten bei schönstem Herbstwetter trotzdem in die St.-Leonhard-Halle, um beim Saisonstart dabei zu sein. Diese Fans mussten am Ende der Partie ihr Kommen nicht bereuen, denn was sie serviert bekamen, war über weite Strecken feinste Basketballkost. Der Sieg der Freiburger darf nicht als unverdient, wohl aber als glücklich bezeichnet werden. Denn viel fehlte nicht und die nach einem verpassten Startviertel überraschend stark aufspielenden Baselbieter hätten erste Punkte aus Freiburg entführt.

Yates in bester Spiellaune

Die Starwings gelten in dieser Saison als Aussenseiter. Junge Schweizer Spieler sollen laut Trainer Danijel Eric viel Verantwortung übernehmen. Parallelen dazu finden sich auch auf Freiburger Seite. Das Fehlen von Oliver Vogt zu Beginn der Saison muss erst weggesteckt werden, denn dadurch fehlen unter dem Korb doch einige Zentimeter. Vorerst war es Routinier Ron Yates, der omnipräsent war. Die Gäste fanden in den ersten zehn Spielminuten kein Gegenmittel, um die Spiellaune des US-Amerika- ners zu bremsen. 30:18 stand es nach zehn Minuten bereits, Yates allein steuerte in diesem Viertel 14 Punkte bei.

Das Verdikt von Gasttrainer Eric war klar: «Wir dürfen dem Gegner nicht mehr so viel Spielraum lassen, müssen härter und aggressiver verteidigen», sagte der Luzerner seinen Spielern. Und die Worte zeigten Wirkung: Der zweite Petkovic (Miroslav, Bruder von Freiburgs Stefan) bewies, dass er seinem Bruder in Nichts nachsteht. Mit seinen sechs Punkten brachte er bis zur 14. Minute sein Team an den Favoriten heran. Dass Olympic dennoch mit zehn Punkten Vorsprung in die Pause gehen konnte, hatten die Freiburger dem starken Youngster Jonathan Kazadi zu verdanken.

Schwarzes drittes Viertel für Olympic

Nach der Pause erwarteten die Zuschauer Olympics Rückkehr zum gepflegten Spiel, zu den kollektiven Aktionen aus dem Startabschnitt. Doch die Gäste aus Basel, insbesondere Spielmacher Brandon Jenkins und Werfer Anthony McCrory, trumpften gross auf. Plötzlich fand der Ire McCrory zu seiner gefürchteten Wurfstärke zurück. Und, kaum noch für möglich gehalten, die Gäste gingen in der 28. Minute erstmals in Führung (59:60).

Hitchcock-Schlussviertel

Die Spannung um den Ausgang der Partie blieb auch in den letzten zehn Minuten erhalten. Waren es zuerst die Gastgeber, die mit einem 7:0 auf die Erfolgsstrasse einbogen (80:73; 37.), konterten die Starwings mit demselben Teilresultat (80:80; 38.). Nach einem erfolgreichen Zweier durch Polyblank war es dann Stefan Petkovic, der 35 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Dreier die letzten Hoffnungen der Gäste zerstörte. So kam Olympic am Ende zu den ersten Punkten dieser Saison. Die Basler aber brauchen sich keineswegs zu schämen, denn sie haben dem hohen Favoriten die Stange halten können, ganz im Gegensatz zur letzten Saison. Somit war die Freude des Starwings-Trainers über Moral und Einsatz seines Teams grösser als die Enttäuschung über die doch knappe Niederlage. Olympic-Trainer Damien Leyrolles aber weiss, dass sein Team sich in vielen Belangen steigern muss.

Telegramm

Olympic Fribourg – Starwings Basel 87:80 (48:38)

St.-Leonhard; 1100 Zuschauer – SR: Bertrand/Hjartason/Carlini .

Olympic: Kazadi (20), Petkovic (13), Polyblank (11), Yates (29), Esterkamp (7), Forbes (4), Savoy, Kovac (3).
Basel: Fuchs (15), Mc Crory (17), Jenkins (17), Matter (2), Burrows (12), Petkovic (15), Güttinger, Albrecht (2).

Bemerkungen: Olympic ohne Vogt (verletzt; ev. in 10 Tagen wieder dabei); Starwings ohne Beltinger (krank). – Beste Spieler: Yates / Jenkins. – Viertelsresultate: 30:18; 18:20; 19:26; 20:16.

Spiel-Stimmen

«Enttäuscht über Defensive»

Trotz des Sieges der Freiburger war nach der Partie der Gästetrainer fast zufriedener mit seinem Team als Olympic-Trainer Damien Leyrolles. «Der Sieg freut mich, doch bin ich enttäuscht über die defensive Leistung meines Teams. Wir haben im dritten Abschnitt 26 Punkte eingefangen. Das ist zu viel. Offensiv bedeuten 87 Punkte eine gute Leistung, doch es bleibt viel Arbeit, weil die Abstimmung noch fehlt und wir zu oft nicht bereit waren. Wir haben es nicht geschafft, den Vorsprung zu verwalten oder zu vergrössern. Das gab dem Gegner die Chance, ins Geschehen zurückzukehren», so Leyrolles.

«Stolz auf mein Team»

Starwings-Trainer Daniel Eric sagte zum Spiel: «Ich bin stolz auf die Moral meiner Spieler. Wir haben bis kurz vor Schluss mitgehalten, mehr noch, wir waren dran und hätten gar gewinnen können. Olympic aber war in den Rebounds präsenter und hat uns da in der Offensive übertrumpft. Dies darf auch als entscheidend angesehen werden, zusammen mit der Tatsache, dass wir im Startabschnitt zu weich und zu wenig aggressiv gespielt haben. Doch diese Partie zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» (bb)

Im Auftaktspiel zur Saison 2011/12 gastierte der einzige Deutschschweizer Basketball-Verein beim Rekordmeister Fribourg Olympic. Was auf dem Papier nach einer Pflichtaufgabe für den Gastgeber aussah, entpuppte sich zu einem hochdramatischen, intensiven Vergleich. Ohne Happy-End für die Starwings, welche zuletzt mit 80:87 (38:48) verloren.

Brandon Jenkins beim Dunking in Fribourg

Neunzig Sekunden vor der Endsirene stande es … 78:78! Und in der einzigen Basketball-Halle der Schweiz staunten die über 1000 „FO“-Anhänger über den couragierten und disziplinierten Auftritt des krassen Aussenseiters.

Denn zu Beginn verlief, zumindest aus Sicht der Freiburger, alles nach Plan. Nach dem ersten Viertel führte Olympic klar mit 30:18 – und die Starwings hatten vor allem im defensiven Insidespiel allergrösste Mühe bekundet. Vor allem ein Mann punktete und punktete. Ronald Yates, welcher in der letzten Saison für einen Monat auch bei den Starwings gespielt hatte und aufgezeigt hatte, was für ein grandioser Spieler er ist.

“Im ersten Viertel haben wir eine ganz schlechte Defensearbeit verrichtet. So konnte es nicht weitergehen“, meinte nach Abpfiff Starwings-Trainer Danijel Eric. Und schon im zweiten Viertel sahen die Zuschauer einen Gast, der nun aggressiver, aufsässiger verteidigte und zumindest den Defensiv-Rebound sicherte. Und weil die Wurfquote bei den Romands schlechter wurde, ging dieses zweite Viertel punktemässig knapp an das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat.

Grandios dann der Auftritt im dritten Viertel. Angeführt von einem spielstarken Brandon Jenkins, waren es Miroslav Petkovic, Joël Fuchs und Tony McCrory, die Korb um Korb erzielten. Einziger Wermutstropfen war, dass Jaraun „Kino“ Burrows mit vier Fouls belastet war und lange auf der Bank sass. Dies führte zu einer Schwächung unter den Körben, denn Roman Albrecht und Niels Matter sahen sich von den gegnerischen Profispielern doch mehrheitlich dominiert. Auch wenn die drei Unparteiischen mit Sicherheit nach bestem Wissen und Gewissen entschieden, so meinte Eric vielsagend: „Ich hätte mir gewünscht, dass man gleiche Vergehen auch gleich ahndet“. Oder um es in der Sprache der Lateiner zu sagen: In dubio pro reo… und dieser hiess nun man Fribourg Olympic.

Die Spannung stieg in der Halle, als Jenkins die Starwings nach 32 Minuten mit 70:69 in Führung brachte. Er war übrigens ein brachialer Dunking. Und von diesem Moment an wussten die hochfavorisierten Gastgeber, dass die „kleinen“ Starwings nicht an die Saane-Stadt gekommen waren, um Spalier zu stehen. Und weil „FO“ über hervorragende Akteure verfügt, die allesamt schon internationale Erfahrungen gesammelt haben, blieb der ganze grosse Coup aus. Nervenstärker und in der „money time“ abgeklärter, kam Olympic zu einem erwarteten, logischen und auch verdienten Sieg.

Bei den Starwings hat sich gezeigt, dass die neue Philosophie greift. Miroslav Petkovic, in den Vorbereitungsspielen noch mit schwankenden Leistungen, zeigte eine sehr reife, vorzügliche Leistung. Joël Fuchs bewies, dass er in dieser Spielzeit zur Trouvaille, ja sogar „Shooting Star“ werden könnte. Und auch das Profi-Duo bewies, dass es nicht nur gut, sondern gar spektakulär ist. Dass die Starwings auf den Positionen 4 und 5 konsequent mit zwei Schweizern Akteuren spielen, ist in der Nationalliga A einzigartig. Selbst die anderen „Kleinen“ wie der BC Boncourt, BBC Nyon und die SAM Massagno verfügen über zwei Ausländer auf der Centerposition. Dieses Trio blieb in ihren Vergleichen gegen Lugano, Vacallo und Monthey chancenlos.

Meister Lugano überfuhr Nyon im ersten Viertel gleich mit 26:7, während SAM im Wallis im ersten Viertel mithalten konnte (17:19), in den zweiten zehn Minuten jedoch ein skandalöses 3:24 einfing. Auch die Verbandskollegen aus der Ajoie waren zuhause gegen die SAV Vacallo chancenlos und hatten nie eine Option auf den Sieg. Dies im Gegensatz zu den Starwings, welche Fribourg Olympic alles abforderten.

Auch der CVJM Birsfelden verlor

Man muss fast ins letzte Jahrtausend zurückblicken, um den CVJM Birsfelden in einer nationalen Liga spielen zu erleben. Am Samstagnachmittag erfolgte in Biel sozusagen die „Renaissance“ (Wiedergeburt) – und obwohl der arg dezimierte „Cevi“ gegen Rapid verlor, waren gute Ansätze zu erkennen. Trainer Pascal Donati monierte, dass „wir aus der Halbdistanz schlecht getroffen haben. Und wer nur elf von 27 Freiwürfen in den Korb bekommt, kann kaum gewinnen“. Der gestrenge Trainer sah aber auch „Schwächen und Abstimmungsprobleme in der Verteidigung sowie die fehlende Durchbrüche zum gegnerischen Korb“.

Einen hervorragenden Auftritt hatte der erst 15-jährige Aleksa Kostic (der jüngere Bruder, der zur gleichen Zeit mit den Starwings in Fribourg weilte) zu verzeichnen. Eine superbe Wurfquote (1/1 bei den Zweiern und Dreiern sowie 1/2 bei den Freiwürfen) dürfen sich sehen lassen. Zudem glänzte Aleksa Kostic mit einer guten Ballkontrolle und feinen Übersicht.

Auch bei ihm gilt und zählt: Natürlich sind die Resultate das, was die Öffentlichkeit als erstes wahrnimmt und kommentiert. Doch die Starwings und der CVJM Birsfelden sind daran, gute Saat zu säen. Damit dereinst die Früchte geerntet werden können. Und das kann nicht Heute und auch noch nicht Morgen sein. Aber übermorgen ganz bestimmt!

Fribourg Olympic – Starwings 87:80 (48:38)

St. Léonard. – 1100 Zuschauer. – SR: Bertrand/Hjartason/Carlini.

Fribourg: Stefan Petkovic (13), Kazadi (20), Esterkamp (7), Polyblank (11), Yates (29!); Forbes (4), Kovac (3), Savoy; Cotture, Hoch, Schwab, Uliwabo.

Starwings: Jenkins (17), Fuchs (15), McCrory (17), Burrows (12), Albrecht (2); Miroslav Petkovic (15), Matter (2), Güttinger; Kostic, Schützinger, Smiljic, Stauch.

Bemerkungen: Fribourg ohne Nationalcenter Vogt (verletzt). – Starwings ohne Beltinger (rekonvaleszent). – Viertelsresultate: 30:18, 18:20 (48:38); 19:26 (67:64) und 20:16 (87:80).

Rapid Bienne Basket – CVJM Birsfelden 65:51 (31:22)

Sporthalle Strandboden. – 100 Zuschauer. – SR: Pillet/Da Fascena.

CVJM Birsfelden: Mangold (8), Schwarz (16), Ruepp (3), Schlüfer (2), Bachmann (9); Blum (6), Kostic (6), Starck, Dietrich (1); Erman, Lopez.

Bemerkungen: Birsfelden ohne Rizzo (Arbeit) und Schweizer (abwesend). – Viertelsresultate: 20:9, 11:13 (31:22); 24:11 (55:33) und 10:18 (65:51).

«Werden die Starwings je Schweizermeister?»

Moderation: Benjamin Schmid

Er gehört zum Inventar der regionalen Basketball-Szene: Pascal Donati. 1976 trat er in den CVJM Birsfelden ein und war bis 2009 Trainer der Starwings. Holt das Birstaler Konkubinat je einen Meistertitel und wie steht es um den regionalen Basketball-Nachwuchs?

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