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Ein Birsfelder Orkan fegte über Lausanne…

Die Starwings gewannen auswärts gegen Pully Lausanne klar mit 83:66 (39:43)

Im Duell mit dem punktgleichen Waadtländern zeigten die Unterbaselbieter eine Traum-Halbzeit und rückten mit dem feinen Auswärtssieg auf Rang 9 vor.

Von Georges Küng

Am 10. November 2018 hatten die „Wings“ zuhause gegen Pully Lausanne mit 66:81 ver­loren. Es wäre überspitzt zu sagen, dass seit dem 8. Dezember 2018 eine neue Zeitrech­nung angefangen hat. Aber Tatsache ist, dass seit der Amtsübernahme von Pascal Donati, und einer entscheidenden Teamverstärkung (Antonio Hester für Auston Calhoun), die Birs­felder vier von sieben Matches gewonnen haben und auch gegen die Landesgrössen (Genf, Neuchâtel) nahezu Paroli boten.

Der Sonntagnachmittag war in der Nordwestschweiz und Romandie durch starke Böen, die zweitweise schon orkanartig über die Waadtländer Metropole fegten, geprägt. In den ersten 20 Minuten war der Vergleich zwischen Welschen und Baselbietern ausgeglichen – erst in den letzten Minuten vor der Halbzeit-Sirene konnten sich das Konstrukt aus einem ehemaligen Serienmeister (Pully) und einem Traditionsverein (Lausanne) leicht absetzen.  Und Pully Lausanne konnte sich den Luxus leisten, als 11. Akteur den US-Profi Jamani Pierce (22, 201cm) einzusetzen, der sonst in der U23-Equipe der Waadtländer, in der Natio­nalliga B, der Topskrorer ist. Ein Glück für die „Wings“ war, dass Alessandro Verga mit einem spektakulären Dreier kurz vor der Pause noch verkürzen konnte (39:43).

Einem Tornado gleich

Während sich um 17 Uhr der klimatische Sturm gelegt hatte, fegte plötzlich ein anderer Sturm durch die Halle. Die Blau-Gelben aus der einzigen Hafenstadt der Schweiz zele­brierten zwischen der 21. und 27. Minute eine Basketball-Kost, die man als perfekt bezeich­nen muss. Aus einem 45:41 wurde ein 45:58 – ein 0:17 in sechs Minuten, das den Gästen die Gewissheit gab, diesen Vergleich nicht mehr verlieren zu können. Branislav Kostic be­eindruckte durch einen strukturierten Aufbau und einer superben Wurfquote (drei von vier Dreiern fanden den Weg in den Korb), während Nemanja Calasan alleine schon durch sei­ne Präsenz der­art viel Aura ausstrahlte, dass die Gäste am Center abprallten. Und dann war da noch An­tonio Hester, der nach einer diskreten ersten Halbzeit von der 21. bis 27. Minute punktete, reboundete (zuletzt 15 Rebounds) und blockte, dass er einem Tornado gleich über die Ri­valen hinwegfegte. Dieser Mann kann vieles gut, einiges sogar sehr gut!

Danach kontrollierten die Starwings die Partie und aus dem Tornado wurde eine frische Brise, die genügte, um Pully Lausanne auf sicherer Distanz zu halten. Damit sind die Star­wings erstmals nicht Tabellenletzter, sondern haben Luzern und Lau­sanne um zwei Zähler hinter sich gelassen. Und sind „nur“ noch vier Zähler von Lugano entfernt.

Debüt von Jules Christmann

In Anbetracht des Vorsprungs und der Dominanz schickte Cheftrainer Pascal Donati den 17-jährigen Jules Christmann erstmals in ein Nationalliga-A-Spiel. Während drei Minuten half der smarte Jüngling wacker mit.

In drei Wochen wird der Meister und Champions-League-Teilnehmer Fribourg Olym­pic in der Sporthalle Birsfelden gastieren. Einst zogen die Freiburger jeweils traumati­siert von „Blätzbums“ ab. Lassen wir uns überraschen!

Pully Lausanne – Starwings 66:83 (43:39)

Salle Arnold-Reymond, Pully. – 300 Zuschauer. – SR: Michaelides/Mazzoni/Jeanmonod.

Pully/Lausanne: Pythoud (3), Wade (23), Wilson (13), Ugba (3), Hart (13); Mbega (2), Rodriguez (3), Seylan (2), Hatch, Louissaint (4), Pierce.

Starwings: Kostic (15), Mitchell (15), Fuchs (3), Hester (17), Calasan (18); Herrmann (3), Smith (6), Davet (1), Verga (5), Christmann; Fasnacht, Streich. 

Bemerkungen: Beide Teams komplett. – Viertelsresultate: 20:22, 22:17 (43:39): 8:26 (51:65) und 15:18 (66:83). – Fouls: Pully Lausanne 20, Starwings 13.

Ein Sieg für das Prestige und Vertrauen

Die Starwings gewinnen das Basket-Derby gegen Central Luzern mit 67:65 (32:34)

Mit dem dritten Saisonerfolg rücken die Starwings zum Duo Pully/Lausanne und Central Luzern auf. Dennoch sind die Playoffs – hiefür wäre Rang 8 nötig – in weiter Ferne. Die Partie war, wie erwartet, emotional, spannend, zuletzt sogar dramatisch.

Von Georges Küng

„Es war ein echter Krimi“, meinte ein Starwings-Anhänger nach dem letzten Sirenenton. Und damit hatte der Birsfelder recht. Dabei hätten es die Unterbaselbieter niemals so spannend machen müssen, denn nach 32 Minuten führten die „Wings“ mit 57:47, doch un­erklärliche Eigenfehler (im Tennis würde man von „unforced errors“ in Serie sprechen) führten dazu, dass die Luzerner den Anschluss bewerkstelligen konnten. Und mit dem letzten Ball hatten sie die Möglichkeit, die Partie auszugleichen – oder gar mit einem Drei­er zu gewinnen. Dies wären zwei für Central wichtige Punkte im Kampf um Platz 8 (gegen Lugano) gewesen.

Bei den Starwings gefiel – mit Abstrichen – das etablierte Profi-Trio. Justin Mitchell kann vieles gut, einiges sogar sehr gut. Was er (noch?) nicht kann, ist ein Team zu führen. Vor allem in ent­scheidenden Phasen. Da rutscht er schon mal aus, verirrt sich unter dem geg­nerischen Korb, wo er an den Zweimeter-Leuten des Gastes abprallt oder verwirft Freiwür­fe. Anto­nio Hester war ab und zu diskret, in den wichtigsten Phasen war er präsent und Basketball-Kenner sehen, dass er der einzige der 18 eingesetzten Aktiven ist, der von einer höheren Liga träumen darf – oder diese bereits (in Spanien) erlebt hat. Schön, dass mit Alexis Herrmann (ihn wünschte man sich länger auf dem Feld) ein frischer Wind ins oft statische, und daher träg-lethargische Starwings-Spiel kam. Sébastien Davet ist ein Wir­belwind – alleine die Orientierung auf dem Platz hat er noch nicht intus. Und Alessandro Verga machte in den Endminuten eine starke Defense; dass er in der Offensive, wie Bra­nislav Kostic, keine Punkte macht, ist halt so.

„Ich bin nicht zufrieden. Gut, mit dem Resultat schon, aber nicht mit der Leistung“. Der dies sagt, heisst Pascal Donati und gab nach Abpfiff schonungslos zu, dass „es keine gute Basket-Kost war. Wir werden das intern besprechen; wir wiesen zu viele Eigenfehler auf, unser Spiel hatte zu wenig Struk­tur; aber es war eine starke Willensleistung, an dem alle partizipiert haben“, so Donati, der wieder die Geschicke der Mannschaft in die Hand ge­nommen hat und in sechs Partien doch drei Siege feiern durfte. Mit dieser Bilanz, über die gesamte Spielzeit hinweg, wären die „Wings“ im Mittelfeld…

Central hatte den Matchball

Luzern ist primär ein solides Stammquintett, das weniger Fehler als ihre Antipoden von der Sporthalle Birsfelden beging. Ihr sechster Mann (Laurent Zoccoletti) konnte nur marginal helfen, denn der Zürcher war schnell foulbelastet. Und die restlichen Kaderspieler sind al­lesamt sehr, sehr jung – mitunter das Beste, was die Schweiz in diesen Jahrgängen (2001, 2002 und 2003) zu bieten hat. Und mit Marco Lehmann verfügt Central über einen natio­nalen Akteur, der schneller denkt, schneller rennt, schneller wirft und, in der Regel, besser trifft als die nationalen Starwings-Akteure. Zum Glück hatte der ex-Aarauer am Sonn­tag sein Fernvisier schlecht eingestellt – ein Dreier von sieben Versuchen ist keine gute Quote. Ansonsten der Gast die Partie gewonnen hätte.

In einer Woche gastieren die „Wings“ in Lausanne. Diese haben ein ausländisches Top-Quartett, jedoch keine Breite in ihrem Kader. Mit einem Sieg würden die Unterbaselbieter das Schlusstrio anführen – und eventuell den 8. Rang „riechen“. Dazu wird es aber gene­rell einer Leistungssteigerung brauchen.

Starwings – Central Luzern 67:65 (32:34)

Sporthalle Birsfelden. – 450 Zuschauer. – SR: Michaelides/Balletta/Oberson.

Starwings: Kostic (1), Mitchell (18), Fuchs (8), Hester (16), Calasan (14); Herrmann (5), Smith (2), Davet (3), Verga; Christmann, Pavlovic, Streich.

Luzern: Jackson (19), Lehmann (15), Plüss (8), Nana (10), Camara (9); Zoccoletti (4), Safra, Bir­boutsakis, Früh; Obim.

Bemerkungen: Starwings komplett. – Luzern ohne Jusovic, Tomic (beide verletzt) sowie die Zwil­lingsbrüder Mines und Mirza Ganic (beide abwesend). – Viertelsresultate: 18:14, 14:20 (32:34); 22:13 (54:47) und 13:18 (67:65). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 36. Zoccoletti. – Fouls: Starwings 18, Luzern 14. – Zu den besten Spielern wurden gewählt: Justin Mitchell und Derek Jackson (beide USA).

Starke Leistung wurde nicht honoriert

Die Starwings verlieren in Neuchâtel mit 72:83 (40:47).

Zeitweise führten die „Wings“ mit elf Punkten Vorsprung; und erst in den letzten vier Minuten brachen die Baselbieter ein. Mit unter ein Grund war, dass das Ref-Trio die Foulpfiffe sehr einseitig verteilte und die Neuenburger viermal (!) so viele Freiwürfe werfen konnten.

Von Georg Küng

Während die Gastgeber, obwohl sie die Stammfünf forcieren mussten, locker mit den bes­ten fünf Leuten die Endphase bestreiten durften, sahen sich die Starwings in der zweiten Halbzeit vom Ref-Trio förmlich verfolgt. Gastcoach Pascal Donati musste viele Wechsel – aufgrund der hohen Foulbelastung – vornehmen. Und so kam es, dass Union-Spielmacher Brandon Brown sagenhafte 18 Freiwürfe werfen konnte (zuletzt, nach unsportlichem Foul, weil die Birsfelder völlig entnervt waren), während die Starwings als Team nur zehnmal an der Linie standen. Das Verhältnis von 10:41 bei den Freiwürfen zu Ungunsten der Deutschschweizer und auch das Foulverhältnis von 16:29 ist äusserst fragwürdig.

Ein neuer Center

Union hat in den letzten Wochen viel Aktionismus entwickelt. Aus der 1. französischen Di­vision kam mit Abdel Kader Sylla (28, 206 cm) ein Zuzug, der ein brachialer Center ist. Der Mann von den Seychellen war auch in Frankreich unter den Brettern eine Grösse. Er schaffte es, wie andere, über 15 Minuten lang mit vier Fouls zu spielen… Sicher, mit Jared Berggren (28 m 209 cm) fehlte der 4. Ausländer – so war Neuchâtel in seiner Rotation ein­geschränkt. So lange die Unterbaselbieter normal aufspielen konnten, waren sie dem Fa­voriten mehr als ebenbürtig; erst ab der 25. Minute spürte man, dass Union mit Publikum und „Unparteiischen“ willkommene Verstärkungen erhalten würde.

Der Exploit fehlte

Alle erfüllten ihre Aufgabe sehr gut, einige wie Antonio Hester oder Nemanja Calasan waren sogar brillant. Und weil es die Refs locker schafften, Calasan (204 cm) und Ryan Smith (213 cm) mit Fouls zu belasten, konnten diese nicht mehr aggressiv verteidigen und mussten tatenlos zusehen, wie Union leichte Punkte unter dem Korb erzielte und Brown (im letzten Jahr Liga-Topskorer mit dem BC Boncourt) serienweise Freiwürfe werfen konnte. Dass er diese in den Korb setzte (17 von 18 erge­ben unverschämte 94 Prozent, das ist ein Wert, wie man ihn ganz selten findet), spricht für die Nervenstärke des neuverpflichteten Amerikaners. Die kurzzeitig unkonzentrierte Spielweise der Starwings waren dann schlussendlich mit ein Grund, weshalb Neuchâtel einen Sieg verbuchen konnte.

Union Neuchâtel – Starwings 83:72 (40:47)

Riveraine. – 1015 Zuschauer. – SR: Marmy/Gonçalves/Ferroni.

Neuchâtel: Brown (26), Savoy (7), Williams (17), Molteni (12), Sylla (17); Martin, Colon (4), Memishi, Fofana; Kübler.

Starwings: Kostic (3), Fuchs (4), Hester (21), Calasan (14), Smith (12); Mitchell (11), Herrmann (5), Verga (2), Davet; Christmann.

Bemerkungen: Neuchâtel ohne den US-Center Berggren (verletzt). – Starwings ohne Streich (krank). – Viertels­resultate: 19:25, 21:22 (40;47); 23:17 (63:64) und 20:8 (83:72) – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 39. Davet, – Fouls: Neuchâtel 16, Starwings 29 (!!!).

Mitgehalten – aber noch eine Nummer zu gross

Die Starwings verlieren gegen Les Lions de Genève mit 71:91 (35:49)

Obwohl die Baselbieter zwei Viertel ausgeglichen hielten, waren sie gegen den Ta­bellenführer und Meisterschaftsfavoriten chancenlos. Dennoch zeigten die „neuen Wings“ gute Ansätze, mussten aber die individuelle Klasse des Rivalen anerkennen.

Von Georges Küng

Wer einen Exploit, der einer Sensation gleichgekommen wäre, erwartete, durfte zehn Mi­nuten hoffen. Ab dem zweiten Viertel wurde der Vergleich zwischen dem Tabellenletzten und dem Leader der Nationalliga A ungleich(er). Auch zwischen der 21. und 30. Minute war die Dominanz der Gäste frappant – diese 20 Minuten ergaben ein Teilzeit-Skore von 28:49 – da gibt es nichts zu interpretieren und nichts zu beschönigen.

Dennoch enttäuschten die Starwings nicht. Man sah einen sehr guten Nemanja Calasan und einen guten Antonio Hester, welche in der ersten Halbzeit den Grossteil der Baselbie­ter Punkte erzielten. Aber gegen die Löwen-Übermacht, welche als 8. Mann mit dem wie­dergenesenen Marko Mladjan den besten Schweizer Akteur bringen konnten, waren die Birsfelder ohne Siegeschance. Wer auf der Bank mit Arnaud Cotture und Mladjan zwei Nationalspieler von der Stammfünf hat, spielt in einer eigenen Liga, wenn der Widersacher ein „Kleiner“ ist.

Schade, dass das Ref-Trio die Überlegenheit der Genfer noch supportierte: Starwings-Spielmacher Justin Mitchell wurde regelrecht verfolgt und mit kuriosen Fouls belastet, so dass der Amerikaner in sei­nem Aktionsradius eingeschränkt wurde. Dass der US-Profi selber Mühe bekundete, den Auf­bau zu organisieren, sei aber deutlich gesagt. US-Center Ryan Smith konnte auch ge­gen Genf, das an Physis und Körpergrösse den Starwings krass überlegen war, nicht vollends überzeugen.

Schön, dass Starwings-Trainer Pascal Donati insgesamt elf Akteuren einsetzen konnte – emotionaler Höhepunkt war der Dreier von U23-Spieler Aleksa Pavlovic (19) kurz vor dem letzten Sirenenton. Dass Genf sogar alle zwölf Spieler aufs Parkett beorderte, zeigt, dass Les Li­ons ausser Reichweite lagen. Gegen die anderen Landesgrössen müssen auch die Gen­fer auf acht, maximal neun Mann reduzieren. „Der Klassenunterschied ist einfach gege­ben. Und weil wir im Angriff zu ungeduldig waren, Würfe forciert haben und die Sys­teme nicht diszipliniert genug gespielt haben, gerieten wir ab der 11. Minute entscheidend in Rückstand. Und in der Defense entstanden zu oft <miss-matches>, in denen die Genfer unter dem Brett zu einfachen Körben kamen“, so Donati.

Das nächste Heimspiel ist dann das Prestige-Derby gegen Swiss Central aus Luzern. Es ist das Du­ell der beiden Tabellenletzten. Die Innerschweizer wurden am Samstag in Vevey in der zweiten Halbzeit mit 30:71 (!) zerzaust, nachdem Central zuerst klar führte. Da sahen die „Wings“ vor einer Woche bei der 87:89-Niederlage in Vevey um einiges besser aus.

Starwings – Les Lions de Genève 71:91 (35:49)

Sporthalle Birsfelden. – 300 Zuschauer. – SR: Tagliabue/Balletta/Jeanmonod.

Starwings: Mitchell (7), Kostic (10), Fuchs (3), Hester (16), Calasan (23); Davet, Ryan Smith (6), Herr­mann, Verga (3), Streich; Pavlovic (3); Pausa.

Genève: Colter (14), Kovac (17), Kozic (3), Humphrey (9), Padgett (13); Cotture (14), Terry Smith (7), Mladjan (6), Tutonda (4), Solioz, Bourgeois (4).

Bemerkungen: Beide Teams komplett. – Viertelsresultate: 19:20, 16:29 (35:49); 12:20 (47:69) und 24:22 (71:91). – Fouls: Starwings 17, Genf 16. Unter den Matchbesuchern Regierungsrat Isaac Reber, Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft.

 

 

Der Liga-Krösus gastiert in der Sporthalle Birsfelden

Birsfelden erlebt an diesem Samstag einen Basketball Nachmittag der Superlative. Drei Spiele stehen auf dem Programm – mit dem Höhepunkt um 17.30 Uhr, wenn die Starwings den Leader „Lions de Genève empfangen. Eine auf dem Papier schier unmögliche Aufgabe, auch wenn Partien noch immer auf dem Spielfeld ent­schieden werden.

Von Jordi Küng

„Wir haben seit dem 26. Dezember jeden Tag, teils sogar zweimal, trainiert. Auch an Sil­vester und am Neujahrstag“. Der dies sagt, heisst Pascal Donati, ist seit anfangs Dezem­ber 2018 der „neue“ (alte) Trainer der „Wings“ und konnte bei seinem Einstand gleich ei­nen Sieg gegen Boncourt feiern. Und das Team doppelte eine Woche nach und kam ge­gen das einst „Grande Lugano“ zu einem feinen Heimerfolg.

Kurz vor Weihnachten, am 22.12., unterlagen die Baselbieter dann in Vevey gegen Riviera denkbar knapp, und ärgerlich, mit 87:89. Die eindrückliche Aufholjagd fand, aus Birsfelder Sicht, kein Happy-End.

Weil das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat in der Auftaktrunde des neuen Jahres spielfrei war (was elf Mannschaften logisch ist), „haben wir die Zeit genutzt, um die Kondition und Physis weiter zu verbessern. Hier hatten wir viel Luft nach oben“, so Donati. Nach drei Wochen Pause steht man nun – endlich – wieder im Wettkampfeinsatz. Und die Aufgabe ist schwer, sehr schwer sogar, denn mit den Genfer Löwen gastiert der Tabellenführer in der Sporthalle.

Les Lions haben elf von 13 Matches gewonnen; sie haben das beste (und teuerste) Kader aller A-Ligisten. Sie haben die beste Korbdifferenz und gewinnen Spiele oftmals mit einem minimalen Aufwand. Das zeugt von einem grossen Selbstveständnis und einer gewissen Selbstsicherheit, die viele Rivalen als „Arroganz“ empfindet. In der 3. Runde verloren die Starwings in der Hinrunde mit 52:103… und ein lakonischer Kommentar im hauseigenen Blätterwald hiess, man habe es verpasst, das bescheidene Punkteskore der Deutsch­schweizer zu verdoppeln… ein einziger Zähler (Freiwurf) fehlte hiezu…

Ein Blick auf das Kader zeigt, dass Genf ein hochkarätiges US-Quartett hat. Das man in der Schweiz bestens kennt. Aus Monthey kam Markel Humphrey, der die Walliser zum Meistertitel geführt hatte. Aus Lugano wurde mit James Padgett der beste Center abge­worben. Spielmacher Terry Smith spielte im letzten Jahr in der 1. französischen Divi­sion – selten, dass ein solcher Akteur dann in die Schweiz wechselt. Und auch der vierte Amerikaner, Derrick Colter, war Topskorer in der Ukraine. Eine Liga, die gleich hinter den ganz grossen europäischen Meisterschaften kommt.

Dass Genf mit Arnaud Cotture (ex-Fribourg), Roberto Kovac, Juraj Kozic und Marko Mlad­jan (alle drei wurden in Lugano gross, als die Tessiner wirklich noch „grande“ waren) gleich vier Nationalspieler in Reihen hat, zeigt, dass die Meisterschaft nur über die Genfer Löwen führen kann. Dass diese nie den Weg nach Europa gesucht haben, ist eine andere Ge­schichte…

Auf dem Papier ist die Aufgabe nicht lösbar. Starwings gegen Genf ist der Vergleich des Elften gegen den Ersten; Jede Position ist beim Gast doppelt bis dreifach besetzt – den letzten Zuzug tätigten sie Ende November, als ein gewisser Brunelle Tutonda aus Massa­gno weggelockt wurde… Tutonda spielte in der Saison 2017/18 bei den Starwings, war un­bestrittener Stammspieler – und muss sich in der Calvin-Stadt momentan mit marginalen Einsätzen von sechs bis acht Minuten begnügen. Das sind die Fakten, die nicht lügen und in der Tabelle zum Ausdruck kommen.

Und dennoch wird der Match bei 0:0 anfangen. Und mit Einsatzwillen, Disziplin, Kampf­geist und Leidenschaft ist auch im Basket einiges möglich… In der 1. Runde siegte Genf in der Innerschweiz gegen Central glückhaft mit einem Korb in extremis in der letzten Spielsekunde. Auch in jenem Vergleich waren Les Lions der haushohe Favorit und hätten die Partie auf dem Papier mit mehreren Dutzend Punkten Vorsprung gewinnen müssen…

Samstag, 12. Januar 2019

12:00 Starwings U13 – Jura Basket

14:30 Starwings U17-Inter – Wohlen Basket

17:30 Starwings NLA – Les Lions de Genève

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