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Mit Herzblut und Leidenschaft zum ersten Saisonsieg

Die Starwings gewinnen gegen den BC Boncourt mit 88:80 (36:41)

In der 10. Meisterschaftsrunde, im prestigeträchtigen Nordwestschweizer Basket-Derby, konnten die Baselbieter ihre Niederlagen-Serie stoppen. Erstmals (wieder) von Pascal Donati geführt, zeigten die Birsfelder phasenweise allerfeinste Basket-Kost, um in der dramatischen Endphase fast noch den Sieg zu verspielen.

Von Georges Küng

Der Auftakt versprach eine Fortsetzung der bisherigen Kost. Nach 40 Sekunden bliebt ex-Captain Joël Fuchs benommen liegen – und konnte erst wieder Mitte der zweiten Halbzeit ins Spiel eingreifen. Nach vier Minuten stand es 2:12, nach acht Minuten leuchtete von der Anzeigetafel ein ernüchterndes 11:23 auf. Es sollte der höchste Rückstand der Gastgeber sein.

Aber bereits in den letzten Angriffen der ersten zehn Minuten zeigten die „Wings“, dass eine „Transformation“ stattgefunden hatte. Cheftrainer Pascal Donati hatte im ersten Vier­tel alle acht verfügbaren Senioren ins Spiel „geworfen“ – zeitweise erfolgten die Wechsel wie im Eishockey im Sekundentakt. „Ich wollte, dass jeder Spieler schon zu Beginn den Match spürt; und mir war bekannt, dass Boncourt praktisch mit seiner Stammfünf durch­spielt“, so der Trainer. In der Tat wechselte Donati in diesem Auftaktviertel gegen Boncourt sehr viel.

Superbe Dreipunkte-Quote

In der 13. Minute glückte den Starwings der Ausgleich (32:32); wenig später brachte US-Center Ryan Smith die Gastgeber erstmals in Führung (34:32 nach 14 Minuten). Und bis zur 35. Minute, während gut zwei Vierteln, spielten sich die Unterbaselbieter in einen Spielrausch. Vor allem die Distanzwürfe (zeitweise lag die Trefferquote bei den Dreiern bei unverschämten 64 Prozent) liessen den Gast aus der Ajoie verzweifeln. Branislav Kostic liess sich ein zwei von zwei Dreiern notieren; Routinier Nemanja Calasan hatte vier von sechs Dreiern im Korb, während Sébastien Davet (er strotzte vor Energie und übernahm Verantwortung) zwei von vier Dreiern in den Korb unterbrachte. Aber auch Alessandro Verga streute zwei „Bomben“, wie im Süden die Dreipunktewürfe genannt werden, ein – und der Favorit aus Boncourt sah, wie sein Rückstand sukzessive anwuchs.

Nach 22 Mi­nuten stand es 78:61 – durch das gutgelaunte Publikum, das jederzeit ein star­ker 6. Mann war, ging ein Raunen. Justin Mitchell, vor drei Woche noch als 9. Mann auf die Bank „straf­versetzt“, war der Equipe ein vifer, quirliger Spielmacher. Und avancierte zum Topskorer. Aber alle spürten, dass dieser Vorsprung trügerisch würde, denn Boncourt hat drei starke Amerikaner, einen „Schweizer“ (Robert Zinn), der Deutscher ist und jahre­lang in der 1. Bundesliga (bei Tübingen) gespielt hat. Und die Jurassier hatten im Inside-Spiel mit zunehmender Spieldauer klare Vorteile. Auch das soll sich mit Antonio Hester ab nächster Woche ändern!

Das grosse Nervenflattern begann

Weil aber Smith einige ärgerliche Ballverluste, mit anschliessendem Foulspiel und einem technischen Foul für Reklamieren erhielt (und ausscheiden musste), Mitchel ab der 31. Mi­nute wieder vermehrt „hühnerte“, erzielte der BCB Korb um Korb. Und 80 Sekunden vor der Endsirene, beim Stand von 82:79, schien der sichere Sieg zu entschwinden. Ein Mix aus Anfeuerungen, Angst vor dem ersten Erfolg und Nervenflattern waren bei Spielern und Anhängern der Starwings spürbar. Aber mit vereinten Kräften (eindrücklich, wie bei al­len Akteuren, auch jenen drei Junioren, die das Kader komplettieren müssen, das Feuer brannte) brachten die „Wings“ den Sieg über die Runden. Es war Fuchs vergönnt, mit zwei Freiwürfen für die Entscheidung zu sorgen; die restlichen 30 Sekunden waren ein Genies­sen eines Siegesgefühles, das den Unterba­selbietern bis dato unbekannt war.

Und jetzt heisst es Warten auf Antonio Hester, der heute Sonntagabend in die Schweiz kommt. Wenn er das hält, was er bisher in Peru, Spanien, Finnland und Island ge­zeigt hat, dann dürften die Starwings nicht den letzten Erfolg gefeiert haben.

Starwings – BC Boncourt 88:80 (46:41)

Sporthalle Birsfelden. – 250 Zuschauer. – SR: Tagliabue/Mazzona/Gonçalves.

Starwings: Mitchell (24), Kostic (8), Fuchs (6), Calasan (21), Smith (10); Verga (6), Davet (10), Herrmann (3); Christmann, Fasnacht, Pausa.

Boncourt: Lewis (15), Kessler (7), Zinn (16), Bailey (25), Garrett (11); Olaniyi (6), Savon; Brugne­rotto, Landenbergue, Mputu.

Bemerkungen: Starwings ohne Streich (ver­letzt) sowie Neuzuzug Hester (trifft am Sonntagabend in Birsfelden ein). – Boncourt komplett. – Ex-Captain Joël Fuchs fällt nach 40 Sekunden verletzt aus, kehrt aber in der 24. Minute aufs Feld zu­rück. – Viertelsresultate: 23:28, 23:13 (46:41); 28:20 (74:61) und 14:19 (88:80). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 33. Garrett, 34. Smith und 39. Olaniyi (Direktausschluss) – Fouls: Starwings 21, Boncourt 20. – Zu den besten Spielern wurden Justin Mitchell und Vincent Bailey (beide USA) ge­wählt.

Der neue Hoffnungsträger heisst Antonio Hester

Die Starwings haben den US-Center Antonio Lester verpflichtet.

An diesem Samstag, anlässlich des Nordwestschweizer Derbies gegen den BC Bon­court (17.30 Uhr; Sporthalle Birsfelden) müssen die Unterbaselbieter noch ohne ihren Zuzug auskommen. Aber gegen Lugano soll der „neue Ami“ für den Um­schwung besorgt sein.

Von Georges Küng

Er wird am Sonntagabend in der Schweiz eintreffen. Er ist der neue Hoffnungsträger und soll mithelfen, dass die Niederlagen-Serie der „Wings“ (momentan neun an der Zahl) ein Ende findet. Und wer Insider und Kenner der internationalen Basketball-Szene ist, stellt er­staunt fest, dass mit Antonio Lester (27, 198cm) ein Mann in Birsfelden spielen wird, der einst in stärkeren Ligen für Furore sorgte und vor einer ganz grossen Karriere stand.

Hester wurde in Miami geboren, ist „nur“ knapp zwei Meter gross, ist aber dennoch ein In­side-Spieler, der unter den Brettern seine Vorzüge hat und als reboundstark gilt. Seine ers­ten Duftmarken setzte er in Südamerika, genauer in Peru, ab, als er beim Real Club de Lima zur Attraktion avancierte. Sicher, Peru ist kein grosses Basketball-Land, aber seine Zah­len waren beeindruckend und der „königliche Verein“ aus der peruanischen Hauptstadt das Nonplusultra in diesem Anden-Land.

In Katalonien ein „Star“

In der Saison 2014/15 heuerte Hester beim CB Tarragona an. Die Katalanen spielen in der LEB Silber, das ist die 2. Division B. Aber das Niveau ist höher als in der Nationalliga A; ei­nige Schweizer Nationalspieler haben sich in dieser Liga versucht und erhielten eine mar­ginale Spielzeit – oder wurden wieder nach Hause geschickt. Hester, ein „Hispanic“ mit gu­ten spanischen Sprachkenntnissen, avancierte umgehend zum Leistungsträger und Publi­kumsliebling. 14 Punkte und acht Rebounds pro Match, ver­bunden mit der höchsten Eva­luation aller Akteure, machten ihn zum „Star“, der das Publi­kum (weit über 1500 Zuschau­er pro Partie) entzückte. Und als er Tarragona zum Gewinn der katalanischen Liga (gegen höherklassierte Teams; ausgenommen jene der 1. Division wie Barcelona, Joventut Bada­lona, Andorra und Manresa) führte, zögerten die Klubverantwortli­chen keine Sekunde, ihm eine lukrative Vertragsverlängerung zu offerieren.

Lukrative Offerte abgelehnt

Doch Hester lehnte ab – und bekräftige gegenüber „Tarragona Radio“ am 30. Juni 2015, dass „ich meine Lauf­bahn in den USA fortsetzen möchte“. Im Hinterkopf hatte er weiterhin die NBA. Er spielte aber nur für das Profiteam der Miami Midnites (das Farmteam  der Mia­mi Heat) in der D-League, was eine Vorstufe zur glamourösen und millionenschweren NBA ist. Glaubt man Berichten von Scouts, so fehlten Antonio Lester „primär ein paar Zen­timeter, um in der NBA zu triumphieren“.

Ab auf die Insel…

So wechselte Antonio Hester im Sommer 2016 nach Europa – und wurde in Island erneut eine Art „Volksheld“. Im Gegensatz zu den allermeisten seiner Berufskollegen, welche pro Saison in zwei oder drei Ländern spielten (und auf steter Wanderschaft sind), spielt(e) Hester zwei Spielzeiten lang für Dindastoll Sauoarkrokur (der Topklub in Island) – die is­ländische Meisterschaft ist in etwa so stark wie die Schweizer Nationalliga A. 21 Punkte pro Spiel und neun Rebounds sind vielversprechende Zahlen – und dass der sprungge­waltige Center heuer, im Jahr 2018, zum besten Spieler, der jemals in Island gespielt hat, gewählt wurde, zeigt, dass Hester viel verspricht.

Die „Wings“, welche seit Dienstag neu von Pascal Donati geführt werden, brauchen einen Mann, der vieles kann. Er muss punkten, verteidigen, rebounden und seine Mitspieler, die seit Wochen gar lethargisch wirkten, mitreissen können. „Die Mannschaft hat sehr gut trai­niert, ich spüre, dass sie gewillt ist, die Kehrtwende zu schaffen“, so Donati im Vorfeld der Partie gegen Boncourt, in welcher die Starwings krasser Aussenseiter sind, da mit Cal­houn, Hollimon (beide zurück in die USA) und U20-Nationalspieler Luca Streich das Kader arg dezimiert ist.

Debüt gegen das „grande Lugano“?

Möglich aber, dass Hester bereits in einer Woche (Sonntag, 16.12., 16:00, Sporthalle Birsfelden), wenn der Hauptsponsor NOVARTIS freien Eintritt zum Match gegen den BC Lugano gewährt, mit von der Partie sein wird. Die Hoffnungen gehen dahingehend, dass dem Basket-Kombinat aus Birsfelden just gegen das „grande Lugano“ der Umschung gelingt.

 

Was anständig aussah, endete in einem Fiasko

Die Starwings gehen beim Meister Fribourg Olympic mit 68:106 (33:55) unter.

Acht Spiele, acht Niederlagen. Im Schweizer Cup ebenfalls ausgeschieden. Allen Be­mühungen und Bestrebungen zum Trotz fällt es schwer, kurzfristig an eine Besse­rung zu glauben.

Von Georges Küng

Es sei in aller Deutlichkeit gesagt, dass die Starwings gegen Fribourg nicht gewinnen müs­sen – und es derzeit auch nicht können. Es gab Zeiten, da waren die „Wings“ zu Hause in der Sporthalle Birsfelden der Angst­gegner des Rekord- und Schweizermeisters, der zugleich auch der Vorzeigeklub des Lan­des ist und sich heuer – nach vielen Exploits in der Qualifikationsphase – für die Champi­ons League qualifiziert hat. Und in diesem Wettbewerb  gibt FO eine gute Figur ab und zwang Venezia, vor zwei Jahren italienischer Meister und Europacup-Sieger in die Verlängerung.

Das Duell Olympic gegen die Starwings war ungleich. Und zuletzt verkam es auch resultatmässig zu einem „Massaker“, denn nach 33 Minuten stand es „nur“ 75:63 – und namentlich im dritten Viertel waren die Unterbaselbieter dem Rivalen überle­gen gewesen und hatten den Pausenrückstand sukzessive verkleinert. Ein Justin Mitchell war ein umsichter Spielmacher, streute einige feine Assists ein und seine Wurfquote war korrekt. So, wie die Starwings bei den Dreiern eine bessere Quote als die Freiburger aufwiesen.

Zuletzt war es ein Waterloo…

Aber dann setzte es im vierten Viertel innert Minuten einen 18:0-Run ab – und das Gastquintett wurde über­rannt und gewaltig durchgeschüttelt. Und statt mit einem anständigen Resultat verliess Cheftrainer Roland Pavloski und sein Team die Freiburger Heimstätte mit einem 106:68.

Es hat in jeder der neun Verlustpartien positive Momente gegeben. Kurze Phasen, wo die Baselbieter „dran“ waren, wo man viel Gutes sah. Nur – über 40 Minuten war das Kollektiv überfordert. Die Equipe lässt in der Regel in jedem Match in den ersten 20 Minuten (erste Halbzeit) bis zu 55 Punkte zu; Athletik und Physis (Explosivität, Schnellkraft, Sprungvermögen) sind kaum auszumachen. Der Cupsieger aus dem Jahre 2010 hat die schwächste Offensive – in der Regel schaffte man in den letzten Partien knapp 70 Punkte. Defensiv ist man sehr oft unterlegen – ein jeder Rivale, der sein Spiel durchzieht, wirft 90 und mehr Punkte. So lassen sich nur schwer Partien gewinnen.

Besserung ist nicht in Sicht

Während Olympic zu 26 Freiwürfen kam, standen die Birsfelder nur zehn Mal an der Frei­wurflinie. Ihr Inside-Spiel ist inexistent – man prallte an der Olympic-Defense förmlich ab. Und weil in keinem Match die vier Profispieler zusammen glänzten (in Freiburg gefielen nur Mitchell und Center Ryan Smith, der erneut 20 Punkte erzielte, während Auston Calhoun ein Schatten seiner selbst ist und Nemanja Calasan gegen die Freiburger Übermacht un­ter den Körben chancenlos war) und die Schweizer Akteure sich bemühten, sprechen die Resultate ein klare Sprache.

Fribourg Olympic – Starwings 106:68 (55:33)

Salle Saint-Léonard. – 1150 Zuschauer. – SR: Novakovic/Vitalini/Jeanmonod

Fribourg: Roberson (17), Mladjan (12), Natan Jurkovitz (15), Williamson (11), Touré (23); Gravet (5), Timberlake (2), Jaunin (6), Steinmann (13), Madiamba (2); Desponds, Thomas Jurkovitz.

Starwings: Mitchell (17), Kostic (10), Fuchs (3), Calasan (6), Smith (20); Verga, Calhoun (4), Herr­mann (2), Davet (5), Fasnacht (1), Pausa.

Bemerkungen: Fribourg ohne den US-Profi Justin Watts (Schonung/überzähliger Ausländer). – Starwings ohne Luca Streich (Bänderriss). – Viertelsresultate: 28:21, 27:12 (55:33); 14:23 (69:56) und 37:12 (106:68). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 36. Smith. – Fouls: Fribourg 19, Starwings 20. – Nationalliga-A-Debüt der beiden 16-jährigen Junioren Dennis Fasnacht und Janis Pausa.

 

Auch der Cup-Traum ist ausgeträumt

Im Schweizer Cup 1/8-Final verlieren die Starwings zuhause gegen Monthey mit 73:88 (41:44)

Mit dem ersten ernsthaften Rivalen in der K.o.-Konkurrenz war das Pokal-Abenteuer der „Wings“ am Mittwochabend beendet. Jede Partie gleicht der anderen – die Starwings geraten schnell in Rückstand, holen wieder auf und zum Schluss reicht es doch wieder nicht.

Von Georges Küng

Beginnen wir mit dem Positiven. Nachdem es nach 15 Minuten bereits 25:40 stand, folgte eine starke Reaktion und zur Pause, nach einem feinen 16:4-Run der Unterbaselbieter, schien die Partie in der Halbzeit neu lanciert – und das Momentum beim Gastgeber.

Drei Minuten des Grauens

Es war die Periode, in welcher Justin Mitchell und Auston Calhoun von ihrer „Verbannung“ auf die Ersatzbank erlöst wurden und halbwegs zeigten, warum sie ihren Lebensunterhalt mit Basketball verdienen. Aber Cheftrainer Roland Pavloski kehrte ab der 21. Minute zur „neuen“ Stammfünf zurück. Man blieb beim 45:47 noch dran, doch dann folgte der totale Filmriss. Drei Spielminuten später stand es 45:59 – Kostic, Verga, Fuchs, Calasan und Smith machten alles, was man tun sollte, aber nicht mehr. Es gab keine Reaktion – man ergab sich dem Schicksal. Danach war der Cupmatch „gegessen“, zeitweise lagen die Walliser mit 22 Punkten in Führung und ab und zu gab es eine dezente Resultatmaku­latur. Die Frage nach dem Sieger war längst beant­wortet.

Ein Riese mit Schuhgrösse 54

Monthey hat Qualitäten. Vor allem zuhause im Wallis, wenn das Publikum „heiss“ läuft. Am Mitt­wochabend war es jedoch nur eine Pflichtaufgabe für den BBCM. Denn mit Joël Wright fehlte ein starker Profispieler, der Jamaiker ist derzeit „out of work“. Mikaël Maruotto (28, 200cm), der smarte Franzose mit Schweizer Lizenz, hatte gegen Meister Fribourg Olympic vor vier Tagen noch 21 Punkte erzielt. Gegen die „Wings“ kam der Topskorer erst als 9. (!) Mann ins Spiel – und landete drei Minuten später auf dem Fuss seines Mitspielers Kenneth Rease. Der US-Center der Walliser wird vermutlich 3 – 6 Wochen ausfallen.

Mann der Partie war ein 22-jähriger Jüngling namens Boris Mbala. Der Romand durchlief die Olympic-Nachwuchsakademie, einen Platz im Meister-Ensemble von Fribourg bekam er nicht. So spielt er nun in Monthey – gegen die Wings hatte er bis zur 35. Minute eine 100-prozentige Wurfquote; „es machte Spass, weil uns der Gegner gewähren liess“, so Mbala zum Lokalradio, das weiterhin live kommentiert.

„Double-Double“ für Smith

Ryan Smith spielte korrekt (zumindest punktemässig) und holte sich stolze 15 Rebounds. Das persönliche Double-Double zeigt, dass Smith von Woche zu Woche besser wird. Aber einen Match „reissen“ wird der 211-Zentimeter-Mann vorläufig noch nicht. Zu sehr ist er von seinen Mitspielern abhängig. Auch ein Auston Calhoun ist immer noch ein Schatten seiner selbst – und dennoch bleiben Fragen zu­rück, wenn zwei der vier Berufsspieler in der Hierarchie weit nach hinten gerutscht sind.

Am Samstag in Freiburg beim Champions-League-Teilnehmer Olympic und eine Woche später in Monthey (Meisterschaft) wird es erneut sehr schwer werden.

Starwings – BBC Monthey 73:88 (41:44)

Sporthalle Birsfelden. – 100 Zuschauer. – SR: Marmy/Curty/Gonçalves.

Starwings: Kostic (5), Verga, Fuchs (8), Calasan (12), Smith (20); Davet (2), Calhoun (11), Herr­mann (7), Mitchell (8), Christmann.

Monthey: Solioz, Mbala (23), Cochran (17), Monteiro (4), Frease (20); Reid (16), Bavcevic (3), Maza (5), Maruotto, Fritschi.

Bemerkungen: Starwings ohne Streich (verletzt). – Monthey ohne den Jamaikaner Wright (verletzt). – Viertelsresultate: 16:25, 25:19 (41:44); 11:24 (52:68) und 21:20 (73:88). – 13. Maruotto fällt mit ei­ner Bänderverletzung aus. – Fouls: Starwings 13, Monthey 13. – Zu den besten Spielern wurden Ryan Smith und Boris Mbala gewählt.

Sachte auf dem Weg der Besserung

Die Starwings verlieren gegen SAM Massagno knapp mit 68:74 (27:38).

Ein verbesserter Auftritt reichte (noch?) nicht aus, um die 7. Niederlage in Folge zu verhindern. Trotzdem waren Aspekte vorhanden, welche für die Zukunft eine gewis­se Besserung versprechen.

Von Georges Küng

Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski hatte im vierten Heimspiel einige markante (Ver-)änderungen vorgenommen und „damit Zeichen setzen wollen“. Justin Mitchell, der ameri­kanische Profispieler, war nicht Spielmacher und Aufbauer, sondern kam als neunter (und letzter) Mann aufs Feld. Und seine Leistung war mehr als durchzogen. Zwei Punkte aus Freiwürfen – diese traurige Bilanz ist schwach! Auch Auston Calhoun sass vorerst auf der Bank, erzielte erst in der 29. Minute sei­nen ersten Korb – und zeigte ansatzweise im Schlussviertel, warum er einst einer der bes­ten US-Spieler in der Schweiz gewesen war. Calhoun hat ein Riesenpo­tenzial, kann fast auf allen Positionen spielen – doch die Physis, verbunden mit Explosivi­tät und Schnelligk­eit, gehen ihm ab. Dennoch, ein Mann mit seinen Fähigkeiten, die er ausspielen kann, würde den „Wings“ sehr viel helfen.

Drei Birsfelder in der Anfangsfünf

Im Stammquintett agierten gleich drei Eigengewächse (Branislav Kostic, Alessandro Verga und Joël Fuchs). Bei den Luganesi waren es ein Italiener (mit Schweizer Lizenz), ein Mon­tenegriner, ein Senegalese (gilt als Schweizer…), ein Amerikaner und ein Slowene. Dieser Mann namens Uros Slokar war einst eine Grösse, wurde 2005 von den Toronto Raptors für die NBA gedraftet, spielte 2013 bei Alba Berlin und mehr als sechs Jahre in der ersten spanischen Division. Er kehrte auf diese Saison hin, nach einer zweijährigen Pause, in den Wettkampf zurück. In Birsfelden ist er nur noch sehr lang (211 Zentimeter), agiert älter als es seine 35 Jahre sind – und erzielte zu Beginn einen (Gratis-)Korb. Dann ward er nicht mehr gesehen – und war wahrlich ein Ärgernis für die SAM, während sein Antipode Ryan Smith (gleich gross, aber 12 Jahre jünger) doch zehn Punkte und neun Rebounds holte. Aber auch der „Wings“-Center ist noch weit unter den notwendigen Fähigkeiten für die Nationalliga A.

Viermal führten die Unterbaselbieter im ersten Viertel jeweils mit einem Punkt Vorsprung. Aber dann gerieten die Starwings in Rückstand (21:37 nach 18 Minu­ten), bevor die beste Phase der Gastgeber kam. Bis zur 24. Minute hatte man den  42:42-Gleichstand geschafft, ein feines Teilzeit-Skore von 21:5 in sechs Minuten (mit drei Schweizer Akteuren!) zeigte, dass es durchaus (kurze) Phasen gibt, in denen die Deutsch­schweizer auf Augen­höhe mit den Rivalen sind.

Dass es zuletzt dennoch nicht zum ersten Erfolg reichte, hat einige Gründe. Ein paar for­cierte Würfe, die Ge­genstösse auslösten, drei Individualisten (Slobodan Miljanic, Julew Aw und James Sin­clair), die ihre Routine ausspielten und unnötige Ballverluste (Branislav Ko­stic!) führten zu einer logischen Niederlage. Trotz der guten Wurfquote von Joël Fuchs (vier von sechs Dreiern) fehlte so einiges, um die erwartete Verlustpartie in den ersten Sai­sonsieg umwandeln zu können.

Nächste Chance ist bereits am Mittwochabend, wenn der BBC Monthey im Schweizer Cup in Birsfelden gastiert. Bekanntlich haben Cuppartie ihre eigenen Gesetze.

Starwings – SAM Massagno 68:74 (27:38)

Sporthalle Birsfelden. – 330 Zuschauer. – SR: Marmy/Pillet/Mazzoni.

Starwings: Kostic (12), Verga (3), Fuchs (12), Calasan (14), Smith (10); Calhoun (11), Davet, Mitchell (4), Herrmann (2); Christmann.

Massagno: Magnani (4), Sinclair (14), Miljanic (21), Aw (16), Slokar (2); Moore (4), Grüninger (9), Martino (4), Tutonda; Hüttenmoser, Mäusli, Strelow. 

Bemerkungen: Starwings ohne Hollimon (wegen Todesfall in die USA zurückgekehrt) und Streich (Bänderriss). – Massagno ohne ex-Nationalspieler Andjelkovic und Appavou (beide verletzt). – Viertelsresultate: 18:21, 9:17 (27:38); 19:20 (46:58) und 22:16 (68:74). – Fouls: Starwings 13, Massagno 18. – Zu den besten Spielern wurden Joël Fuchs und Jules Aw gewählt.

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