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Es bleibt viel Arbeit zu tun

Zum Saisonauftakt verlieren die Starwings in Lugano deutlich mit 73:95 (31:51)

Gegen ein solid aufspielendes Lugano, das – im Gegensatz zum Baselbieter Kombinat – eine problemlose Vorbereitungsphase durchlaufen hat, waren die „Wings“ ab der 5. Spielminute chancenlos.

Auston Calhoun - Novartis Cup

Was bis zur 5. Minute nach einem spannenden Match auf Augenhöhe aussah, verkam bis zur Pause zu einer – zumindest punktemässigen – einseigen Angelegenheit. Und dies hatte primär zwei Gründe. Starwings-Spielmacher Justin Mitchell (24), der sein erstes Profispiel überhaupt bestritt, war „neben den Schuhen“, wenn man dies salopp ausdrücken darf. Der durchaus talentierte, ballgewandte und flinke Aufbauer musste erkennen, dass europäisches Basket ein wenig anders als das „wilde“ College-Basketball ist. Und weil dem Gast nur drei Profispieler zur Verfügung standen, konnte Cheftrainer Roland Pavloski nicht rotieren und war in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt. Auch die beiden Neuzuzüger Sébastien Davet (willig, aber unkoordiniert in seinen Aktionen) und Jarrell Hollimon, der in nur neun Minuten fünf Fouls beging, mussten erkennen, dass ein Meisterschaftsspiel eine andere Dimension als (harmlose) Testpartien hat.

27 Punkte auf „einem Fuss“…

Und weil Auston Calhoun sich mit meiner schmerzhaften Fussentzündung über die 40 Minuten quälte (und doch 27 Punkte erzielte, was sein ungeheures Skorerpotenzial unterstreicht), waren die Starwings schnell auf verlorenem Posten. Immerhin konnten sie die zweiten 20 Minuten punktemässig ausgeglichen gestalten – im Wissen, dass Lugano nur noch den komfortablen Vorsprung verwalten musste und mit seinem starken 10-Mann-Kader fleissig rotierte.

In einer Woche gastiert das massiv verstärkte Riviera Vevey in der Sporthalle Birsfelden. Die Viviser fertigten SAM Massagno mit 20 Punkten ab – und man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass auch gegen die Waadtländer die Baselbieter Körbe sehr hoch hängen werden. Vor allem, wenn kein „Fels“ unter den Körben gefunden wird und Spielmacher Mitchell nicht erkennt, dass er die Equipe führen und lenken muss (und nicht wild das 1 gegen 1 forcieren, das in Lugano nie zum Korberfolg führte.

BC Lugano – Starwings 95:73 (51:31)

Istituto Elvetico. – 220 Zuschauer. – SR: Herbert/Tagliabue/Gonçalves.

Lugano: Pollard (15), Stevanovic (13), Green (23), Wilbourn (9), Berry (19); Bracelli (4), Affolter (8), Mussongo (4), Cavadini, Lukic; Barone, Medolago.

Starwings: Mitchell (3), Kostic (13), Fuchs (5), Calhoun (27), Calasan (14); Herrmann (8), Davet, Hollimon (3); Streich.

Bemerkungen: Lugano komplett. – Starwings ohne Verga (rekonvaleszent) und US-Profi Aytes (in-disponiert respektive in die USA zurückgereist). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 32. Hollimon. – Fouls: Lugano 8, Star¬wings 19. – Vier¬telsresultate: 27:19, 24:12 (51:31); 25:21 (76:52) und 19:21 (95:73).

 

Jamal Aytes spielt nicht für die Starwings

Nach dem Starwings Turnier vom 15./16. September musste festgestellt werden, dass Jamal Aytes aus medizinischen Gründen seine Aufgabe bei den Starwings nicht wird wahrnehmen können. Jamal Aytes wird kommende Saison nicht für die Starwings spielen und ist mittlerweile in die USA zurückgekehrt. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.

42. J+S Turnier mit 43 Nachwuchsteams

An diesem Wochenende ist Birsfelden das nationale Epi-Zentrum des Basketballes. Das älteste Nachwuchsturnier der Schweiz sieht über 500 Jugendliche in acht Kategorien in der Sporthalle am Start. Und am Samstagabend (19.45 Uhr) spielt der A-Ligist Starwings Basketball gegen den Nationalliga-B-Neuling BC Bären Kleinbasel.

J_S-Turnier

Was einst Mitte der 70er-Jahre, als Pionierturnier vom CVJM Birsfelden und dem Kantona­len Sportamt Baselland ins Leben gerufen, begonnen hatte, ist heute ein Stelldichein des in der Regel regionalen Nachwuchs-Basketballs. Die Birsfelder Basketballverantwortlichen der Starwings und des CVJM Birsfelden-Basketball organisieren dieses Turnier nunmehr seit 42 Jahren (!). Unterstützt wird es (finanziell) im Wesentlichen vom Sportamt Baselland durch den Swisslos Fonds, durch Mc Donald’s Basel Barfüserplatz, Novartis und Lüthi Sanitär aus Birsfelden.

Und das OK, unter der Führung der Gebrüder Michel und Pascal Donati, kann mit erfreulichen Zah­len aufwarten. Mit 43 Teams, darunter auch einer Mannschaft aus Zürich und Teams aus Lörrach (der lokale CVJM hatte stets eine enge Bindung zu Birsfelden), konnte man einen neuen Teilnehmer­rekord vermelden. Gespielt wird am Samstag und Sonntag in der Sporthalle Birsfelden – und zwar in den Kategorien U20, U17 und U15 (Jungs und Mädels) sowie U13 und U11, wo Mixed-Teams die Regel sind.

Seit dem Ende der Sommerferien sind die diversen Nachwuchs-Equipen im Training. Die neue Spiel­zeit fängt anfangs Oktober an, so dass dieses Turnier stets ein erster Indikator über den Formstand ist. Natürlich haben alle den Ehrgeiz, so viele Körbe und Punkte, und somit auch Siege, zu erzielen. Dennoch haben für sehr viele Trainer die „nackten“ Resultate nicht erste Priorität, sondern es geht darum, sich – unter Wettkampf-Bedingungen – einen Überblick zu verschaffen. Und für die Allerjüngsten ist es oft das erste Mal, das sie klubmässig Basketball spielen. Und die vielen Besucher lassen die Nervosität steigen – aber mit der ers­ten geglückten Aktion (es muss ja nicht immer ein Korberfolg sein) wissen sie, dass sie mit Bas­ketball die richtige Sportart ausgewählt haben.

Spielpläne, Modus usw findet ihr hier

Das NLA-Team bei der Fitness – aber ohne Ball

DS-Fitness

Am Montagmorgen sind die beiden US-Profis Justin Mitchell und Jamal Aytes in der Schweiz eingetroffen. Und haben abends erstmals mit ihren Teamkollegen trainiert. In der legendären Rheinparkhalle, wo „nur“ Fit­ness (einen Basketball gab es weit und breit nicht) auf dem Programm stand. Geleitet wur­de die nahrhafte Einheit übrigens von Dominic Stark (37) – der frühere Nationalspieler und Eigengewächs des CVJM Birsfelden-Basketball, ist ein ausgewiesener, diplomierter Fit­ness-Trainer. Und der 203 Zentimeter grosse Ettinger würde wohl auch heute noch auf dem Basketballfeld starke Duftmarken setzen. Jedenfalls waren die zehn Spieler nach dem Training das, was man allgemein als „geschlaucht“ bezeichnet.

Derby-Testspiel: Starwings gegen die BC Bären Kleinbasel

In der breiten Öffentlichkeit ist ein wenig untergegangen, dass die Nordwestschweiz über einen neuen B-Ligisten verfügt. Einst war dies jahrzehnte lang die Spielklasse des CVJM Birsfelden, BC Arlesheim und auch des SC Uni Basel. Nun nimmt der „spezielle“ Kleinbasler Verein die Herausforderung „NLB“ an – und an der Spitze steht mit Niels Matter ein Mann, der lange für die Starwings gespielt hatte. Aber auch der Grossteil des Kaders (unter anderem der alt-Internationale Reto Schwaiger) haben in Arlesheim und Birsfelden das Basketball-ABC erlernt und spielten in den Nachwuchsteams der Starwings (U23 in der 1. Liga).

Die Partie findet am Samstag, 8.9., 19:45, nach dem ersten Tag des J+S-Turniers, in der Sporthalle statt. Während die „Glaibasler“ Bären bereits ein Testspiel (79:53-Niederlage beim starken und mit einem US-Profi spielenden Villars-sur-Glâne) bestritten haben, wer­den die „neuen“ Wings (nebst drei neuen Amerikanern werden auch Rückkehrer Joël Fuchs und die beiden Zuzüge Sébastien Davet und Jarrell Hollimon auflaufen) erstmals testen. Cheftrainer Roland Pavloski verfügt, erstmals während seiner Regentschaft, über ein breiteres Kader.

Joël Fuchs gibt sein Comeback

Der langjährige Captain wird nach einer „Sabbatical“-Saison wieder ak­tiv Basketball spielen. Sein „Zuzug“ ist ein starkes Zeichen und eröffnet neue Perspektiven. 

Joel Fuchs

Er ist 29 Jahre alt und 191 Zentimeter gross. Er spielt seit der Saison 2008/09 für die Starwings und war seit der Spielzeit 2014/15 Teamcaptain, Integrati­ons- und Symbolfigur sowie interner Topskorer (der Schweizer Spieler). In der gesamten Nationalliga A gibt es kaum einen Akteur (ausser ex-Nationalspieler Derek Stockalper, Lugano), der ein Jahrzehnt lang das gleiche Vereinstrikot getragen hat, obwohl dem gebürtigen Zürcher Oberländer immer wieder lukra­tive Angebote aus Fribourg, Genf und dem Tessin ins Haus flatterten. Das al­les war und ist Joël Fuchs.

Dieser beschloss, zum Leidwesen der „Wings“ und Anhänger, im Sommer 2017, sich vom Wettkampfsport zurück zu ziehen. Er trainierte zwar mit dem Fanionteam stets mit, doch nur einmal – am 6. Dezember 2017, als bei den Birsfeldern die Verletztenliste länger als die Anzahl gesunder Akteure war – gab er ein Comeback. Beim „Heimspiel“ in Liestal (die Sporthalle Birsfelden war bekanntlich wegen eines Brandes für drei Monate geschlossen) kam Fuchs nach sieben Minuten als 6. Mann zum Einsatz – und spielte gleich durch. Sieben Punkte trugen auch zum wichtigen 92:82-Erfolg über den Ta­bellenletzten bei. Doch es blieb bei diesem einmaligen Comeback, auch wenn Cheftrainer Roland Pavloski hoffte, sein ex-Captain möge in den nächs­ten Wochen spielen. „Die Erfahrung, Vielseitigkeit und Wurfstärke von Joël ist unbezahlbar“, so Pavloski. Aber der smarte Flügelspieler blieb konsequent.

Jetzt hat sich Joël Fuchs entschlossen, wieder für die Starwings zu spielen. Er wird der Mannschaft, auf der Position 2 oder 3, viel bringen kön­nen und den jüngeren Teamspielern helfen, in der Nationalliga A schneller Fuss zu fassen. Zeitweise war Fuchs auch Nachwuchstrainer bei den Star­wings. Er wird aber mit Nemanja Calasan und Auston Calhoun auf zwei Profi­spieler treffen, die den Betrieb in der höchsten Spielklasse seit Jahren bestens ken­nen. Und mit diesem „Zuzug“, der keiner ist, aber eine immense Verstärkung bedeutet, verfügen die Starwings über ein Kader, das doch aus zehn Senio­ren und vier Nachwuchsleuten besteht. Erstmals in 14 Jahren verfügt das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat über ein derart ausgeglichenes, breites Ka­der, welches dem Trainer einige Alternativen und Optionen offen lässt.

Das (neue) Gerüst der Starwings steht

Einen Monat vor Trainingsauftakt zur neuen Basketball-Saison 2018/19 können die Starwings eine Mannschaft präsentieren, welche breiter und stärker ist und dem Cheftrainer Roland Pavloski mehr Optionen bietet.

Nemanja Calasan
Bezüglich den ausländischen Profispielern wurde Nemanja Calasan (34), der sich auch als Nachwuchstrainer (bei der U17) engagiert, behalten. Der Serbe ist Routinier, ruhender Pol sowie Integrations- und Symbolfigur der Birsfelder Elite-Basketballer. Und hat seinen Le­bensmittelpunkt längst in der Schweiz. Der Center ist primär Student und an der Universi­tät Basel immatrikuliert, mit einer Jurassierin verheiratet und hofft, die superben Statistiken der letzten Saison (17 Punkte und zehn Rebounds) zu wiederholen.

Auston Calhoun
Mit Auston Calhoun konnte ein spektakulärer Spieler und Skorer verpflichtet werden. Der viel­seitig einsetzbare US-Profi hat in der Schweiz, bei SAM Massagno und in diesem Frühjahr in Boncourt, starke Duftmarken gesetzt. In den Playoffs erzielte er mit den Jurassiern gegen Ti­telkandidat Lugano schon mal 32 Punkte.

Unbekannt und erstmals in Europa sind die beiden «Rookies» Jamal Aytes und Justin Mit­chell. Letzter ist vorbelastet, denn sein Onkel ist kein Geringerer als Vernard Hollins, wel­cher in der Saison 2009/10 die Trouvaille der «Wings» war und diese zum historischen Cupsieg am 10. April 2010 führte. Aytes, wiewohl nur knapp zwei Meter gross, ist ein ex­plosiver Insidespieler, der einen guten Zug zum Korb hat.

Nebst dem zuverlässigen Trio Branislav Kostic, Alessandro Verga (beides Eigengewächse) und Alexis Herr­mann, der in seine dritte Saison mit den Starwings geht, hofft man auch, dass der 19-jährige Luca Streich weitere Fortschritte macht und die etablierten «Grossen» (Aytes, Calhoun) Verschnaufpausen geben kann. Ebenfalls in den Startlöchern zur ersten Mannschaft stehen der erst 17-jährige Jules Christmann, welcher bei den letztjährigen 1. Liga Playoffs im Schnitt 30.5 Punkte scorte sowie das «Passgeber-Talent» Aleksa Pavlovic (19), der in der 1. Liga Vorrunde zu den 4 besten 3-Punkte-Werfern gehörte. Unklar ist noch, ob Augusto Carrara während der Rekrutenschule die Möglichkeit erhalten wird, ebenfalls mit dem NLA-Team zu trainieren.

Jules Christmann

Neu in Birsfelden sind Jarrell Hollimon (23, 201cm, ex. Lugano), sowie Sebastian Davet (21, 198 cm), der die letzten vier Jahre an einer High School und dann an einem College in den USA verbrachte. Davet kommt ursprünglich aus der Académie von Fribourg Olympic.

Und wie in der letzten Saison wird Pascal Donati die U23-Equipe in der 1. Liga betreuen und führen. Die meisten der 24 Spieler sind zwischen 16 und 20 Jahre jung und willens, hart an sich zu arbeiten, so dass einige durchaus in den Trainingsbetrieb der Nationalliga-A-Equipe integriert werden können. Ob es zu Einsatzminuten in der höchsten Liga reichen wird, hängt vom laufenden Fortschritt ab. Tatsache ist aber, dass die Starwings weiterhin ihrer Philosophie, konsequent den Nachwuchs zu fördern und ihn sachte ans höchstmögli­che Niveau zu führen, treu bleiben werden.

Aktuelles Kader der Starwings Nationalliga A:

Jamal Aytes (USA, 24, 198 cm), Nemanja Calasan (Serbien, 34, 204 cm), Auston Calhoun (USA, 28, 201 cm), Sébastien Davet (CH, 21, 198 cm), Alexis Herrmann (CH, 26, 178 cm), Jarell Hollimon (USA-CH, 23, 201 cm), Branislav Kostic (CH, 24, 180 cm), Justin Mitchell (USA, 23, 194 cm), Luca Streich (CH, 19, 198 cm), Alessandro Verga (CH, 23, 191 cm)

Abgänge: Allyn Hess (Wird Mitspieler von Chris Jones in Belgien), Björn Schoo (Rücktritt), Petar Babic, Brunelle Tu­tonda und Robert Devcic.

Zuzüge: Jamal Aytes (S. Utah, NCAA), USA), Auston Calhoun (BC Boncourt), Sébastien Davet (Oklahoma Christian University, USA), Jarell Hollimon (Lugano Tigers), Justin Mitchell (Wright State University, USA).

Aktuelles Kader der Starwings U23 in der 1. Liga National:

Mehmet Acar (17, 176 cm), Edoardo Rosati (17, 183 cm), Jules Christmann (17, 187 cm), Jason Schneider (17, 188 cm), Waddah Akili (17, 190 cm), Nikola Vucelic (20, 203 cm), Darko Babic (16, 188 cm), Luan Palma (19, 176 cm), Habtamu Walser (20, 187 cm), Duane Okomor (19, 201 cm), Jannis Pausa (16, 194 cm), Jannis Ruppen (17, 194), Vladimir Vucelic (20, 183 cm), Akin Mogida (19, 188 cm), Nick Mathys (16, 184 cm), Dennis Fasnacht (16, 183 cm), Nikola Carevic (17, 194 cm), Aleksa Pavlovic (19, 186 cm), Luca Streich (19, 198 cm), Manuel Geng (20, 184 cm), Jeiser Perez (17, 194 cm), Augusto Carrara (18, 194 cm), André-Daniel Fortunato (18, 196 cm), Luan Blakaj (20, 205 cm).

Abgänge: Manuel Mekkattu, Martin Mekkattu, Michael Allemann, Nicolas de Simone, Tobia Karrer, Lukas Ljesic, Marco Magglioca, Fabio Stocker, Daniel da Costa e Silva, Vittorio Valle

Zuzüge: Mehmet Acar (Starwings U17), Edoardo Rosati (U17), Jason Schneider (BC Allschwil), Nikola Vucelic (BC Allschwil), Darko Babic (BC Allschwil), Jannis Ruppen (Liestal Basket 44), Vladimir Vucelic (BC Allschwil), Nick Mathis (U17), Dennis Fasnacht (U17), Nikola Carevic (U17), Jeiser Perez (U17), André-Daniel Fortunato (zurück aus USA), Luan Blakaj (BC Allschwil)

Derby-Sieg bei der Heim-Dernière

Die Starwings gewinnen das Basketball-Derby gegen Central Luzern klar mit 108:87 (52:37).

Was die beiden besten Deutschschweizer Basket-Teams boten, war nochmals unter­haltsame Kost, welche die Zuschauer bestens unterhielt. Dass der „Wings“-Sieg dennoch einen bitteren (Nach-)Geschmack aufwies, hatte mit dem BC Winterthur zu tun, der gegen Monthey sein Heimspiel verlor.

Calasan_Top

Um noch Chancen für die Playoffs zu haben, hätten nicht nur die „Wings“ ihre Heimpartie gegen Luzern gewinnen müssen, sondern Schlusslicht Winterthur hätte zuhause den Noch-Meister Monthey bodigen müssen. Doch bevor in der Sporthalle Birsfelden der Sprungball das Duell der beiden Erzrivalen aus Birsfelden und der Innerschweiz auslöste, wusste man, dass „Winti“ gegen die Walliser nicht gewinnen konn­te. Denn bei den Zürchern fehlten, wie vor einer Woche in Birsfelden, mit Kevin Madiamba und Jeyvi Miavivululu die beiden besten Schweizer (Auswahl) Spieler. Und neu war zudem mit Ricky Price (USA) der „Tätschmeister“ – ihr Aufbauer, Spielmacher und Topsko­rer in Personalunion – indispo­niert. Somit war der Weg für den Champion 2017 frei.

Bis zu 30 Punkte Vorsprung

Die Starwings erfüllten ihre Hausaufgaben. Sie taten dies zeitweise brillant und waren Lu­zern, das in der 1. Runde in Birsfelden noch gewonnen hatte (diese zwei Punkte fehlen jetzt schmerzlich!), klar überlegen. 12:4 nach fünf Minuten (Spielmacher Petar Babic er­zielte acht der ersten neun Baselbieter Zähler) und ein 74:50 nach 25 Minuten machten deutlich, dass über den Ausgang der Partie nie Zweifel herrschten. Vor der Partie war Center Ne­manja Calasan (34) von Patrick Furler, Mobiliar Basel, als Mobiliar Top Skorer ausgezeichnet worden – im Spiel selber blühte der serbische Center erst im dritten Viertel auf. Doch vorgängig hatten Petar Babic, Allyn Hess (beeindruckende Wurfquote) und der explosive Brunelle Tutonda für die „Musik“, in Form von Punkten, gesorgt. Zeitweise lagen die Gastgeber mit 30 Punkten in Führung.

Aber auch Branislav Kostic und Björn Schoo machten beim letzten Saison-Heimspiel einen guten Eindruck. Luzern hatte im „Wirbelwind“ Austin Chatman seine beste Waffe – der Amerikaner erzielte in den ersten 20 Minuten gleich 20 Zähler. Seine restlichen sieben Teamkollegen kamen auf 17 Punkte. Beim Gast wuss­te der 17-jährige Alexios Birboutsakis, der gleich 14 Punkte erzielte, zu gefallen.   

„Wings“ würdiger als der Meister

Erst in den drei letzten Matches dieser verflixten 13. Nationalliga-A-Spielzeit 2017/18 war das Birstaler Kombinat komplett – auch wenn die allermeisten Akteure ihre „Bobos“ mit­schleppten. Aber die feinen Erfolge in Monthey und Lausanne sowie gegen Luzern bewei­sen, dass die Unterbaselbieter „en grand complet“ zu­mindest Platz 7 und 8 erreicht hätten. Sie können diese von Pech (Brand in der Sporthalle), Verletzungen und Unbill durchsetzte Saison am kommenden Sams­tag im Wallis mit einem (unnützen) Erfolg gegen den BBC Monthey beenden. Und aufzei­gen, dass sie der würdigere Rivale in den Viertelfinal-Playoffs für den Tabellenersten und Titelkandi­daten Fribourg Olympic gewesen wären als der Meister!

Starwings – Central Luzern 108:87 (52:37)

Sporthalle Birsfelden. – 300 Zuschauer (Gratiseintritt). – SR: Hjartarson/Sani/Chalbi.

Starwings: Babic (17), Herrmann (3), Hess (21), Tutonda (13), Calasan (20); Kostic (17), Schoo (13), Verga (2), Devcic (2), Pavlovic.

Luzern:  Chatman (22), Lehmann (11), Plüss, Zoccoletti (12), Thompson (10); Kairavicius (10),  Mandic (2), Morandi (6), Birboutsakis (14).

Bemerkungen: Starwings komplett. – Luzern ohne Tomic (rekonvaleszent) und Stallkamp (abwe­send). – Viertelsresultate: 27:14, 25:23 (52:37); 35:24 (87:61) und 21:26 (108:87). – Fouls: Star­wings 24, Luzern 22. 

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