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Joël Fuchs gibt sein Comeback

Der langjährige Captain wird nach einer „Sabbatical“-Saison wieder ak­tiv Basketball spielen. Sein „Zuzug“ ist ein starkes Zeichen und eröffnet neue Perspektiven. 

Joel Fuchs

Er ist 29 Jahre alt und 191 Zentimeter gross. Er spielt seit der Saison 2008/09 für die Starwings und war seit der Spielzeit 2014/15 Teamcaptain, Integrati­ons- und Symbolfigur sowie interner Topskorer (der Schweizer Spieler). In der gesamten Nationalliga A gibt es kaum einen Akteur (ausser ex-Nationalspieler Derek Stockalper, Lugano), der ein Jahrzehnt lang das gleiche Vereinstrikot getragen hat, obwohl dem gebürtigen Zürcher Oberländer immer wieder lukra­tive Angebote aus Fribourg, Genf und dem Tessin ins Haus flatterten. Das al­les war und ist Joël Fuchs.

Dieser beschloss, zum Leidwesen der „Wings“ und Anhänger, im Sommer 2017, sich vom Wettkampfsport zurück zu ziehen. Er trainierte zwar mit dem Fanionteam stets mit, doch nur einmal – am 6. Dezember 2017, als bei den Birsfeldern die Verletztenliste länger als die Anzahl gesunder Akteure war – gab er ein Comeback. Beim „Heimspiel“ in Liestal (die Sporthalle Birsfelden war bekanntlich wegen eines Brandes für drei Monate geschlossen) kam Fuchs nach sieben Minuten als 6. Mann zum Einsatz – und spielte gleich durch. Sieben Punkte trugen auch zum wichtigen 92:82-Erfolg über den Ta­bellenletzten bei. Doch es blieb bei diesem einmaligen Comeback, auch wenn Cheftrainer Roland Pavloski hoffte, sein ex-Captain möge in den nächs­ten Wochen spielen. „Die Erfahrung, Vielseitigkeit und Wurfstärke von Joël ist unbezahlbar“, so Pavloski. Aber der smarte Flügelspieler blieb konsequent.

Jetzt hat sich Joël Fuchs entschlossen, wieder für die Starwings zu spielen. Er wird der Mannschaft, auf der Position 2 oder 3, viel bringen kön­nen und den jüngeren Teamspielern helfen, in der Nationalliga A schneller Fuss zu fassen. Zeitweise war Fuchs auch Nachwuchstrainer bei den Star­wings. Er wird aber mit Nemanja Calasan und Auston Calhoun auf zwei Profi­spieler treffen, die den Betrieb in der höchsten Spielklasse seit Jahren bestens ken­nen. Und mit diesem „Zuzug“, der keiner ist, aber eine immense Verstärkung bedeutet, verfügen die Starwings über ein Kader, das doch aus zehn Senio­ren und vier Nachwuchsleuten besteht. Erstmals in 14 Jahren verfügt das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat über ein derart ausgeglichenes, breites Ka­der, welches dem Trainer einige Alternativen und Optionen offen lässt.

Das (neue) Gerüst der Starwings steht

Einen Monat vor Trainingsauftakt zur neuen Basketball-Saison 2018/19 können die Starwings eine Mannschaft präsentieren, welche breiter und stärker ist und dem Cheftrainer Roland Pavloski mehr Optionen bietet.

Nemanja Calasan
Bezüglich den ausländischen Profispielern wurde Nemanja Calasan (34), der sich auch als Nachwuchstrainer (bei der U17) engagiert, behalten. Der Serbe ist Routinier, ruhender Pol sowie Integrations- und Symbolfigur der Birsfelder Elite-Basketballer. Und hat seinen Le­bensmittelpunkt längst in der Schweiz. Der Center ist primär Student und an der Universi­tät Basel immatrikuliert, mit einer Jurassierin verheiratet und hofft, die superben Statistiken der letzten Saison (17 Punkte und zehn Rebounds) zu wiederholen.

Auston Calhoun
Mit Auston Calhoun konnte ein spektakulärer Spieler und Skorer verpflichtet werden. Der viel­seitig einsetzbare US-Profi hat in der Schweiz, bei SAM Massagno und in diesem Frühjahr in Boncourt, starke Duftmarken gesetzt. In den Playoffs erzielte er mit den Jurassiern gegen Ti­telkandidat Lugano schon mal 32 Punkte.

Unbekannt und erstmals in Europa sind die beiden «Rookies» Jamal Aytes und Justin Mit­chell. Letzter ist vorbelastet, denn sein Onkel ist kein Geringerer als Vernard Hollins, wel­cher in der Saison 2009/10 die Trouvaille der «Wings» war und diese zum historischen Cupsieg am 10. April 2010 führte. Aytes, wiewohl nur knapp zwei Meter gross, ist ein ex­plosiver Insidespieler, der einen guten Zug zum Korb hat.

Nebst dem zuverlässigen Trio Branislav Kostic, Alessandro Verga (beides Eigengewächse) und Alexis Herr­mann, der in seine dritte Saison mit den Starwings geht, hofft man auch, dass der 19-jährige Luca Streich weitere Fortschritte macht und die etablierten «Grossen» (Aytes, Calhoun) Verschnaufpausen geben kann. Ebenfalls in den Startlöchern zur ersten Mannschaft stehen der erst 17-jährige Jules Christmann, welcher bei den letztjährigen 1. Liga Playoffs im Schnitt 30.5 Punkte scorte sowie das «Passgeber-Talent» Aleksa Pavlovic (19), der in der 1. Liga Vorrunde zu den 4 besten 3-Punkte-Werfern gehörte. Unklar ist noch, ob Augusto Carrara während der Rekrutenschule die Möglichkeit erhalten wird, ebenfalls mit dem NLA-Team zu trainieren.

Jules Christmann

Neu in Birsfelden sind Jarrell Hollimon (23, 201cm, ex. Lugano), sowie Sebastian Davet (21, 198 cm), der die letzten vier Jahre an einer High School und dann an einem College in den USA verbrachte. Davet kommt ursprünglich aus der Académie von Fribourg Olympic.

Und wie in der letzten Saison wird Pascal Donati die U23-Equipe in der 1. Liga betreuen und führen. Die meisten der 24 Spieler sind zwischen 16 und 20 Jahre jung und willens, hart an sich zu arbeiten, so dass einige durchaus in den Trainingsbetrieb der Nationalliga-A-Equipe integriert werden können. Ob es zu Einsatzminuten in der höchsten Liga reichen wird, hängt vom laufenden Fortschritt ab. Tatsache ist aber, dass die Starwings weiterhin ihrer Philosophie, konsequent den Nachwuchs zu fördern und ihn sachte ans höchstmögli­che Niveau zu führen, treu bleiben werden.

Aktuelles Kader der Starwings Nationalliga A:

Jamal Aytes (USA, 24, 198 cm), Nemanja Calasan (Serbien, 34, 204 cm), Auston Calhoun (USA, 28, 201 cm), Sébastien Davet (CH, 21, 198 cm), Alexis Herrmann (CH, 26, 178 cm), Jarell Hollimon (USA-CH, 23, 201 cm), Branislav Kostic (CH, 24, 180 cm), Justin Mitchell (USA, 23, 194 cm), Luca Streich (CH, 19, 198 cm), Alessandro Verga (CH, 23, 191 cm)

Abgänge: Allyn Hess (Wird Mitspieler von Chris Jones in Belgien), Björn Schoo (Rücktritt), Petar Babic, Brunelle Tu­tonda und Robert Devcic.

Zuzüge: Jamal Aytes (S. Utah, NCAA), USA), Auston Calhoun (BC Boncourt), Sébastien Davet (Oklahoma Christian University, USA), Jarell Hollimon (Lugano Tigers), Justin Mitchell (Wright State University, USA).

Aktuelles Kader der Starwings U23 in der 1. Liga National:

Mehmet Acar (17, 176 cm), Edoardo Rosati (17, 183 cm), Jules Christmann (17, 187 cm), Jason Schneider (17, 188 cm), Waddah Akili (17, 190 cm), Nikola Vucelic (20, 203 cm), Darko Babic (16, 188 cm), Luan Palma (19, 176 cm), Habtamu Walser (20, 187 cm), Duane Okomor (19, 201 cm), Jannis Pausa (16, 194 cm), Jannis Ruppen (17, 194), Vladimir Vucelic (20, 183 cm), Akin Mogida (19, 188 cm), Nick Mathys (16, 184 cm), Dennis Fasnacht (16, 183 cm), Nikola Carevic (17, 194 cm), Aleksa Pavlovic (19, 186 cm), Luca Streich (19, 198 cm), Manuel Geng (20, 184 cm), Jeiser Perez (17, 194 cm), Augusto Carrara (18, 194 cm), André-Daniel Fortunato (18, 196 cm), Luan Blakaj (20, 205 cm).

Abgänge: Manuel Mekkattu, Martin Mekkattu, Michael Allemann, Nicolas de Simone, Tobia Karrer, Lukas Ljesic, Marco Magglioca, Fabio Stocker, Daniel da Costa e Silva, Vittorio Valle

Zuzüge: Mehmet Acar (Starwings U17), Edoardo Rosati (U17), Jason Schneider (BC Allschwil), Nikola Vucelic (BC Allschwil), Darko Babic (BC Allschwil), Jannis Ruppen (Liestal Basket 44), Vladimir Vucelic (BC Allschwil), Nick Mathis (U17), Dennis Fasnacht (U17), Nikola Carevic (U17), Jeiser Perez (U17), André-Daniel Fortunato (zurück aus USA), Luan Blakaj (BC Allschwil)

Derby-Sieg bei der Heim-Dernière

Die Starwings gewinnen das Basketball-Derby gegen Central Luzern klar mit 108:87 (52:37).

Was die beiden besten Deutschschweizer Basket-Teams boten, war nochmals unter­haltsame Kost, welche die Zuschauer bestens unterhielt. Dass der „Wings“-Sieg dennoch einen bitteren (Nach-)Geschmack aufwies, hatte mit dem BC Winterthur zu tun, der gegen Monthey sein Heimspiel verlor.

Calasan_Top

Um noch Chancen für die Playoffs zu haben, hätten nicht nur die „Wings“ ihre Heimpartie gegen Luzern gewinnen müssen, sondern Schlusslicht Winterthur hätte zuhause den Noch-Meister Monthey bodigen müssen. Doch bevor in der Sporthalle Birsfelden der Sprungball das Duell der beiden Erzrivalen aus Birsfelden und der Innerschweiz auslöste, wusste man, dass „Winti“ gegen die Walliser nicht gewinnen konn­te. Denn bei den Zürchern fehlten, wie vor einer Woche in Birsfelden, mit Kevin Madiamba und Jeyvi Miavivululu die beiden besten Schweizer (Auswahl) Spieler. Und neu war zudem mit Ricky Price (USA) der „Tätschmeister“ – ihr Aufbauer, Spielmacher und Topsko­rer in Personalunion – indispo­niert. Somit war der Weg für den Champion 2017 frei.

Bis zu 30 Punkte Vorsprung

Die Starwings erfüllten ihre Hausaufgaben. Sie taten dies zeitweise brillant und waren Lu­zern, das in der 1. Runde in Birsfelden noch gewonnen hatte (diese zwei Punkte fehlen jetzt schmerzlich!), klar überlegen. 12:4 nach fünf Minuten (Spielmacher Petar Babic er­zielte acht der ersten neun Baselbieter Zähler) und ein 74:50 nach 25 Minuten machten deutlich, dass über den Ausgang der Partie nie Zweifel herrschten. Vor der Partie war Center Ne­manja Calasan (34) von Patrick Furler, Mobiliar Basel, als Mobiliar Top Skorer ausgezeichnet worden – im Spiel selber blühte der serbische Center erst im dritten Viertel auf. Doch vorgängig hatten Petar Babic, Allyn Hess (beeindruckende Wurfquote) und der explosive Brunelle Tutonda für die „Musik“, in Form von Punkten, gesorgt. Zeitweise lagen die Gastgeber mit 30 Punkten in Führung.

Aber auch Branislav Kostic und Björn Schoo machten beim letzten Saison-Heimspiel einen guten Eindruck. Luzern hatte im „Wirbelwind“ Austin Chatman seine beste Waffe – der Amerikaner erzielte in den ersten 20 Minuten gleich 20 Zähler. Seine restlichen sieben Teamkollegen kamen auf 17 Punkte. Beim Gast wuss­te der 17-jährige Alexios Birboutsakis, der gleich 14 Punkte erzielte, zu gefallen.   

„Wings“ würdiger als der Meister

Erst in den drei letzten Matches dieser verflixten 13. Nationalliga-A-Spielzeit 2017/18 war das Birstaler Kombinat komplett – auch wenn die allermeisten Akteure ihre „Bobos“ mit­schleppten. Aber die feinen Erfolge in Monthey und Lausanne sowie gegen Luzern bewei­sen, dass die Unterbaselbieter „en grand complet“ zu­mindest Platz 7 und 8 erreicht hätten. Sie können diese von Pech (Brand in der Sporthalle), Verletzungen und Unbill durchsetzte Saison am kommenden Sams­tag im Wallis mit einem (unnützen) Erfolg gegen den BBC Monthey beenden. Und aufzei­gen, dass sie der würdigere Rivale in den Viertelfinal-Playoffs für den Tabellenersten und Titelkandi­daten Fribourg Olympic gewesen wären als der Meister!

Starwings – Central Luzern 108:87 (52:37)

Sporthalle Birsfelden. – 300 Zuschauer (Gratiseintritt). – SR: Hjartarson/Sani/Chalbi.

Starwings: Babic (17), Herrmann (3), Hess (21), Tutonda (13), Calasan (20); Kostic (17), Schoo (13), Verga (2), Devcic (2), Pavlovic.

Luzern:  Chatman (22), Lehmann (11), Plüss, Zoccoletti (12), Thompson (10); Kairavicius (10),  Mandic (2), Morandi (6), Birboutsakis (14).

Bemerkungen: Starwings komplett. – Luzern ohne Tomic (rekonvaleszent) und Stallkamp (abwe­send). – Viertelsresultate: 27:14, 25:23 (52:37); 35:24 (87:61) und 21:26 (108:87). – Fouls: Star­wings 24, Luzern 22. 

Mit Willensleistung zum Sieg

Die Starwings gewinnen das Deutschschweizer Derby gegen Winterthur mit 86:83 (37:42).

Zumindest spannend, in der Schlussphase sogar dramatisch, war der Vergleich zwi­schen Baselbietern und Zürchern. Mit dem knappen Erfolg wahren sich die „Wings“ die minime Chance, doch noch die Playoffs erreichen zu können.

Von Georges Küng

Es verbleiben noch zwei Matches in dieser dritten, einfachen Runde. Wenn die Mannschaft von Cheftrainer Roland Pavloski doch noch Rang 8, und somit den letzten Playoff-Platz, erreichen möchte, müssen drei Dinge passieren. In einer Woche muss das Birstaler Kombinat zuhause das Prestige-Derby gegen Central Luzern gewinnen. Und der Schwei­zer Meister Monthey muss in Winterthur (das eine Saisonbilanz von zwei Siegen und 23 Niederlagen hat…) verlieren. Dann käme es am 14. April zur „Finalissima“ im Wallis, wenn sich Monthey und die Starwings gegenüber stehen. Die Gäste müssten siegen, würden punktemässig zum entthronten Champion aufschliessen und wegen den Direktbegegnun­gen (2:1-Siege für die Birsfelder) doch noch Unterschlupf in die „Top-8“ finden. Das sind viele Eventualitäten… lassen wir uns überraschen!

Von Anfang an fanden die Gastgeber nicht ins Spiel. Der Gast war, obwohl er auf dem Pa­pier über ein 15-Mann-Kader verfügt, mit nur acht Akteuren in die Sporthalle gekommen. Doch die drei ausländischen Profis sowie Nicola Stevanovic (ex-Luzern) und Nationalspie­ler Leo Schittenhelm (der erst seit einem Monat sich von einer sechsmonatigen Knieverlet­zung erholt hat) spielten gut und legten zu Beginn des zweiten Viertels einen Run hin. Aus dem 21:25 wurde ein 21:37. Was in dieser Periode das einstige Deutschschweizer Aus­hängeschild, das den Romands und Tessinern das Fürchten beigebracht hatte, bot, war ein Graus. Die Wurfbilanz von zehn Prozent (einer von zehn Versuchen bei den Dreipunk­tewürfen) sprach für sich.

Starke Reaktion der „Wings“

Dann folgten aber einige flotte Minuten der Unterbaselbieter und nun waren die Winterthu­rer gänzlich von der Rolle. Und nach 18 Minuten stand es nur noch 36:40. Im dritten Vier­tel waren sich die beiden Teams, bei denen Höhen und Tiefen kunterbunt abwechselten, ebenbürtig. In der 39. Minute führte der Gastgeber erstmals (59:56). Doch der Auftakt zu den letzten zehn Minuten fiel wieder fahrig aus. Die Gäste gingen mit 59:65 in Führung – und es droh­te die zweite Saisonniederlage gegen Winterthur. Dann aber ging ein Ruck durch die Equipe – und unter der magistralen Führung und Regie von Petar Babic wurde aus dem 59:65 innert wenigen Minuten ein 69:65 (34). Die restli­chen sechs Minuten waren dramatisch – die „Wings“ konnten sich nicht entscheidend ab­setzen, der BCW nie mehr den Gleichstand schaffen.

Hoffnungen ruhen auf „Winti“

Während Pavloski mit Branislav Kostic und Björn Schoo, der ein starker 6. Mann war, über Alternativen auf der Bank verfügte, musste Win­terthur praktisch mit der Stammfünf durchspielen. In einer Woche hoffen alle Starwings-Anhänger, dass Winterthur komplett(er) aufspielen kann und Monthey bezwingt, damit es – bei einem „Wings“-Erfolg über Luzern – zum finalen Countdown in Wallis kommt.  

Starwings – BC Winterthur 86:83 (37:42)

Sporthalle Birsfelden. – 265 Zuschauer. – SR: Tagliabue/Emery/Bovard.

Starwings: Babic (28), Herrmann, Hess (17), Tutonda (7), Calasan (12); Kostic (8), Schoo (13), Verga (1), Devcic; Christmann.

Winterthur: Price (17), Stevanovic (14), Schittenhelm (8), Copeland (22), Painter (22); Hulliger, Kangsen, Ramirez; Oppliger, Ramm.

Bemerkungen: Starwings komplett. – Winterthur ohne Marchand (verletzt), Miavivululu (rekonvales­zent) sowie Grédy und Madiamba (beide abwesend). – Viertelsresultate: 21:25, 16:17 (37:42); 22:17 (59:59) und 27:24 (86:83). – Fouls: Starwings 15, Winterthur 14.

Aufholjagd wurde nicht belohnt

Die Starwings verlieren gegen Vevey 77:83 (30:54)

Bereits nach dem ersten von fünf Spielen der 3. Runde muss man ernüchtert kon­statieren, dass die angestrebten Playoffs für das Birstaler Kombinat mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Wunsch­traum bleiben werden. 

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Wer geglaubt hatte, dass der Auswärtssieg beim Schweizer Meister Monthey den „Wings“ für den dritten Teil der Meisterschaft mehr Stabilität und Zuversicht gegeben hatte, Rang 8 doch noch zu erreichen, sah sich getäuscht. Und enttäuscht. Denn gegen den Aufsteiger Vevey, der in den letzten Wochen nochmals tüchtig gewirbelt hatte (Neutrainer Dragan An­drijevic brachte gleich den 212 Zentimeter grossen Sohnemann Aleksandar und den superben Spielmacher Jagos Matijasevic mit), stand nicht jener Rivale auf dem Feld, der während den ersten 18 Meisterschaftspartien gleich 17 Niederlagen kassiert hatte.

Und weil diese 13. Nationalliga-A-Saison in jeder Hinsicht verseucht ist, verletzte sich im Abschlusstraining der 213 Zentimeter grosse Björn Schoo am Fuss und konnte tagsdarauf nur marginal mitspielen – oder eben mithinken. Und weil Aufbauer und Spielmacher Petar Babic wieder einmal einen ganz schwachen Tag eingezogen hatte, lagen die Baselbieter bereits zur Pause hoffnungslos im Rückstand. Vor allem das zweiten Viertel, das mit 30:12 (!) an die Viviser ging, war aus lokaler Sicht ein absoluter Graus.

Starke Reaktion nach der Pause 

In den zweiten 20 Minuten jedoch, mit dem Mute der Verzweiflung, startete die Equipe von Trainer Roland Pavloski eine beeindruckende Aufholjagd. Es waren primär Nemanja Ca­lasan und Allyn Hess, welche – mit Hilfe von Brunelle Tutonda und Branislav Kostic (das einzige Eigengewächs, das in dieser Saison ein sicherer Wert war) – Punkt um Punkt auf­holten. Und 56 Sekunden vor der Endsirene, beim Stand von 71:75, schien ein erneutes Wunder möglich zu sein. Aber Vevey, in dessen Reihen mit den Louissaint-Brüdern drei Spieler aus dem Umfeld der Nationalmannschaft spielen, brachte den Erfolg dank Nerven­stärke und Kollektiv über die Zeit. Die Welschen konnten als 8. Mann den senegalesi­schen Internationalen Mansour Kassé (25, 208cm), welcher in der letzten Saison in der spanischen LEB-Liga (2. Division) „gerockt“ hatte, einsetzen. Neunter Mann ist der eigent­liche Königstransfer Vincent Gaillard (25, 204cm), der auf eine verkorkste, von Verletzun­gen geprägte Saison zurückblick, einst jedoch in der Stammfünf der Schweizer National­mannschaft auflief. Von diesen Zuständen sind die Starwings leider weit entfernt.

Starwings – Riviera Vevey 77:83 (30:54)

Sporthalle Birsfelden. – 200 Zuschauer. – SR: Marmy/Mazzoni/Chalbi.

Starwings: Babic (2), Kostic (12), Hess (26), Tutonda (15), Calasan (20); Schoo (2), Herrmann; Devcic, Chrismann.

Vevey: Matijasevic (23), Bonga (10), Gardner Louissaint (4), N’Diaye (11), Andrejevic (9); Steeve Louissaint (12), Axel Louissaint (6), Kassé (5), Gaillard, Kübler (3); Pessoa, Rajic.

Bemerkungen: Es fehlten bei den Starwings Streich (krank), Riviera komplett. – Viertelsresultate: 18:24, 12:30 (30:54); 20:13 (50:67) und 27:16 (77:83). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 32. Babic und 37. Andrejevic. – Fouls: Starwings 20, Vevey 21.

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