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Starwings Termine
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Starwings Termine

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Ein Spiel-Nachmittag in der legendären „Rhyparkhalle“

In der Romandie und im Tessin gilt sie als Legende. Und ihre Anzeigetafel war einst die modernste Skoretafel der Schweiz. Die Rede ist von der im April 1969 eröffneten Rheinparkhalle, welche am letzten Samstag ein (Basket-)Revival erlebte.

Rheinpark_U20

Der Verfasser ist emotional befangen. Denn zwei Wochen vor der Eröffnung der „Rhypark­halle“ zog er als Achtjähriger mit den Eltern von Schaffhausen nach Birsfelden. Und lebt seitdem in „Blätzbums“ – und mit einem siebenjährigen im Dorfzentrum weiterhin (oder wieder) an der Rheinparkstrasse 4. Und der Chronist weiss noch, wie die damals grosse, moderne Halle mit einem Europacup-Spiel im Volleyball, zwischen dem Schweizer Serien­meister Uni Ba­sel (19 Titel in Serie von 1964 bis 1983!) und CSKA Moskau (Frauen) ein­geweiht wurde. Vorgängig hatte der damals grosse CVJM Birsfelden (der wenig später erstmals den Cupfinal gewinnen sollte) ein Demonstrationsspiel gegen den B-Ligisten Uni Basel bestritten.

In den kommenden knapp 20 Jahren hat meine Wenigkeit viele Stunden, vor allem Sams­tagnachmittage in dieser Halle verbracht. Kaum eine Birsfelderin und ein Birsfelder, der nicht einmal an einem der „Cevi“-Matches vor Ort war. Jene legendären 70er-, vor allem 80er-Jahre, als die CVJM-Basketballerinnen fünf Jahre lang ungeschlagen in dieser mythi­schen Halle blieben. Die bei Marie-José Fernandez, die grosse Dame im nationialen Frauen-Basketball, „schon Bauchweh auslöste, wenn ich nur daran denken musste, in die­se Halle spielen zu müssen“, so die Romande mit spanischen Wurzeln. Egal, ob mit Nyon, Pully, Cossonay oder Lausanne – es setzte immer Niederlagen gegen den Serienmeister der Trainer Robert und später Fritz Hänger ab. Die Frauen spielten immer um 15.30 Uhr, bevor um 17.30 Uhr die Männer (Nationalliga B) ihre Partien bestritten.

Mit dem Aufstieg 1987 in die Nationalliga A (Männer) war die Rheinparkhalle für nationale Partien „gestorben“. Es folgten Matches in Muttenz (Kriegackerhalle), in Pratteln (Kultur- und Sportzentrum), einmal sogar in Frenkendorf und in der Stadt. Die weitere Entwicklung zu den Starwings mit der Sporthalle ist bekannt.

Dass der Mensch gegenüber Naturereignissen, aller Computerisierung, Digitalisierung und Technologie zum Trotz, hilflos gegenüber steht, mussten die Birsfelder Familie vor zwei Wochen schmerzhaft erfahren. Ein Blitzeinschlag, später ein Brand haben dazu geführt, dass die Sporthalle derzeit nicht mehr spielbar ist.

Und so kam es, dass am letzten Samstagnachmittag drei Juniorenspiele, davon zwei auf Inter-Stufe, in die legendäre „Rhyparkhalle“ verlegt werden mussten. Es war für den Schreibenden ein komisches Gefühl, erstmals in diesem Jahrtausend bewusst in diese Halle, wo er Tausende von Stunden verbracht (als Basket-Anhänger und Journalist) hat, zu gehen. Alles war irgendwie gleich – die schwere Eingangstüre, das Foyer, die Halle…

Dass die grosse Anzeigetafel nicht ging, irritierte mich. Nach jedem Korb guckte ich automatisch hoch – und erst dann ging der Blick auf die Anzeige beim Offiziel­lentisch. Aber sonst war es ein Revival aus der Kindheit und Jugendzeit, als der „Cevi“ manch Partie wegen der Heimstärke, und mit dem Support eines lautstarken Publikums, zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Ein 6. Mann, der in letzter Zeit nicht mehr so zahl­reich und aktiv in die Sporthalle pilgert…

Es fiel auf, dass die Körbe weiterhin „weich“ sind und viele Abpraller, welche in einer ande­ren Halle abprallen würden, irgendwie in den Korb tropfen. Drei Spiele, welche aufzeigten, dass das Kapital des Birsfelder Basketballes (respektive der „Wings“), weiterhin beim Nachwuchs liegt. Und man sah Leute, die schon damals in der Halle standen – wir nennen hier einen Pascal Donati, der sich ob der klaren Leistungssteigerung seiner U20-Equipe erfreuen konnte. Auch wenn es nicht mehr zum Sieg reichte.

Nemanja Calasan, der charismatische, engagierte Center der Nationalliga-A-Mannschaft, coachte im dritten Spiel die U17 zu einem Sieg – und wäre er 25 Jahre älter, hätte er sel­ber in dieser Rheinparkhalle gespielt. Möglich, dass seine Freiwurfquote besser gewesen wäre. Diese spitze Anmerkung sei erlaubt – manch Aktiver, egal ob aus Birsfelden oder der Restschweiz, meinte, dass man den Ball einfach Richtung Brett und Korbrand werfen müsse, damit er ins Netz fällt. Tja, das ist nur eine von vielen, vielen Legenden, die es um die „Rhyparkhalle“ gibt. Ältere Semester werden mit Wehmut an jene Birsfelder Basket­ball-Zeiten zurückdenken…

Resultate 

Starwings U15 (Regional) – SC Uni Basel Basket U15  59:47 (33:26)

Starwings U20 (Inter) – Grasshoppers Club Zürich U20  61:73 (25:47)

Starwings U17 (Inter) – BC Alte Kanti Aarau U17  55:38 (28:18)

Das NLA-Team war aufgrund der Nati-Pause spielfrei. Das nächste Spiel findet kommenden Sonntag auswärts in Pully stattt. Das nächste Heimspiel ist am Mittwoch, 6. Dezember 2017, 20:30, in der Sporthalle Frenkenbündten in Liestal gegen den BC Winterthur.

Zur Cup-Sensation fehlte ganz wenig

Die Starwings verlieren gegen Les Lions de Genève mit 81:89 (50:41).

Trotz einer langen Zeit vorzüglichen Darbietung gelang dem Baselbieter Basketball-Kombinat die Sensation nicht. Ein Einbruch im dritten Viertel führte dazu, dass der Favorit aus Genf den Viertelfinal im Schweizer Cup erreichte.

Von Georges Küng

Zumindest dem Papier nach war der Vergleich zwischen dem Co-Letzten der Nationalliga A und dem Tabellenzweiten vom Lac Léman eine klare Sache. Vor knapp zwei Wochen, an einem Freitagabend, hatten die „Wings“ die Meisterschaftspartie in Genf klar mit 78:100 verloren. Aber Heim- und Auswärtspartien sind im Basket zwei paar Stiefel – und selbst für ein Profiteam, wie es Les Lions de Genève sind, „ist eine Auswärtspartie unter der Woche bei einem Rivalen, der sicher unter Wert klassiert ist, kein Betriebsausflug“, hatte Genf-Trainer Vedran Bosnic am Vortag in den Genfer Medien verkündet. Ein renommierter Trai­ner notabene, der in Schweden Kult-Status geniesst, weil der gebürtige Bosnier, mit schwedischer Staatsbürgerschaft aber, Södertälje in den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 zum Titel geführt hatte. Und auch im Europacup schlugen sich die Schweden acht­bar.

Ein brillanter Petar Babic

Petar_Babic

Was Gasttrainer Bosnic in den ersten 20 Minuten von seinen „Löwen“ sah, war nicht in sei­nem Sinne. Dies hatte aber viel mit dem Rivalen aus Birsfelden zu tun. Denn die Star­wings, nach sechs Meisterschaftsniederlagen in Folge nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzend, zeigten feinste Basketball-Kost. Meist lagen sie mit bis zu elf Punkten in Führung – zu verdan­ken hatten sie dies einem brillant aufspielenden Petar Babic. Der Spielmacher, der bis dato nicht angekommen war, bewies (endlich), warum er vor drei Jahren noch in der Euro­League auf Top-Niveau gespielt hatte. 17 Punkte in den ersten 20 Minuten waren mehr Zähler als in seinen drei letzten Matches zusammen… Und mit Brunelle Tutonda war ein zweiter Mann da, der ebenfalls zu gefallen wusste. Nicht auf Touren kam Center Nemanja Ca­lasan (34), der sich schwer gegen die physische Überlegenheit und Grösse der Genfer tat. Dass ein Rou­tinier, wie es der Serbe ist, aber nur einen (!) von sieben Freiwürfen in den Korb bringt, ist schwer zu erklären. Und schlicht ungenügend!

Nach 23 Minuten stand es immer noch 57:46 für den Gastgeber. Doch dann kam, nicht un­erwartet, der „Hammermann“. In Form eines Totaleinbruches, wie dies passiert, wenn eine Mannschaft Fehler an Fehler reiht – und der Gegner sich in einen Spielrausch spielt. Innert acht Minuten wurde aus einem 57:46 ein 59:67 (31.) – ein 2:21 (!) dürfte auf diesem Niveau eigentlich nicht passieren, aber ist dadurch er­klärbar, dass beim Birstaler Kombinat die wenigen Leistungsträger am Ende ihrer Kräfte waren, während Genf über eine breitere Bank, nebst der individuellen Klasse ihrer Schwei­zer Nationalspieler (Marko Mladjan und phasenweise von Arnaud Cotture und Roberto Ko­vac), verfügte.

Es hätte einen inspirierten Alessandro Verga gebraucht, um das Duo Babic/Tutonda punk­temässig zu entlasten. Doch der Captain war in der Offensive inexistent und in der Vertei­digung leider nur genügend. Allyn Hess verlor zu viele Bälle, der smarte Amerikaner, ein begnadeter Werfer, muss noch den definitiven Schritt vom (wilden) US-College-Basket in den europäischen Profi-Basketball vollziehen. Und Björn Schoo (37) hatte nie Zugriff zur Partie – man hätte sich vom 213 Zentimeter grossen Deutschen einiges mehr erhofft. Der vierte ins Spiel gebrachte Auslän­der von Genf, Dominique Elliott (USA), steuerte 15 Zähler bei.

Schlüsselspiel gegen Winterthur

Doch diese Niederlage ist zu verschmerzen. Der Schweizer Pokal ist eh ein Verlustge­schäft – das wissen die Starwings seit ihrem epischen Cuptriumph im Jahre 2010. Wichti­ger wird sein, am kommenden Sonntagnachmittag (16 Uhr), wiederum in der Sporthalle Birsfelden, das Duell mit dem BC Winterthur zu gewinnen. Es ist nicht nur das Deutschschweizer Derby, sondern auch der Vergleich der beiden Tabellenletzten (neben Aufsteiger Vevey). Und nur mit einem Sieg wird Rang 8 (die Playoffs) einigermassen in Sichtkontakt bleiben. Bei einer allfälligen siebten Meisterschaftsniederlage in Folge wüsste man, dass der Abstiegskampf bereits im Spätherbst Einzug gehalten hat…

Starwings – Les Lions de Genève 81:89 (50:41)

Sporthalle Birsfelden. – 115 Zuschauer. – SR: Clivaz/Balletta/Hüsler.

Starwings: Babic (26!), Verga, Hess (13), Tutonda (19), Calasan (11); Kostic (12), Schoo, Gredy.

Les Lions de Genève: Medford (6), Kovac (11), Addison (17), Mladjan (25), Cotture (7); Pythoud (5), Elliott (15), Gravet, Grüninger (3); Kuba, Kübler, Solioz.

Bemerkungen: Starwings ohne Herrmann und Devcic (beide verletzt). – Genf komplett. – Viertelsresultate: 22:20, 28:21 (50:41); 9:23 (59:64) und 22:25 (81:89). – Fouls: Starwings 13, Genf 21. – Zu den besten Spielern wurden Babic und Mladjan gewählt.

„Nur“ moralischer Sieger

Die Starwings verloren gegen den Spitzenklub Union Neuchâtel unglücklich mit 81:87 (37:40)

Trotz der fünften Niederlage in Folge wusste das Birstaler Basketball-Kombinat zu gefallen. Es hätte einen Top-Spielmacher gebraucht, um den Favoriten aus Neuen­burg in der Endphase zu bezwingen. 

Neuchâtel leistet sich den Luxus, für den bis auf weiteres gesperrten David Ramseier einen gewissen Antonio Ballard (USA), den „MvP-Spieler“ der Saison 2014/15, als dieser Lugano zum Meistertitel führte, für fünf Matches zu verpflichten. Und der Amerikaner kam als siebter Spieler aufs Feld – beim Gastgeber ist dies Alexis Herrmann, der primär kauf­männischer Angestellter ist und aus Passion Basket spielt.

Dennoch musste der Gast bis zur Endsekunde um den Sieg zittern. Denn hätte der Gast­geber einen Aufbauer/Spielmacher, wie sie ihn in der letzten Spielzeit in Chris Jones hat­ten, in seinen Reihen gehabt, so wäre der zweite Sensationssieg, nach dem 81:76-Auf­takttriumph gegen Lugano, möglich gewsen. Aber Petar Babic, der mitspielt, ohne ein Lea­der zu sein, verwarf einen Freiwurf, der den Ausgleich (81:81) bedeutet hätte. Und im nächsten Angriff verlor er den Ball – und damit war der Match endgültig verloren.

37-Jähriger war Topskorer 

Erfreulich, dass bei den „Wings“ alle eingesetzten Akteure punkteten. Brillant, was „Oldie“ Björn Schoo (37) zeigte. Und Allyn Hess, wiewohl weiterhin durch eine Fussblessur handi­capiert, deutete an, dass er ein begnadeter Distanzwerfer ist. Das Problem wird sein, dass die Rivalen ihm stets einen „Rucksack“ anhängen. Da wäre der Kroate Babic gefragt, der im falschen Moment warf (und verwarf) und – ausser einigen feinen Zuspielen – auch in der Defensive seine Antipoden kaum zu folgen vermochte. Und weil Brunelle Tutonda nicht im Vollbesitzt seiner Kräfte  ist und Babic weiterhin „steif“ spielt (blockierter Rücken und Fussbeschwerden), können die Starwings die Intensität nicht über 40 Minuten hochhalten.

In den folgenden Partien (in Boncourt, zuhause gegen Winterthur, das aber längst kein Ka­nonenfutter mehr ist, bei Aufsteiger Vevey und in Birsfelden gegen Lausanne-Pully) stehen die Unterbaselbieter unter Druck, wenn sie Rang 8 nicht gänzlich aus den Augen verlieren wollen. Denn gute Auftritte und „moralische“ Siege bringen zwar eine milde, ja berechtigt gute Kritik, aber keine Punkte ein.

Starwings – Union Neuchâtel 81:87 (37:40)

Sporthalle Birsfelden. – 225 Zuschauer. – SR: Stojcev/Tagliabue/Bovard.

Starwings: Kostic (4), Babic (6), Hess (21), Tutonda (8), Calasan (11); Verga (5), Herrmann (2), Schoo (24!); Devcic, Grédy, Streich.

Bemerkungen: Starwings komplett. – Neuchâtel ohne Nationalspieler David Ramseier (bis auf weiteres gesperrt) und Fongué (verletzt).
Viertelsresultate: 20:21, 17:19 (37:40); 24:25 (61:65)

Ein Prestige-Derby mit einigen Fragezeichen

Heute Sonntag (16 Uhr; Sporthalle Birsfelden) kommt es zum Deutsch­schweizer Basket-Derby schlechthin. Die Starwings empfangen dabei Central Luzern – und beide Teams haben gewichtige Ausfälle zu verkraf­ten.

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Ein Blick auf die Tabelle zeigt es: Die Innerschweizer sind nach drei Runden, als einziges Team, punktelos. Der Gastgeber hat, nach dem sensationellen Auftakterfolg über Lugano, zweimal – in Fribourg und bei SAM Massagno – verloren.

In der kurzen Vorbereitungsphase standen sich Unterbaselbieter und Innerschweizer zwei­mal gegenüber – und beide Vergleiche gewann Central Luzern. Dies auch, weil Spielma­cher Austin Chatmann eine Klasse für sich war. Doch der smarte Amerikaner ist derzeit nicht mehr, denn im ersten Meisterschaftsspiel verletzte sich dieser und fällt noch einige Wochen aus. Mit Nemanja Kovacevic holte Luzern sogleich Ersatz – der Serbe war in der letzten Spielzeit 2016/17 ein umsichtiger Aufbauer und sicherer Skorer bei den Luzernern. Auch Eric Thompson, ein athletischer, sprunggewaltiger Center ist angeschlagen – er fehl­te unter der Woche beim 105:54-Cupsieg der Zentralschweiz gegen den Erstligisten Phö­nix Regensdorf.

Das Lazarett beim Gastgeber ist jedoch noch länger. Es ist einfacher, jene Akteure aufzu­zählen, die nicht verletzt sind. Das waren beim 124:46-Erfolg beim Drittligisten CVJM Frauenfeld gerade mal fünf Spieler – sieben Akteure waren indisponiert. Es mutete in der Tat ein wenig seltsam an, dass Frauenfeld über zwölf Spieler verfügte, der A-Ligist dezi­miert und einem Lazarett gleich in die Ostschweiz disloziert war.

Ein einziges Lazarett

Der erhoffte Topskorer Allyn Hess (USA) laboriert an einer Bänderverletzung – der Einsatz ist mehr als fraglich. Spielmacher Petar Babic hat Rückenbeschwerden und eine Fussver­letzung – es ist ein offenes Geheimnis, dass der Kroate die Erwartungen bis dato die Er­wartungen nicht ansatzweise erfüllt hat. Sofern er spielen kann, dürfte er auf Kovacevic stossen, der bei seiner Première vor einer Woche eine glänzende Partie gezeigt hat. Fraglich wird auch Alexis Herrmann sein, der seit dem Massagno-Match Adduktoren­probleme beklagt und länger ausfallen dürfte. Last-Minute-Zuzug Brunelle Tutomba (29, 201 cm) hat, nebst einer Grippe, eine Schulterverletzung – auch hier zeichnet sich ein län­gerer Ausfall ab.

Daher dürften die Hoffnungen des Birstaler Kombinats auf das Physio-Team liegen, das Wunder vollbringen soll, um einige Leistungsträger halbwegs spieltauglich zu machen. Luzern, sofern komplett, ist jedenfalls nicht dieser „Underdog“, den man nach den ersten drei Verlustpartien vermuten könnte.

 

Dieses Fribourg war einige Nummern zu gross

Die Starwings verloren beim Rekordmeister Fribourg Olympic klar mit 65:102 (32:53)

In einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel der 2. Runde musste das Birstaler Bas­ketball-Kombinat erkennen, dass es zwischen einem Titelfavoriten und den „Wings“ grosse Differenzen gibt. 

FO-SWB

Im Sport, und somit auch im Basketball, sind nur die finalen Zahlen die Wahrheit. Und es gibt Vergleiche, da sprechen diese für sich. Das weiss auch Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski, der nach Matchende in den sozialen Media ein klares Verdikt zog: „Bittere Nie­derlage in Fribourg. Sie waren klar besser und haben verdient gewonnen. Für uns heisst es: Aufstehen, schütteln und weiter geht es!“.

Diese Sätze mögen emotional sein, rational sieht es weniger bitter aus. Die Kanternieder­lage mag brutal aussehen – sie entspricht aber nur den Möglichkeiten, welche diese bei­den Klubs trennen. Von einem gewöhnlichen City-Auto würde man ja auch nicht verlan­gen, dass es einen For­mel-1-Boliden bei einem Grand Prix bezwingt. Fribourg MUSS bes­ser sein als die Unterbaselbieter; Dusan Mlad­jan alleine kostet den Saanestädtern im Mo­nat mehr als die gesamte „Wings-“Equipe. Und man frage Murphy Burnatowski, welcher in der Saison 2015/16 für die Starwings ge­spielt hat, um wieviel sich sein Gehalt im Monat erhöht hat…

Alle hatten viel Spielzeit

Bis zur 16. Minute hielten die Gäste mit FO, wie der Renommierverein genannt wird, mit. 16:17 leuchte es da von der modernen Anzeigetafel herunter. Doch bereits nach dem 1. Viertel war „der Match gegessen“, wie der lokale Radiosender seinen Zuhörern mitteilen durfte. Der Rest war ein Freiburger Schaulaufen gegen Gäste, die immer bemüht waren. Und in allem einfach einen Tick weniger gut, oder talentiert, sind. Erfreulich, dass Trainer Pavloski alle zehn Spieler einsetzen konnte – und ein jeder kam auf mindestens zehn Mi­nuten Einsatzzeit. Negativ jedoch, dass Björn Schoo (37) in dieser Zeit mehr Fouls als Punkte schaffte. Das dürfte einem derart erfahrenen Mann nicht passieren.

Nationalspieler Natan Jurkowitz (22, 201cm), ein Olympic-Eigengewächs, holte alleine fünf Offensivrebounds – die Gäste als Kollektiv ganze vier… Die Wurfquote der Freiburger lag bei 57 Prozent, jene der Starwings bei 39 Prozent. Das sind Welten. Oder eben Klassen. Fribourg setzte alle zwölf Kaderspieler ein – über diese Breite verfügt in der Schweiz maxi­mal noch Les Lions de Genève. Und kein Akteur musste mehr als 28 Minuten auf dem Parkettboden stehen; auf diese Spielzeit kam Burnatowski, der aber im homogenen Stammquintett von Olympic der schwächste Akteur war.

Brillanter Branislav Kostic

Trotz der hohen Niederlage gab es bei den Starwings auch Lichtblicke. Branislav Kostic skorte, wie schon beim Sensationssieg gegen Lugano, grandios. Gut, der Basler kennt diese Halle, war er doch in der Spielzeit 2015/16 für eine halbe Saison in Fribourg, wobei er praktisch „nur“ für die Académie, welche in der Nationalliga B spielt, auflaufen durfte. Gut auch der Auftritt von Brunelle Tutonda, während das Profitrio doch einige Mühe (Ne­manja Calasan, Allyn Hess) bis sehr viel Schwierigkeiten (Petar Babic; Wurfquote von eins von neun ist absolut ungenügend) bekundete. Oder die Antipoden, wie der baumlange Ba­bacar Touré (Senegal, 209 cm), waren schlicht zu stark.

Und traditionell sind Auswärtsspiele unter der Woche noch eine Spur schwieriger. Somit war die Niederlage nicht bitter, sondern gänzlich normal. Und nicht weiter dramatisch. Hät­ten die Starwings erneut ein Wunder (Exploit) wie gegen Lugano geschafft, so müssten sich nach zwei Runden bereits zwei Vereine, die mit dreimal so höheren Etats schaffen, hinterfragen, warum der Goliath dem David unterlegen war. Am Donnerstagabend jeden­falls ist die Kirche im Dorf (oder Freiburger Unterstadt) geblieben… 

Fribourg Olympic – Starwings 102:65 (53:32)

Sainte-Léonard. – 800 Zuschauer. – SR: Marmy/Curty/Stojcev.

Fribourg: Timberlake (11), Mladjan (21), Burnatowski (7), Jurkowitz (16), Touré (17); Milja­nic (14), Jaunin (5), Mbala (4), Desponds (3), Schommer (4), Fosserat, Ebenda.  

Starwings: Babic (3), Kostic (21!), Hess (11), Tutonda (13), Calasan (9); Schoo (4), Herr­mann (2), Verga, Devcic (2), Grédy.

Bemerkungen: Beide Teams komplett. – Viertelsresultate: 28:19, 25:13 (53:32); 24:19 (77:51) und 25:14 (102:65). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 36. Schoo. – Fouls: Fribourg 15, Starwings 20.

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