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Feiner Erfolg im Prestige-Derby

Die Starwings siegen in Luzern spektakulär mit 109:104 (52:48)

Im dritten Vergleich der beiden Erzrivalen siegte die Mannschaft von Cheftrainer Pascal Donati zum zweiten Male und wird die schwierige Saison 2018/19 damit vor dem Widersacher aus der Innerschweizer beenden. Das wäre im Spätherbst 2018 noch keine Selbstverständlichkeit gewesen.

Von Jordi Küng

Auch wenn es ein Duell war, das für die Restsaison – in Bezug auf die Playoffs – keine Bedeutung mehr hatte, sahen die Zuschauer eine hartumkämpfte, intensive, vor allem un­terhaltsam und bis zum letzten Sirenenton spannende Partie.

Der Gastgeber bringt es immer wieder fertig, für die Vergleiche mit den „Wings“ ihren Rou­tinier Ngueyep Nana Harding (38, 202cm) – einfacher nur Nana genannt – auf die Beine zu be­kommen. Ansonsten hat der kamerunesische ex-Internationale ganz wenige Natio­nalliga-A-Partien bestritten. Und zu Beginn legte Central furios los – nach zwei Minuten stand es 10:0  später auch 16:4 (5.), doch nach dem ersten Viertel führten die Starwings mit 22:26! Der Gast hatte dabei mit einem „unkonventionellen Stammquintett“ begonnen. Wäh­rend von der Central-Bank 14 Zähler kamen, steuerten die „Bankspieler“ der Star­wings gleich deren 50 Punkte bei.

Lehmann und die Profispieler

Von Beginn an wurde klar, dass mehr Augenmerk auf die Offensive denn auf eine solide Defense gelegt wurde. Zu verübeln ist dies den beiden Aushängeschildern des alemanni­schen Basketballes nicht. Und sowohl bei Luzernern wie Unterbaselbietern gab es Expo­nente, die individuell zu brillieren vermochten. Marco Lehmann, Fast-Nationalspieler und bei Central im Denkmal-Status, erzielte zum wiederholten Male, auch gegen die Landes­grössen, gegen 30 Punkte. US-Spielmacher Derek Jackson und der senegalesische Cen­ter Ibrahima Camara waren bärenstark; ebenso stark, und eine Spur spektakulärer, war auf der Gegenseite Antonio Hester. Ein Mann, den man gerne auch in der kommenden Saison in Birsfelden sehen würde.

Routinier Nemanja Calasan (33) war omnipräsent, während sich Spielmacher Justin Mit­chell zehn feine Assists notieren lassen konnte. Und weil Joël Fuchs jetzt, zum Saisonen­de, zur Höchstform aufläuft (man hätte sich den ex-Captain im Herbst in dieser Verfassung gewünscht) und Branislav Kostic namentlich bei den Dreier (vier von sechs) brillierte, ka­men die Gäste zu einem hochverdienten Erfolg. Doch selbst 62 Sekunden vor dem letzten Sirenenton, beim Stand von 92:101, war die Partie noch nicht „gegessen“. Mit drei „Bom­ben“ (Dreiern) schaffte Central den Anschluss und erst der letzte Ball, ein Gegenstoss, den Mitchell mit einem brachialen Dunking abschloss, entschied dieses Derby.

Am Mittwoch das Verbandsderby gegen Boncourt

Damit werden die Starwings ihren Status als „beste Deutschschweizer Mannschaft“ der letzten 15 Jahren bewahren. Und dies in einem Jahr, das durch (zu) viele Fluktuationen bei den Profispielern geprägt war. Auch ein Trainerwechsel von Roland Pavloski zu Donati brachte zwar Bes­serung, aber nicht die erhoffte Playoff-Qualifikation ein.

Zum Saisonabschluss steht am Mittwochabend noch das Derby gegen den BC Boncourt auf dem Programm. Mit einem Erfolg werden die Starwings auch Lausanne Pully überholen und somit Rang 9 belegen. In Anbetracht der Umstände eine akzeptable Klas­sierung.

Swiss Central Luzern – Starwings 104:109 (48:52)

Maihof. – 275 Zuschauer. – SR: Clivaz/Stojcev/Ferroni.

Luzern: Jackson (26), Plüss (4), Lehmann (29), Zoccoletti, Camara (31); Nana (7), Safra (7), Früh; Birboutsakis, Ganic, Obim.

Starwings: Kostic (20), Herrmann (2), Davet, Hester (29), Smith (8); Calasan (20), Fuchs (17), Mit­chell (10), Verga (3); Fasnacht, Pausa, Streich.

Bemerkungen: Luzern ohne Tomic (rekonvaleszent). – Starwings komplett. – Viertelsresul­tate: 22:26, 26:26 (48:52); 23:25 (71:77) und 33:32 (104:109). – Mit fünf Fouls ausgeschie­den: 33. Zoc­coletti. – Fouls: Luzern 22, Starwings 16.

 

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