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Ein schwaches Viertel führte zur Niederlage

Die Starwings verlieren in Boncourt mit 62:74 (23:41)

Das Baselbieter Basket-Kombinat beendete die Qualifikationsphase mit einer Nie­derlage und nimmt die Zwischenrunde als Tabellenvorletzter in Angriff.

Von Jordi Küng

Erst am 8. Dezember 2018, nach dem Trainerwechsel von Roland Pavloski zu Pascal Do­nati, hatten die Starwings (nach neun Niederlagen in Folge) erstmals gewonnen. Das dankbare „Opfer“ war der BC Boncourt (88:80). Danach folgte ein kleines Zwischenhoch, das in der Zwischenzeit jedoch wieder von einem Tief verdrängt wurde.

Jurassische Sonderheiten

In Boncourt zu spielen ist schwer. Die Halle, welche im Volksmund „Le Chaudron“ (Der Dampfkessel) genannt wird, dürfte eigentlich gar nicht für Nationalliga-A-Spiele homolo­giert sein. Und in der Ajoie zu gewinnen war lange Zeit fast unmöglich. Das ist es heute nicht mehr. Denn der frühere Meister und Cupsieger, der zu Beginn des 3. Jahrtausendes die Schweiz basketballerisch international vetrat, hat viel, sehr viel Substanz verloren. Aber noch im­mer ist das Publikum zahlreich, es ist laut und hat der Equipe, und sich selber, den Titel „Red Devils“ gegeben. Aber der auf Sparflamme lodern­de Heizkessel ist heute keine Hölle mehr.

In vielen Dingen ist Boncourt ein Anachronismus – auch bezüglich des Spielermaterials. Die Jurassier verfügen über ein Stammquintett, dass praktisch durchspielen muss. Das Anfangsquinttet spielte 181 von 200 Minuten. Die drei – sehr starken – US-Profis wären auf die volle Spielzeit gekommen, wenn Center Brandon Garrett (29, 207cm) nicht in der 34. Minute mit dem 5. Fousl ausgeschieden wäre. Der Antipode heisst Ryan Smith, ist sechs Zentimeter grösser… damit belassen wir es (zwei Punkte in 22 Minuten, aber im­merhin zehn Rebounds).

Serienweise Fehlwürfe

Die „Wings“ waren im ersten Viertel auf Augenhöhe. Dann folgte der totale Einbruch – bis zur 17. Minute glückten noch ganze vier Pünktlein und zur Pause war das Nordwest­schweizer Derby entschieden. Die Birsfelder hatten von der Dreipunktelinie bis zur 20. Mi­nuten einen Wert von … Null Prozent (0 von 12 Versuchen). Zu­letzt landeten vier von 23 Dreier im Korb, der Gastgeber „zelebrierte“ ein drei von 17. Macht zusammen ein sieben von 40 Versuchen. Das sind 17 Prozent. Ein grässlicher Wert.

Vier Matches stehen noch aus. Zuhause werden die Starwings Swiss Central und Lugano empfangen und reisen nach Pully und wieder nach Boncourt. Die Playoffs sind nicht mehr möglich – es sei denn, die Baselbieter gewinnen alle vier Matches und Lugano ver­liert die vier Partien. Und dazu müssten Boncourt, Lausanne und Luzern auch noch „rich­tig“ spie­len.

BC Boncourt – Starwings 74:62 (41:23)

Salle sportive. – 850 Zuschauer. – SR: Tagliabue/Emery/Chalbi.

Boncourt: Lewis (26!), Kessler (3), Zinn (11), Bailey (19), Garrett (15); Bonga, Mputu; Brugnerotto, Landenbergue, Savon.

Starwings: Mitchell (18), Kostic (3), Fuchs (3), Hester (17), Calasan (8); Smith (2), Herrmann (7), Verga (2), Davet (2), Christmann; Pausa.

Bemerkungen: Beide Teams komplett. – Viertelsresultate: 18:15, 23:8 (41:23); 14:15 (55:38) und 19:24 (74:62). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 34. Garrett. – Fouls: Boncourt 18, Starwings 20.

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