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Zuerst dominant, dann eingebrochen

Die Starwings verloren die Nachtragspartie bei SAM Massagno mit 74:84 (45:35)

20 Minuten lang zeigten die Baselbieter feine Basket-Kost, doch nach der Pause er­folgte, wie vor vier Tagen, der totale Einbruch. Die Playoffs sind in weiter Ferne gerückt.

Wochentagsspiele unter der Woche im Tessin sind im Schweizer Basketball so ziemlich das Unangenehmste, was man als Deutschweizer Klub erleben kann. Vor allem, wenn der  Rivale über fünf Profi-Ausländer und einen Nigerianer, mit Schweizer Lizenz, verfügt, wel­che aus SAM Massagno eine Equipe machen, welche heuer dem grossen Kantonsrivalen Lugano längst den Rang abgelaufen hat. Dass der Spielmacher (James Sinclair) und be­sagterJules Aw fehlten – egal, die Südschweizer konnten von der Bank noch immer mit Zoran Krstanovic (36, 205cm) einen Mann bringen, der jahrelang in europäischen Topligen seine Klasse unter Beweis gestellt hatte. Der Serbe war als 6. Akteur jener Mann, der mit seinem Landsmann Slobodan Miljanic für die Musik, in Form von Punkten und Rebounds, sorgte. Und den Umschwung einleitete.

Perfekte Halbzeit von Kostic

In der ersten Halbzeit jedoch hatte das Birstaler Kombinat positiv überrascht und die Zuschauer verblüfft. Branislav Kostic legte eine Traum-Halbzeit hin – seine 16 Punkte stammen aus einer sagenhaften 100-prozentigen Wurfquote. Und Antonio Hester war ein starker Mitspieler, auf den sich die Tessiner aber mit Fortdauer der Spielzeit besser ein­stellten. So, wie die Gäste aus Birsfelden abbauten, so spielte sich die SAM in einen Spiel­rausch. Nach 25 Minuten stand es 50:50 – und dann zog Massagno an den Unterbaselbie­tern vorbei und bewies, warum es nach der 2. Runde wohl auf Rang 3 liegen wird.

Die Lu­ganesi hatten überall kleine, aber entscheidende Vorteile. Diese summierten sich – und war die Equipe von Starwings-Cheftrainer Pascal Donati gegen Monthey in den zweiten 20 Minuten mit 39:58 eingegagen, so endete gestern Mittwoch die zweite Halbzeit gegen die SAM mit 29:49.

SAM Massagno – Starwings 84:74 (35:45)

SE Nosedo. – 250 Zuschauer. – SR: Marmy/Stojcev/Tagliabue.

Massagno: Magnani (1), Grüninger (17), Moore (10), Miljanic (28), Slokar (5); Krstanovic (21), Mar­tino, Hüttenmoser (2); Manzan, Strelow.

Starwings: Mitchell (7), Kostic (20), Fuchs (5), Hester (19), Calasan (8); Verga (3), Smith (12), Herrmann,

Bemerkungen: Massagno ohne den US-Spielmacher Sinclair (überzähliger Profi-Ausländer), den nigerianischen Topskorer Aw (rekonvaleszent/Schonung vom Afrika-Cup) sowie Appavou und Is­hiodu (beide verletzt). – Starwings komplett. – Viertelsresultate: 16:24, 19:21 (35:45); 30:15 (65:60) und 19:14 (84:74). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 36. Smith und 38. Mitchell. – Fouls: SAM 16, Starwings 20.

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