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Abgeprallt am Sechs-Meter-Bollwerk

Defensiv solid, offensiv zu harmlos: Die Starwings verlieren zu Hause gegen Vevey mit 59:67
(Von Tobias Müller BaZ 06.10.2018)

Ryan

In den letzten Minuten wusste nicht mal mehr Nemanja Calasan, was zu tun ist. Der Center-Spieler der Starwings wollte nicht mehr schreien, nicht mehr rennen, nicht mehr werfen. Auch er hatte die Hoffnung verloren, die Gegenwehr war einfach zu gross. 37 Minuten lang lieferten sich die Starwings mit den Gästen aus Vevey einen Abnützungskampf mit viel Kampf, Taktik und wenig Spektakel. Mal führte das Heimteam, mal führten die Gäste. Doch am Schluss war der Druck von Vevey zu gross, während die Starwings einfach nicht mehr wussten, was sie noch probieren sollten – und so kippte die Partie in den letzten drei Minuten auf die Seite der Westschweizer. Am Schluss stand es 59:67 in der Sporthalle in Birsfelden. Es war die zweite Niederlage in der zweiten Saisonpartie der Starwings. Nach der vergangenen Spielzeit mit unerfüllten Zielen, unzähligen Verletzten und einer brennenden Halle war für die Verantwortlichen des Baselbieter Basketballclubs klar, dass es diese Saison nicht so weitergehen konnte. Man wolle wieder grosse Spiele gewinnen, in die Playoffs kommen, Ruhe in den Club bringen. All das, was man im letzten Jahr nicht geschafft hatte. Doch der Start zu diesem Unterfangen missriet komplett. Die erste Saisonpartie auswärts gegen Lugano ging klar verloren. Vier Tage später vermeldete der Verein, dass man den Vertrag mit dem Amerikaner Jamal Aytes aufgrund eines nicht bestandenen Medizinchecks aufgelöst habe. Und nun ging auch das erste Heimspiel verloren.

Viel harte Gegenwehr
Die Partie gegen Vevey in der Sporthalle in Birsfelden ähnelte in vielen Hinsichten dem ersten Spiel im Tessin. Die Starwings begannen gut, Aufbauer Branislav Kostic wirbelte die Vevey-Defensive schwindlig und erzielte früh wichtige Punkte. Aber wie in Lugano hielten die Baselbieter das hohe Tempo und die Präzision nur gerade ein paar Minuten durch. Danach entglitt ihnen das Geschehen, und Vevey zog davon. Das lag nicht an einer schwachen Defensive des Heimteams, sondern an einer harmlosen Offensive. Nur zwei Spieler der Starwings erzielten mehr als zehn Zähler. Joel Fuchs, Rückkehrer und sonst Präzisionsmaschine, verwandelte nur zwei seiner sieben Versuche. Und Ryan Smith, der Zuzug aus den USA, wirkte in der Angriffshälfte öfters verunsichert und verloren als stilsicher und selbstbewusst. Dank Nemanja Calasan, dem Center- Spieler mit den tätowierten Armen und der ruhigen Stimme, blieben die Starwings jedoch dran. Der Rückstand wuchs nie mehr als auf elf Punkte an. Calasan schrie, Calasan riss Räume auf, Calasan trieb seine Mitspieler an. Aber vor allem erzielte Calasan wichtige Punkte. Im Center unter dem Korb stellten sich ihm 593 Zentimeter geballte Kraft und Entschlossenheit entgegen. Aber die Vevey-Riesen Darell Vinson, Ronald March und Bijanu Kashama hatten vor allem im dritten Viertel Mühe, den Serben zu bändigen. Doch irgendwann ging die Kraft auch beim Einzelkämpfer Nemanja Calasan aus, auch er fand die Lücke im Sechs-Meter-Bollwerk irgendwann nicht mehr.

Keine einfachen Punkte
Mobi2018
Nach dem Schlusspfiff standen die Spieler der Starwings in der Mitte des Spielfelds, ratlose Gesichter, leere Blicke. Sie hatten 40 Minuten lang gekämpft, geworfen und verteidigt. Aber es reichte nicht. Trainer Roland Pavloski wollte direkt nach dem Spiel nichts sagen, auch er musste erst verdauen, was er gerade eben gesehen hatte: Eine solide Partie seiner Mannschaft in der Defensive und viel Ratlosigkeit in der Offensive. Joel Fuchs hingegen wusste schon kurz nach dem Spiel, an was es gelegen hatte. Er sagte: «Wir haben heute die einfachen Punkte nicht gemacht. Wir mussten ständig hart arbeiten, nichts wurde uns geschenkt.» Und Fuchs sagte auch: «Am Anfang der Saison ist es oft schwierig, perfekt zu harmonieren. Selten klappt nach zwei Meisterschaftsspielen schon alles, wir müssen uns zuerst noch finden.» Sie werden bei den Starwings froh sein, dass sie dafür jetzt genügend Zeit haben. Die nächste Partie findet erst in zwei Wochen statt, auswärts gegen Genf. Trainer Roland Pavloski hat 14 Tage Zeit, um Antworten zu finden.

 

 

 

Starwings–Vevey 59:67 (32:37)
Sporthalle Birsfelden. – 200 Zuschauer. – SR Marmy/Balletta/Chalbi.
Starwings: Calhoun (9), Kostic (5), Fuchs (6), Hollimon (2), Davet (5), Mitchell (12), Calasan (15), Smith (4), Herrmann (1).
Vevey: March (25), Kelly (12), Pesso (4), Kashama (5), Vannay, Fongué (6), Vinson (12), Studer (3).
Bemerkungen: Starwings ohne Verga (verletzt). Vevey ohne Ismail Conus, Yacine Conus und Sava.

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