Die Starwings verpassten die Qualifikation für den Halbfinal im Ligacup bei Vacallo mit dem letzten Wurf und verloren in einem überaus spannenden Spiel 78:80.
14 Sekunden vor dem Schluss waren die Basler beim Stande von 78:80 im Ballbesitz, aber Hollins vergab unter Druck, Hasquet schnappte sich den Rebound und verfehlte mit seinem Verzweiflungswurf aus rund 5 Metern mit der Schlusssirene den Korb deutlich. Somit trifft Vacallo im Halbfinal am Samstag in Montreux auf Lugano, das Boncourt mit 120:68 abfertigte.
«Wenn man auswärts gegen Vacallo 78 Punkte wirft, sollte dies zum Sieg reichen», sagte Starwings-Coach Patrick Koller. «Wir haben das Spiel in der Verteidigung verloren. Vacallo bestraft jeden Fehler.»
Birsfelden – Chiasso retour, das sind 586 Kilometer und eine 78:80-Niederlage im Gepäck, das ist das Tageswerk der Starwings. Es gibt sicher angenehmere Momente im Leben eines Basketballers. Doch bis zum Schweizer Cupfinal am 10. April in Fribourg gegen Vacallo bleibt den Starwings noch ein bisschen Zeit, um sich auf den Gegner optimal einzustellen. Dann allerdings wird Vacallo voraussichtlich wieder alle Mann an Bord haben.
Vacallo-Coach Rodrigo Pastore liess seine reduzierte Mannschaft gegen die Starwings praktisch während des ganzen Spiels in der Zone-Verteidigung agieren. Offenbar hat er sich vom 76:69-Sieg von Fribourg Olympic vom 30. Januar inspirieren lassen, als die ersatzgeschwächten Freiburger mit der Zone-Defense die Starwings in arge Schwierigkeiten gebracht hatten. Doch die Dreipunktespezialisten der Starwings, Brown (4 Dreier), Hollins (3), Jaquier (2), Verginella, Hasquet, Wegmann , Fuchs (je 1) sorgten dafür, dass die Basler in Chiasso dran blieben.
Vacallo weiter ersatzgeschwächt
Pastore musste weiterhin auf seine beiden Leistungsträger Nikola Dacevic und Andrja Crnogorac verzichten und spielte praktisch mit sechs Mann. Cesar Leuenberger kam nur für wenige Minuten auf das Feld und als er völlig frei den Korbleger vergab, musste er sofort wieder raus und wärmte fortan die Bank.
Bis zur 26 Minute führte keine Equipe mit mehr als fünf Punkten und als Hollins mit einem Dreipunktespiel und Brown mit einem Dreier die Starwings nach 26:39 Minuten 56:50 in Front brachten, nahm Pastore sofort ein Timeout.
Sechs Minuten vor Schluss schien dann Vacallo mit 72:64 die Vorentscheidung geschafft zu haben, doch zweimal Delic und Hollins brachten die Starwings wieder auf 72:71 heran. Gibson mit 22 Punkten, neun davon im letzten Viertel, war dann der entscheidende Mann und auch Erwin (21 Punkte) gab unter dem Korb Sloan und Delic viele Probleme auf. Zudem sorgten auch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen für Hektik und erhitzte Gemüter, doch Koller stellte klar: «Wir haben nicht wegen der Schiedsrichter verloren. Vacallo spielte viel mit Pick and Roll, das ist die grosse Waffe dieses Teams. Wir wussten keine rechte Antwort darauf und das ärgert mich.»
Vacallo – Starwings 80:78 (41:41)
(17:19), 24:22), (21:21) (18:16)
Palapenz Chiasso. – 170 Zuschauer. – SR: Bertrand/Carlini/Novakovic
Vacallo: Lukovic (10), Smiljanic (11), Gibson (22), Schneidermann (8), Erwin (21); Raga (8), Leuenberger (0). – nicht eingesetzt: Kovac, Veglio
Starwings: Jaquier (10), Brown (22), Hollins (11), Hasquet (13), Sloan (3); Wegmann (3), Delic (10), Hett (0), Verginella (3), Fuchs (3). – Nicht eingesetzt: Albrecht, Beltinger.
Bemerkungen: Vacallo ohne Dacevic und Crnogorac. – Starwings ohne McCrory (verletzt).
Ausgeschieden mit 5 Fouls: 38. Jaquier; 38:30: Delic. 39:40: Erwin .
Skoreverlauf: 5. Min: 4:8; 10“: 17:19; 15“: 30:28; 20“: 41:41; 25“: 55:56; 30“: 62:62; 35“:72:68















