Die Starwings Basket Regio Basel gewannen am Samstagabend auswärts gegen MGS Grand-Saconnex mit 94:90. Allerdings sah es lange nicht nach einem weiteren Sieg für die Starwings aus. Erst im letzten Viertel drehten die Gäste die Partie.
Zu Beginn des Spiels schienen die Baselbieter noch nicht richtig in der Westschweiz angekommen zu sein. Meyrin hinterliess in den ersten Minuten den besseren Eindruck. Zwar kamen die Starwings nach einem anfänglichen Rückstand auf 8:8 heran, dann konnte Meyrin aber wieder mit einigen Punkten in Führung gehen und gewann das erste Viertel schliesslich gleich mit 25:18. Einerseits die inkonsequente Verteidigungsarbeit, andererseits aber auch die hervorragende Wurfquote von Meyrin sowie die schlechte Freiwurf-Quote (0 von 4 Würfen) der Starwings hatten zu diesem Rückstand beigetragen. Und diese Quote verbesserte sich auch im zweiten Viertel nur unwesentlich. In den zweiten zehn Minuten kamen die Starwings zwar vorerst auf 26:27 heran und es schien, als hätten sie in der Offensive langsam den Tritt gefunden. Doch in der Verteidigung arbeiteten die Starwings ungenügend und hatten vor allem Karon Bradley und Antoine Gillespie, die beiden hervorragenden Werfer von Meyrin, nicht im Griff. Diese beiden Spieler sorgten mit 17 Punkten in Serie dafür, dass die Starwings gegen Ende des zweiten Viertels mit 56:42 zurück lagen. «Unsere Verteidigungsarbeit war ungenügend», sagte Starwings-Trainer Patrick Koller nach dem Spiel. So gewannen die Starwings zwar das zweite Viertel knapp, gingen aber mit einem 42:48-Rückstand in die Pause.
Auch in der zweiten Hälfte blieb die Verteidigung mangelhaft. Aber zumindest konnten die Starwings den Schaden mit einem ausgeglichenen dritten Viertel im Rahmen halten. Dennoch: Als Meyrin im dritten Viertel mit 66:55 führte, musste man seitens der Starwings schon fast mit einer unerwarteten Niederlage rechnen. Doch insbesondere Tony Brown, der am Ende des Spiels zu Recht zum besten Starwings-Spieler gewählt wurde, hielt die Gäste im Spiel, unter anderem mit sechs Punkten in Serie am Ende des dritten Viertels. Und so lautete das Resultat zu Beginn des Schlussabschnittes 71:65.
Im vierten Viertel kam es dann – endlich, ist man versucht zu sagen – doch noch zur Wende. Meyrin traf nicht mehr so gut wie zuvor und die Starwings steigerten sich sowohl in der Verteidigung als auch in der Offensive. Plötzlich führten die Baselbieter mit 75:71 – Marko Verginella (sieben Punkte in Serie) und Vernard Hollins (ein erfolgreicher Dreier) hatten für die Wende gesorgt. Nun entwickelte sich doch noch ein Spiel auf hohem Niveau. Es blieb bis kurz vor Schluss eng – beim 84:88 40 Sekunden vor Schluss hatten die Starwings aber den Vorteil auf ihrer Seite. Und nun trafen sie auch ihre Freiwürfe: Tony Brown, Maxime Jacquier und Jordan Hasquet waren an der Linie erfolgreich und sorgten für den 94:90-Endstand aus Sicht der Starwings. Am Ende hatte der Tabellenvierte bewiesen, warum er zu den Teams der Stunde zählt: In der entscheidenden Phase gelang es, einen Zacken zuzulegen.
Am kommenden Mittwoch treffen die Starwings im Ligacup-Viertelfinal auswärts auf Vacallo. Dann wird sich zeigen, ob die Starwings auch in diesem Wettbewerb ihre Formstärke unter Beweis stellen können. Wieder mit dabei sein wird dann voraussichtlich Joel Fuchs, der am Samstag aufgrund einer Knieprellung geschont wurde und nicht spielte.
Telegramm:
MGS Grand Saconnex – Starwings Basket Regio Basel 90:94 (25:18, 23:24, 23:23, 19:29). Salle du Pommier. SR: Carlini/Markesch/Dürrenberger.
MGS: Niang (11), Bradley (25), Fischer (3), Randle (8), Gilmore (25); Gillespie (12), Clark (3), Eougue (0), Lanisse (3).
Starwings: Brown (28), Jaquier (5), Hollins (24), Sloan (9), Hasquet (8); Verginella (7), Delic (10), Hett (3), Wegmann (0),
Bemerkungen: Starwings ohne McCrory, Fuchs (beide verletzt), Beltinger und Albrecht nicht eingesetzt. Meyrin setzt Henriod, Adamantiadis und Lahey nicht ein. Beste Spieler: Brown (Starwings) und Gilmore (MGS).

