Valentin Wegmann über seine Rolle bei den Starwings nach dem überstandenen Pfeifferschen Drüsenfieber und über den nächsten Gegner MGS Grand-Saconnex .
Valentin Wegmann, seit Jahresbeginn ist das Pfeiffersche Drüsenfieber nach über drei Monaten überstanden. Das muss doch eine grosse Erleichterung sein?
Ja, ich bin enorm dankbar, wieder auf dem Damm zu sein. Ich bin froh, dass ich wieder spielen kann, aber auch, dass mein Leben wieder normal verläuft, dass diese Müdigkeit weg ist.
Mit 12 Minuten pro Spiel bleibt die Spielzeit vorerst aber limitiert. Ist das ein Problem?
Natürlich möchte ich gerne mehr spielen, das ist doch ganz klar. Mit Vernard Hollins und Tony Brown haben wir aber zwei Spieler, die starke Leistungen zeigen und der Mannschaft läuft es rund. So bleibt meine Spielzeit zurzeit beschränkt.
YB-Spieler David Degen hat dieselbe Krankheit und der Verein hofft, dass er in drei, vier Wochen wieder fit ist.
Ja, das habe ich gelesen und mir natürlich meine Gedanken gemacht. Ich glaube, das ist eine sehr optimistische Prognose, wobei bei jedem Menschen der Krankheitsverlauf anders ist. Ich wünsche David natürlich alles Gute, aber auch Geduld. Das ist bei dieser Krankheit eine wichtige Voraussetzung, um gesund zu werden.
Geduld, ist das ein Problem?
Für mich schon, Geduld ist nicht unbedingt eine meiner Stärken. Aber seit klar ist, dass Vernard Hollins bis Ende Saison bleibt, ist ein weiterer Platz in der Startfünf besetzt. Es wäre auch unfair gewesen, Joel Fuchs den Stecker rauszuziehen und zu sagen, nun spielt der Wegmann wieder mehr. Joel macht eine starke Saison und für ihn als junger Spieler ist es wichtig, dass er das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft spürt. Und wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, muss ich auch zugestehen, dass ich noch nicht zu 100 Prozent auf meinem Leistungsvermögen bin. Patrick Koller forciert mich nicht, der Klub gibt mir Zeit und das ist gut so.
12 der letzten 13 Pflichtspiele haben die Starwings gewonnen. Hast du schon je eine solche Serie erlebt?
Ja, mit Fribourg Olympic und mit Patrick Koller als Trainer. Da haben wir 17 Mal in Serie gewonnen und am Schluss doch keinen Titel geholt. Deshalb muss man immer realistisch bleiben. Es ist hervorragend, dass wir den Cupfinal erreicht haben. Das nimmt uns eine Menge Druck.
Der Mannschaft läuft es rund, das heisst, vorerst bleibt die Spielzeit von Wegmann beschränkt?
Das ist Sache des Trainers. Wir gewinnen die Spiele dank der hohen Intensität. Können wir die nicht abrufen, sind wir eine durchschnittliche Mannschaft. Und jedes Mal, wenn ich auf dem Spielfeld bin, versuche ich diese Intensität hoch zu halten. Die wichtigen Spiele folgen erst, dann muss ich in Topform sein. Ende Februar verlässt Marko Verginella uns wieder. Dann gibt es in der Rotation wieder mehr Platz.
Am Samstag geht es auswärts gegen den Tabellenletzten MGS Grand-Saconnex. Das Team hat erst zwei Spiele gewonnen. Doch so schlecht, wie es in der Tabelle ausschaut, sind die Genfer nicht. Hat der Trainer schon gewarnt?
Wir wissen, was uns erwartet. Der Gegner hat mit Nyon einen Grossen geschlagen, gegen Fribourg Olympic erst in den Schlusssekunden verloren. Wir müssen auch in diesem Spiel von der ersten Minute an mit hohem Rythmus spielen. Schaffen wir das, haben wir eine gute Chance, zu gewinnen.
Samstag, 20. Februar, 17.30 Uhr, Le Pommier
MGS Grand-Saconnex Basket – Starwings Basket Regio Basel

