Dass die Bäume der Starwings nicht in den Basketball-Himmel wachsen, dafür sorgte das ersatzgeschwächte Fribourg Olympic. Nach 10 Siegen in Serie (acht in der Meisterschaft, 2 im Cup) verloren die Starwings gegen Olympic erstmals wieder – 69:76. Die letzte Niederlage der Starwings (77:79) datiert vom 4. Dezember. Gegner war damals übrigens - Fribourg Olympic.
War es Überheblichkeit nach der gefeierten Cupfinal-Qualifikation oder schlechte Tagesform? Tatsache ist: Die Starwings können in der Sainte-Croix-Halle einfach nicht gewinnen. 2000 Zuschauer feierten den Sieg ihrer Equipe gegen eine Basler-Mannschaft, die keine Intensität zeigte und sich gegen die Zonen-Abwehr von Olympic schwer tat.
Fribourg musste mit dem Schweizer Nationalspieler Vladimir Buscaglia und dem Neuseeländer Brendon Polyblank auf zwei verletzte Stammspieler verzichten und setzte mit Stefan Petkovic (1992), Jonathan Kazadi (1991), sowie den Académie-Spielern Ian Savoy (1990) und Milos Bozovic (1992) vier Schweizer Junioren ein. (Beim anschliessenden NLB-Spiel skorte Ian Savoy 27 Punkte und Bozovic 23 Punkte zum 87:85-Sieg von Académie Fribourg Olympic gegen Union Neuenburg).
Coach Damien Leyrolles blieben kaum Alternativen; Ed Draughan (rechts auf dem Bild gegen Hollins), Oliver Vogt und Tresor Quidome spielten die 40 Minuten durch, Dave Esterkamp war fast 38 Minuten auf dem Feld, während Starwings-Coach Patrick Koller nach 14 Minuten bereits 10 Spieler eingesetzt hatte.
Die Wurfquote der Starwings im ersten Viertel war mit 5 von 19 schlicht katastrophal und wurde im zweiten Viertel mit 6:13 nur wenig besser.
Wer geglaubt hatte, Fribourg würde einbrechen, nachdem die Starwings nach der Pause endlich erwacht waren und innert dreier Minuten von 30:41 bis auf zwei Punkte (39:41) herangekommen waren, sah sich getäuscht. Olympic wusste durch Ed Draughan (insgesamt 24) Punkte und Oliver Vogt (23 Punkte/13 Rebounds) immer wieder zu antworten. Beide zeigten ein grosses Spiel. Vogt traf 9 von 11 Würfen vom Feld und versenkte zudem seinen einzigen Dreier. Weder Sloan, der nach vielen guten Spielen einen schlechten Tag hatte, wie auch Delic und Hasquet vermochten den Baselbieter mürbe zu machen. «Nach der Cupniederlage in Vacallo mussten wir reagieren. Wir sind froh, dass unsere Zone funktioniert hat und wir haben erneut bewiesen, dass wir als Team zusammen halten», sagte Vogt.
Koller sprach von einer Lektion
Starwings-Coach Patrick Koller nahm kein Blatt vor den Mund. «Das war eine Lektion, ich hoffe, wir ziehen die Lehren daraus. Wenn man im gesamten Spiel nur fünf Freiwürfe zugesprochen bekommt, ist das ein Beweis, dass wir zuwenig intensiv den Korb angriffen.»
Ohne Bewegung, ohne Phantasie, mit diesem statischen Angriffsspiel war Olympic nicht zu bezwingen. «Wir warfen 27 Dreier, anstatt den Weg zum Korb zu suchen», kritisierte Koller. Sein Amtskollege Damien Leyrolles zeigte sich natürlich glücklich. «Wenn man Zone spielt, riskiert man viele Dreipunkte-Würfe zuzulassen. Wir haben auch ein bisschen spekuliert und liessen Markus Hett werfen, weil er diese Saison 0:8 von der Dreierlinie war. Gegen uns hat er dann beide Würfe getroffen.» Hett war es auch, der mit einem Korbleger 24 Sekunden vor Schluss des dritten Viertels die Starwings 52:51 voran brachte, doch Vogt antwortete und tippte den Ball beim Offensivrebound zum 53:52 in den Korb.
Hollins mit einem Dreier und Delic brachten die Starwings zu Beginn des Schlussviertels mit 57:53 nochmals in Front, aber Olympic liess sich nicht abschütteln und kämpfte sich zum verdienten 76:69-Sieg.
Fribourg Olympic – Starwings 76:69 (41:30)
(18:11), (23:19), (12:22), (23:17)
Sainte-Croix. 2000 Zuschauer. – Musard/Sala/Bulundwe.
Fribourg Olymic: Petkovic (5), Quidome (9), Draughan (24), Esterkamp (13), Vogt (23); Kazadi (2), Ian Savoy (0), Bozovic (0). – nicht eingesetzt: Schwab, Atcho, Brian Savoy.
Starwings: Jaquier (2), Hollins (21), Fuchs (6), Hasquet (5), Sloan (4); Brown (13), Delic (10), Wegmann (0), Hett (8), Verginella (0). – nicht eingesetzt: Albrecht, Beltinger.
Skoreverlauf: 5. Min: 10:6; 10“: 18:11; 15“: 30:22; 20“: 41:30; 25“: 48:42; 30“: 53:52; 35“: 60:57.
Wurfquoten: 2-Punkte: Fribourg 24 von 35 Würfen (69%); – Starwings: 14 von 36 Würfen (39%); 3-Punkte: Fribourg: 5 von 17 Würfen (29%); – Starwings: 12 von 27 (44%). – Rebounds: Fribourg 37 (davon 8 OffensivR.); Starwings 26 (davon 10 OffensivR.) – Freiwürfe: Fribourg: 13 von 19 (68%); Starwings: 5 von 5 (100%).
Bemerkungen: Fribourg Olympic ohne Polyblank und Buscaglia (beide verletzt). – Starwings ohne McCrory (verletzt). Ausgeschieden mit 5 Fouls: 37:25 Min: Hasquet.















