Starwings feiern den ersten Auswärtserfolg
Im sechsten Spiel in der Fremde hat es endlich geklappt. Die Starwings kamen in Lausanne zu einem feinen 79:60 (42:33)-Erfolg und haben damit ihren 6. Tabellenplatz in der Nationalliga A „zementiert“.
Von Georges Küng
Spiele unter der Woche in der Romandie sind heikel. Doch die Starwings haben gestern Mittwoch in Lausanne gezeigt, dass die Equipe der Trainer Patrick Koller und Danijel Eric, in Bestbesetzung, zu grossartigen Darbietungen fähig ist.
Im vierten Spiel innert zehn (!) Tage zeigte das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat eine vorzügliche Leistung. Mit Phasen, wo die „Sternenadler“ durch sicheres Spiel, sehr wenig Eigenfehler und eine vorzügliche Wurfquote glänzten. Es gab dann ganz wenige Perioden, die es dem Gastgeber (der mit sechs ausländischen Profis plus einem Schweizer Nationalspieler, Julien Senderos, antrat) erlaubten, wieder den Anschluss zu bewerkstelligten. Dies war vor allem gegen Ende des dritten Viertels, als die Gastgeber, angeführt vom überragenden Kenny Thomas (der Zuzüger weist die beste Evaluation aller Nationalliga-A-Akteure auf) bis auf fünf Punkte (50:55) aufrücken konnten.
Doch spätestens nach 33 Minuten war klar, dass der Gewinner nur Starwings heissen konnte. Ein starkes Kollektiv, in welchem jeder seine Aufgabe erfüllte, führten dazu, dass die letzten Minuten zu einem Schaulaufen wurden. Wenn wir doch einen Mann hervorheben, so Maxime Jaquier. Dieser hatte in den letzten Partien (vor allem gegen Fribourg und SAM Massagno) rabenschwarze Tage eingezogen und wurfmässig nicht eben brilliert. In der Vallée de la Jeunesse zeigte der Romand, warum er bis vor kurzem der Kopf der Schweizer Nationalmannschaft war. In den wichtigsten Phasen, als Lausanne auf eine 3-2-Zonenverteidigung umgestellt hatte, glückten Jaquier zwei Dreier, welche den Vergleich zwischen Waadtländern und Baselbietern endgültig entschieden.
Eine weitere frohe Kunde war das (vorsichtige) Comeback von Nenad Delic. Auch wenn der Kroate noch nicht „voll“ gehen konnte… alleine seine Präsenz unter dem Korb verlieh allen Sicherheit.
Viel Zeit, um sich auf die Lorbeeren auszuruhen, bleibt den Starwings nicht. Bereits am Samstagabend gastiert das Deutschschweizer Aushängeschild in Meyrin. Auf dem Papier könnte man es als „leichte“ Aufgabe bezeichnen, denn Meyrin/Grand-Saconnex ist mit zwei Zählern Tabellenletzter. Nur… die Genfer haben vor zehn Tagen zuhause gegen Fribourg hauchdünn verloren. Und führten am letzten Samstag in Lugano bis kurz vor Matchende mit bis zu zehn Punkten! In einer Halle, wo in der Regel auch die Grossen des Landes chancenlos. Mit viel Glück und einigen äusserst diskutablen Refentscheiden glückte dem BC Lugano der glückliche, unverdiente Ausgleich. In der fünfminütigen Verlängerung gewannen die Tessiner dann mit Ach und Krach mit 108:104. Grund, Meyrin zu unterschätzen, besteht nicht, denn mit sieben ausländischen Profis und Gino Lanisse, einem der besten Schweizer Basketballer, verfügt das Schlusslicht über eine Equipe, die besser als ihre Punktzahl und Rangierung ist.
Lausanne Basket – Starwings Basel 60:79 (33:42)
Vallée de la Jeunesse. – 150 Zuschauer. – SR : Clivaz/Alloi/Bulundwe.
Lausanne : Pleux-Decollognes (8), Thomas (19), N’Diaye (5), Grimes (14), Thompson (9); Henderson (2), Senderos, Meylan, Bobetso (3).
Starwings : Hollins (15), Brown (13), McCrory (7), Hasquet (9), Sloan (8); Delic (13), Jaquier (14), Hett, Fuchs, Albrecht; Beltinger, Kangsen.
Bemerkungen: Lausanne komplett. – Starwings ohne Wegmann (krank) und Lüscher (Prüfungen). – Viertelsresultate: 21:27, 12:15 (33:42); 17:13 (50:55) und 10:24 (60:79).

