Die Starwings führten zu Beginn des vierten Viertels 67:61 und gaben die Partie gegen Fribourg Olympic in der Schlussphase aus der Hand.
Bittere 77:79-Niederlage der Starwings gegen Fribourg Olympic, das mit diesem Sieg wieder die Tabellenspitze übernahm. Die Partie war lange Zeit ausgeglichen und lebte von der Spannung. Mit dem letzten Wurf hätten die Starwings den Match noch gewinnen können. Beim Stande von 77:79 zeigte Fribourgs Topskorer Dave Esterkamp an der Freiwurflinie Nerven, er vergab den ersten Freiwurf – und auch den zweiten. Vernard Hollins holte den Rebound herunter, trieb den Ball über das Feld, stieg eine Sekunde vor Schluss hinter der Dreipunktelinie zum Sprungwurf hoch; der Ball prallte vom Korbring zurück - die Sirene tönte. Aus, fertig.
Die Spieler von Olympic, die nur zwei Tage zuvor am Mittwoch in Genf gegen MGS Grand-Saconnex ein schwieriges Spiel 79:74 gewonnen hatten, jubelten. Ihre Rechnung war erneut aufgegangen. Die Starwings aber erlebten in der Schlussphase eine Bruchlandung. Entscheidend war, dass die Basler nach einer 67:61 Führung den Gästen ein 13:0 zu gestehen mussten, die auf 74:67 davonzogen.
Doch der Match war zu diesem Zeitpunkt nicht entschieden. 1:50 Minuten vor Schluss verkürzte Tony McCrory mit einem Dreier auf 70:74, holte für die Starwings die Hoffnung zurück. Das war der Auftakt zur turbulenten Schlussphase. Maxime Jaquier traf 34 Sekunden vor Schluss beim Stande von 70:75 nur einen von drei Freiwürfen. Olympic aber leistete sich darauf einen eklatanten Ballverlust; McCrory traf nochmals mit einem Dreier und brachte die Starwings bis auf 74:75 heran. Doch dann sicherte sich Fribourg durch Polyblank und Esterkampf zweimal hintereinander bei vergeben Freiwürfen unter dem Korb der Starwings den Rebound.
«Am Schluss fehlte uns die Erfahrung und Ruhe», suchte Starwings-Coach Patrick Koller nach Erklärungen. «Wir verloren die Partie,weil wir in defensiver Hinsicht gegen Quidome, Buscaglia und Esterkamp nicht so verteidigten, wie wir das im Training geübt und vorbereitet hatten.»
Am Sonntag, 6 Dezember geht es gegen SAM Massagno bereits weiter für die Starwings. Und auch in diesem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um einen Platz unter den ersten Acht werden die Starwings voraussichtlich weiter auf den verletzten Center Nenad Delic (Adduktorenprobleme) verzichten müssen, wie Koller erklärte.
Fribourg Olympic mit 1000 Franken Busse
Fribourg Olympic spielt am Dienstag, 8 Dezember gegen SAM das Nachtragspiel im Achtelfinal des Schweizer Cup. Die Partie war verschoben worden, da Aufbauspieler Stefan Petkovic an der Schweinegrippe (A/H1 N1) erkrankt war und drei andere Spieler mit Arztzeugnis von Olympic krank gemeldet wurden. Darauf verschob der Verband Swissbasketball die Partie, worauf SAM Massagno eine Untersuchung verlangte. Nun hat Einzelrichter Alexandre Bernel entschieden, Olympic hätte die Grippekrankheiten dreier Spieler «aufgeblasen», nachdem erste Anzeichen, aber noch keine Befunde vorgelegen haben.
SAM Massagno fordert einen Forfaitsieg und zieht den Fall weiter. Auch Fribourg Olympic erwägt laut Sportchef Kurt Eicher Rekurs gegen die Busse einzulegen. Am Dienstag aber treffen sich die beiden Teams in Freiburg zum Achtelfinal. Zuvor aber, am Sonntag, 6. Dezember um 16.00 Uhr kommen die Tessiner in die Sporthalle Birsfelden.
Starwings – Fribourg Olympic 77:79 ( 60:54, 16:20, 37:38)
Sporthalle. – 250 Zuschauer. - SR: Carlini/Tagliabue/Hüsler.
Starwings: Hollins (20), Brown (15), McCrory (11), Hasquet (14), Sloan (9); Jaquier (4), Hett (0), Fuchs (4). nicht eingesetzt: Albrecht, Kangsen, Beltinger.
Fribourg Olympic: Kazadi (2), Quidome (18), Polyblank (7), Esterkamp (15), Vogt (7); Petkovic (8), Buscaglia (19), Ian Savoy (3). nicht eingesetzt: Brian Savoy, Schwab, Bozovic.
Bemerkungen: Starwings ohne Delic (verletzt) und ohne Wegmann (rekonvaleszent). – Mit 5 Fouls ausgeschieden: Min. 37:46. Brown; 39:30. Hasquet.















