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Starwings Termine
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Starwings Termine

Starwings – Union Neuchatel

SWBB-Union

Starwings unterliegen Massagno

Zuerst dominant, dann eingebrochen und zum Schluss trotz grossem Kampf doch verloren – so lässt sich die Heimpartie der Basketballer der Starwings gegen Massagno in der 18. Runde der NLA am treffendsten zusammenfassen.

Tobias Müller (BaZ)

Die Starwings unterliegen den Tessinern nach Verlängerung mit 84:93. Die Niederlage schmerzt, da sie in dieser Form nicht nötig gewesen wäre. Denn eigentlich hat alles so angefangen, wie sich das die Anhänger der Starwings gewünscht hatten.

Gegen Massagno beginnen die Baselbieter stark – so stark wie wohl noch nie in der aktuellen Saison. Nach sieben Minuten steht es 23:4 für die Heimmannschaft. Der eine oder andere Fan in der Sporthalle wird da vermutlich schon an das Siegesbier nach der Partie gedacht haben. Doch nichts da! Massagno erwacht in der Folge aus dem Tiefschlaf und ist offensiv plötzlich gefährlicher. Bei den Nordwestschweizern hingegen gehen die Würfe, die in den Anfangsminuten noch den Weg in den Korb fanden, daneben. Die Gastequipe holt in der Folge auf, gleicht in der 23. Minute aus und ist spätestens ab dann der Favorit auf den Sieg. Die Starwings bleiben zwar dran, können sich aber nur mit Müh und Not – und dank einem erfolgreichen Dreipunktewurf durch Upson in letzter Sekunde – in die Verlängerung retten. Dort ist die Luft dann aber draussen.

Artikel aus der BaZ vom 05.02.2016

Erkenntnisse aus der Pause und der Blick Richtung April

Niemand zweifelt noch daran, dass die Starwings die Playoffs erreichen

Von Tobias Müller

Birsfelden. Zwei Wochen hatten die Spieler der Starwings Zeit, sich zu erholen. Die Beine vielleicht das ein oder andere Mal hochzulagern. Zu reflektieren, wie die bisherige Saison verlaufen ist. Und sie konnten in diesen Tagen, da sie keine Partien in der NLA zu bestreiten hatten, an den Punkten arbeiten, die bis anhin in der Meisterschaft noch nicht funktioniert haben.

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Wirklich viele waren das nicht – schliesslich schnitt man bisher so ab, wie man das von den Baselbietern erwarten konnte: Gegen die Kleinen der höchsten Schweizer Spielklasse – Winterthur, Luzern und Boncourt – konnten die Starwings meistens ihr Potenzial abrufen und Punkte einfahren. Gegen die grossen Teams war man jedoch oft chancenlos. Aber eben, überrascht war darüber niemand wirklich. «Grundsätzlich sind wir zufrieden, wie es bisher gelaufen ist. Wir haben gewonnen, wenn wir gewinnen mussten. Überraschungen blieben allerdings, im Vergleich zur letzten Saison, aus», sagt Starwings-Trainer Roland Pavloski. Tatsächlich konnten die Nordwestschweizer letzte Saison den einen oder anderen Favoriten ärgern. Aufgrund der völlig neuen Konstellation im Kader und der drei neuen unerfahrenen Ausländer war damit in der Saison 2015/2016 aber auch nicht zu rechnen.

Trotz der überwiegenden Zufrieden­heit gab es aber doch Punkte, an denen in dieser zweiwöchigen Pause gearbeitet wurde. An der Organisation in der Defensive. Am Kollektivspiel im Angriff. Am allgemeinen Team-Play, wie es Roland Pavloski nennt. Und er fügt an: «Zwei der drei Ausländer im Kader kamen frisch aus dem College. Dort wird vor allem das individuelle Spiel gefördert, das eins gegen eins. In Europa ist das Spiel aber viel kompletter. Das Team steht im Zentrum, nicht der Einzelne. Das muss ich gewissen Spielern noch mehr vermitteln, und an dem arbeiten wir zurzeit.»

Ob sich diese Arbeit bereits auszahlt, wird sich in der morgigen Partie gegen Massagno zeigen (17.30 Uhr, Sporthalle Birsfelden). Es ist dies die 18. von 27 Runden, die in der Qualifikationsphase der Nationalliga A ausgetragen werden. Nach diesen 27 Spielen erreichen die acht besten Teams die Playoffs. Dass die Starwings dies schaffen, daran zweifelt niemand mehr wirklich. Der Tabellenzehnte Winterthur steht noch ohne Punkte da. Und der Abstand von Aufsteiger Luzern – zurzeit Neunter – ist mit sechs Zählern auf die Baselbieter schon zu beträchtlich.

Kommt hinzu, dass die Starwings die bisherigen zwei Duelle gegen die Innerschweizer gewonnen haben. Heisst: Luzern müsste nicht nur die sechs Zähler Rückstand innerhalb der nächsten zehn Runden aufholen. Sie müssten sogar am Ende mit zwei Punkten mehr dastehen, da bei Punktgleichheit die Direktbegegnungen entscheiden. Und dieses Verhältnis können die Luzerner bei einer ausstehenden Partie gegen die Starwings nicht mehr drehen.

Wer wird der Playoff-Gegner?

Trotzdem werden Coach Roland Pavloski und sein Team alles daransetzen, in den nächsten Spielen möglichst viele Punkte einzufahren. Auf wen die Starwings ab dem 16. April in der Best-of-5-Begegnung der Playoffs treffen werden, entscheidet nämlich die Platzierung in der Rangliste am Ende der Qualifikationsrunde. «Sicher würde es gegen alle Teams in den Playoffs schwer werden, keine Frage. Aber es gibt Mannschaften, die uns besser liegen als andere», sagt Pavloski und fügt an: «Am liebsten wäre uns natürlich Fribourg oder Lugano. Zu diesen zwei Teams ist der Abstand wohl noch am geringsten und die Spielweise dieser Mannschaften liegt uns noch am ehesten. Hingegen wären Neuchâtel oder Genf schon ziemlich grosse Brocken, auf die wir gerne verzichten würden.»

Doch bis Mitte April ist es noch ein langer Weg. Bis dahin wollen die Starwings aber zeigen, welche Erkenntnisse sie aus der Pause gezogen haben. Und dass sie doch noch für die eine oder andere Überraschung gut sind.

Eine bedeutungslose Niederlage für die Statistik…

In einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel verloren die Starwings beim Tabellenführer Union Neuchâtel klar mit 79:58 (42:37). Viel wichtiger wird für das Birstaler Kombinat die nächste Heimpartie gegen SAM Massagno, wo die Baselbieter mit einem Erfolg mit fünf Punkten Vorsprung Platz 6 nach dem Qualifikationsprogramm schaffen könnten.

In den ersten Halbzeit hielten die „Wings“ punktemässig gut mit. Zu verdanken war die namentlich ihrem Topskorer Murphy Burnatowski, der im ersten Viertel sagenhafte 15 Punkte erzielte. Der Kanadier wäre auf dem Weg zu einer Liga-Bestmarke gewesen… doch der Gastgeber, vom ehemaligen Nationaltrainer Manuel Schmitt trainiert, nahm Burnatowski ab der 11. Minute aus dem Spiel. Und damit war die einzige Siegesoption der Gäste erloschen.

Der Rest war ein Spielen und Spielen lassen, wobei Union leicht(er) punktete, viel besser reboundete (42:28) und aufgrund des Spielermaterials schlicht um eine Klasse besser ist. Nach der Halbzeit blieben die Starwings in jedem Viertel sechs Minuten ohne Korberfolg – es war im Aufbau keine Linie zu erkennen und die Wurfquote sank mit jeder Minute.

Viel wichtiger wird es für die Equipe von Cheftrainer Roland Pavloski sein, in einer Woche zuhause gegen Massagno zu gewinnen. Mit einem 5-Zähler-Sieg hätte man Platz 6 auf sicher und könnte in der dritten, einfachen Runde gegen Massagno, Boncourt und die beiden Aufsteiger Luzern und Winterthur zuhause spielen, wo eher Siege zu holen sind.

Union Neuchâtel – Starwings 79:58 (42:37)

Riveraine. – 725 Zuschauer. – SR: Novakovic/Mazzoni/De Martis.

Neuchâtel: Savoy (13), Brown (11), Steinmann (11), Gaillard (16), Mathis (17); Schittenhelm (11), Prêtre, Keller, Jovanovic

Starwings: Ross (8), Kostic (8), Fuchs (6), Burnatowski (22), Upson (12); Sager, Verga, Lutz (2), Malisanovic,

Der Kampf der Basketballer um die Deutschschweiz

Der Schweizer Basketball lebt in der Romandie und im Tessin. Will der Sport sein Nischendasein beenden, muss er den Röstigraben überwinden.

Florian Raz, Tages Anzeiger

Daniel Rasljic ist ein Berg von Mann. Doch jetzt wirkt er fast klein, wie er da ganz in sich versunken und einsam auf seinem Trainerstuhl sitzt. Eine Minute, zwei. Dann erhebt sich der Trainer des Basketballclubs Winterthur, steckt die Hände in die Hosentaschen und schreitet langsam in die Garderobe.

Rasljic kennt das Gefühl. Winterthur hat verloren. Wie jedes seiner bislang 16 Spiele seit dem Aufstieg in die Nationalliga A auf diese Saison hin. Neu ist nur, dass es dieses Mal richtig knapp war. Acht Sekunden vor Schluss ist der historische erste Sieg in der höchsten Spielklasse zum Greifen nah. Dann der Fehlpass, ein Zufallskorb der Gäste aus Massagno, 78:80, Schlusssirene, Frust.

Die Winterthurer bezahlen in dieser Saison Lehrgeld. Auf dem Court, mit Spielen, die auch schon mit 40 und mehr Punkten Differenz verloren gingen. Und daneben, wo der Schritt von der zweithöchsten in die höchste Liga mindestens so gross ist wie auf dem Feld.

Auf den Spuren des Geldes

Und doch ruhen grosse Hoffnungen auf dem Club aus Winterthur. Der Basketball lebt in der lateinischen Schweiz, vor allem in der Romandie, wo Genf, Neuenburg oder Freiburg 1000 Zuschauer und mehr anziehen. In der Deutschschweiz aber fristet Basketball ein Nischendasein. Warum, weiss Gabriel Gisler auch nicht: «Das ist kulturell gewachsen.»

Was der Ligapräsident aber sehr wohl weiss, ist, dass die Süd- und Westschweiz nicht reichen, um den Sport in der nationalen Sportlandschaft zu verankern: «Das ökonomische Zentrum der Schweiz liegt eher in der Region Zürich als in Lausanne. Und solange wir in den Deutschschweizer Medien nicht vorkommen, fehlt uns die nötige Präsenz.»

Also bemüht sich der Basketball, endlich den Sprung über den Röstigraben zu schaffen. Der Cupfinal wird erstmals in Zürich stattfinden. Und noch wichtiger: Auf diese Saison hin wurde die NLA von acht auf zehn Teams aufgestockt. Profiteur ist neben Winterthur mit Swiss Central Basket ein zweiter Aufsteiger aus der deutschsprachigen Schweiz. Dank den beiden sieht die Nationalliga erstmals wirklich wie eine nationale Liga aus: fünf Romands, drei Deutschschweizer, zwei Tessiner.

Eine Genfersee-Meisterschaft

«Früher war es eher eine Genfersee-Meisterschaft mit Tessiner Vertretern», sagt Pascal Donati, «heute kommt noch die Hälfte der Teams aus der Romandie, und das ist gut für den Sport.» Als treibende Kraft der Starwings beider Basel hielt Donati in den letzten zehn Jahren das Fähnlein der deutschen Schweiz aufrecht. Ausser den Starwings konnte sich kein Deutschschweizer Club etablieren. 2011 verabschiedete sich mit den Wildcats der letzte Zürcher Vertreter aus der NLA; nach einer Saison mit zwei Punkten.

Doch dass jetzt erstmals drei Deutschschweizer in der NLA mit dabei sind, reicht nicht, um dem Basketball Schub zu verleihen. Sportlich können bloss die Starwings mit dem hinteren Mittelfeld der Liga mithalten. Die zwei Aufsteiger sind abgeschlagen am Tabellenende. Von den vier Punkten, die Swiss Central auf dem Konto hat, stammen zwei vom Sieg gegen Winterthur.

In der Zuschauertabelle belegen die Deutschschweizer geschlossen die letzten drei Ränge. In Winterthur sind an diesem Sonntag rund 100 Zuschauer gekommen, um das Spiel gegen Massagno zu sehen. Der Schnitt liegt bei 200. Rasljic, der die Winterthurer in sieben Jahren von der 3. Liga in die NLA geführt hat, stellt fest, «dass teilweise weniger Leute kommen als vor dem Aufstieg». Die Niederlagen zehren nicht nur am Nervenkostüm des US-Profis Jerrell Williams, der das Pressegespräch nach dem 78:80 mit den Worten beendet: «Ich bin so angepisst!»

Dass die Winterthurer in dieser Saison auch mit den Frauen in der höchsten Liga spielen, macht ihre Aufgabe nicht einfacher. Der Club stösst an seine Grenzen. Gesucht sind Menschen, die bei der Organisation helfen wollen und auch können. Sandra Hofstetter ist Präsidentin des BCW. Und Last-Minute-Organisatorin von Trinkbechern. Und Videofilmerin. Und lautester Fan. Wer sie rund um eine Partie erlebt, glaubt sofort, wenn sie sagt: «Man kennt zwar das Pflichtenheft. Aber was das alles bedeutet, merkst du erst während der Saison.»

Die Tabelle folgt dem Budget

Das Brutale am Basketball: Weil so viele Punkte erzielt werden, spielt der Zufall kaum eine Rolle. Die Regeln verhindern, dass sich schwächere Teams wie im Fussball in der Defensive verstecken können. So folgt die Tabelle dem Geld: oben Genf, das mit einem Budget von 1,5 Millionen Franken arbeitet, in der Mitte die Starwings mit 450’000 Franken. Und unten Winterthur, das bloss 180’000 für sein Männerteam ausgibt.

Diese Lücke müssen die Deutschschweizer selber schliessen, wollen sie ihren Sport dereinst in ihrer Region richtig populär machen. Die einzige Unterstützung, die ihnen die Liga geben konnte, ist der Verzicht, in diesem Jahr einen Absteiger zu ermitteln. Swiss Central und Winterthur haben also eine Saison lang Zeit, sich an die dünnere Luft in der NLA zu gewöhnen. Danach müssen sie sich irgendwie durchschlagen.

Ligapräsident Gisler nimmt das Bild einer Ampel, wenn er über die Deutschschweizer Clubs spricht. Bei den Starwings steht sie auf Grün, bei Swiss Central springt sie von Orange auf Grün. Und bei Winterthur? «Orange. Sie müssen etwas tun, damit sie im nächsten Jahr sportlichen Erfolg und bessere Strukturen haben. Sonst wird es schwierig.»

Quelle: Der Kampf der Basketballer um die Deutschweiz, von Florian Raz, Tages Anzeiger

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