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Das wichtigste Kapital der Starwings war, ist und wird immer die Jugend sein. Nur wenn es gelingt, regionale Spieler sachte, und mit Fachwissen, an die Spitze zu bringen, wird es möglich sein, über Jahre hinweg Spitzen-Basketball in der Regio Basiliensis zu geniessen. Hiezu müssen aber ALLE mithelfen.
Von Jordi Küng

Wenn an einem „gewöhnlichen“ Mittwochabend, und dies nach Saisonende, gut 30 Jungs im Alter von 13 bis 16 Jahren in der Sporthalle Birsfelden freudig den Dingen harren, die da kommen werden, muss etwas Aussergewöhliches passiert sein.

In der Tat luden die Starwings gestern talentierte Nachwuchsspieler zu einer ersten Standortbestimmung ein. Spieler des BC Arlesheim, BC Bären Kleinbasel, SC Uni Basel Basket, CVJM Birsfelden, TV Muttenz, BC Oberdorf sowie aus Grenzach folgten der Einladung.

Zugegen in der Halle war Marko Simic, der charismatische Cheftrainer der Nationalliga-A-Equipe und Roland Pavloski, der Technische Leiter der „Wings“. Auch der Starwings-Vorstand, mit Präsident Martin Spörri an der Spitze und Pascal Donati, der sein Amt niederlagen wird und sich auf den Erstligisten CVJM Birsfelden konzentrieren wird, waren vor Ort.

„Nur gemeinsam sind wir stark“

Symbolbild Kids-Basket Teammanager Viktor Mettler sprach zu den Jungs und deren Eltern, die erfreulicherweise in grosser Anzahl dem zweistündigen Training beiwohnten. Und die Gelegenheit erhielten, die Starwings-Verantwortlichen, egal ob Vorstand oder Techniker, kennen zu lernen. Denn eines sei hier explizit erwähnt: Ein Verein kann nur funktionieren, wenn die Aktiven und der Klub den Support aller erhalten – egal, in welcher Form auch immer. Manager Mettler sprach dazu, in deutsch und englisch, Klartext zu den Anwesenden. „Denn nur gemeinsam sind wir stark“, liesse sich ein Fazit ziehen.

Mittelfristiges Ziel der Starwings ist es, eine eigene Basketball-Akademie aufzubauen. Basel soll auch ein nationaler Stützpunkt werden. Oder anders ausgedrückt: Die Starwings wollen, überspitzt gesagt, eine Art „Deutschschweizer Nationalmannschaft“ (selbstverständlich sind Spieler aus allen Landesteilen und Nationen bei den Starwings aufs Herzlichste willkommen) sein und aufzeigen, dass Spitzen-Basketball nicht nur eine Sache von Romands und Tessinern ist. Hiezu braucht es aber den Support aller.

Solide Breite und starke Spitze

Die Starwings wollen ein Volksklub sein… und gleichzeitig bekennt man sich aber auch zum Leistungssport. Jene Talente, die gewillt sind, hart an sich zu arbeiten (und dazu bedarf es gewissen Entbehrungen!), sollen bei den Starwings eine sportliche Plattform finden. Aber ein Klub besteht nicht nur aus einer schmalen Spitze, sondern soll ein (H)Ort für all jene sein, die Basketball „halt einfach geil finden“.

In der kommenden Saison wollen und müssen die Starwings einen weiteren Schritt vorwärts machen. Beim Fanionteam, das sich in der Nationalliga A der „Crème de la Crème“ stellen wird. Das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat, das heuer übrigens sein 10-jähriges Bestehen feiert, geht in seine 9. Nationalliga-A-Saison in Folge! Dies ist in der langen Geschichte des Schweizer Basketballes einmalig. Noch nie hat ein anderen Verein nur annähernd neun Spielzeiten in Folge gegen die Landeselite gespielt. Und bestanden.

Dass dies auch weiterhin der Fall sein kann, braucht es eben Talente, welche dieses Niveau gewährleisten. Gestern Mittwoch wurde hiezu der 1. Schritt gelegt. Die Starwings bedanken sich bei allen regionalen Klubs und den Eltern, welche ihre Jungs ermuntern und unterstützen, die Starwings zu unterstützen.

Am Pfingst-Wochenende fanden in Genf die Titelkämpfe der diversen Schweizer Hochschulen statt. Dabei konnte die Uni Basel, mit Akteuren der Starwings, des BC Arlesheim und vom CVJM Birsfelden, den Titel erfolgreich verteidigen. Und wird daher die Schweiz vom 20. bis 30. Juli in Split (Kroatien) vertreten.

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Am Samstag fand in Genf nicht nur das erste Playoff-Spiel um den Meistertitel zwischen Les Lions de Genève und den Lugano Tigers statt, sondern es trafen sich auch acht Universitäten (Hochschulen, ETH), um die beste Universitäts-Mannschaft zu küren.

Die Uni Basel, gecoacht von Roland Pavloski, reiste als Titelverteidiger an. Aber ohne die indisponierten Starwings-Spieler Severin Beltinger, Joël Fuchs und Marco Mangold, Spielmacher und Topskorer des „Cevi“ Birsfelden an.

Dennoch wollte man den letztjährigen Titelgewinn bestätigen – und dies gelang auch mit Bravour. In den Gruppenspielen wurde die Universität St. Gallen und Uni Zürich bezwungen. Und auch die Université Lausanne, traditionsgemäss eine starke Auswahl, hatte das Nachsehen. Zu erwähnen, dass gerade bei den Teams aus der Romandie diverse Spieler mitwirkten, die allesamt in der Nationalliga B, teils als Leistungsträger, fungieren. Und vereinzelt sah man auch Akteure, die in Nationalliga-A-Teams zumindest als Kaderspieler aufgeführt werden.

Im Halbfinale stand man der Universität Fribourg gegenüber, die in ihrer Gruppe hinter den starken Genfern den 2. Rang belegt hatte. Auch die Freiburger mussten sich in einem intensiven, hartumkämpften Match geschlagen geben. Die Partien gingen übrigens über 32 Minuten (vier Viertel à acht Minuten).

Seitens der Uni Basel hatte man mit der Universität Genf als Final-Widersacher gerechnet. Doch Lausanne gewann dieses Lac-Léman-Derby und so kam es zum Endspiel zwischen Base und Lausanne. Und einer Wiederholung der Gruppenpartie.

Hatten die Romands die Gruppenspiele bis zuletzt offen gehalten, so waren sie diesmal den Baslern/Baselbietern nur während der ersten Halbzeit halbwegs ebenbürtig. „Doch in den zweiten 16 Minuten zahlte sich unsere Geduld, das konsequente Ausspielen der Systeme sowie die Überlegenheit unter den Körben aus“, erklärte Coach Pavloski. Das finale Skore von 55:34 lässt keine Zweifel offen, dass die Uni Basel ein verdienter und würdiger Schweizer Basketball-Meister der Hochschulen ist.

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Als Dank und verdienter Lohn wird die Mannschaft Ende Juli (vom 20. bis 30. Juli) die Schweiz an der Universitäts-Europameisterschaft in Kroatien, einem grossen Basketball-Land, vertreten. Und gegen Grössen aus Litauen und vom Balkan spielen. Da dürfte das Siegen ein wenig schwerer werden…

Resultate. Gruppenspiele

UNI St.Gallen HSG – UNI Basel 19:38
UNI Lausanne – UNI Basel 36:44
UNI Zürich – UNI Basel 28:42

Halbfinal

UNI Basel – UNI Fribourg 60:49

Final

UNI Basel – UNI Lausanne 55:34 (24:17)

Folgende Spieler haben zu diesem feinen Erfolg und Meistertitel beigetragen:

Theo Botter (BC Arlesheim)
Marc Dietrich (CVJM Birsfelden)
Andreas Eller (Unisport Basel)
Aeneas Hürlimann (Unisport Basel)
Nikola Ilic (BC Arlesheim)
Niels Matter (Starwings)
Iyyakkunnel Santhosh (LB44 Liestal)
Boris Smilijc (Starwings)
Hansjörg Schützinger (CVJM Birsfelden)

Coach: Pavloski Roland (Starwings)
Delegationsleiter: Spale Philipp (Unisport Basel/Dudes Basket)

Auch wenn für das Fanionteam der Starwings die Meisterschaft 2012/13 seit einigen Wochen beendet ist, ruht der Spielbetrieb beim Arlesheimer-Birsfelder Kombinat noch lange nicht. Die U19-Equipe könnte in einer Woche den Einzug ins Final-Four-Turnier der vier besten Schweizer Mannschaften schaffen. Im Hinspiel gewannen die „Wings-Jungs“ in Nyon mit 68:67 (42:39).

Nyon gegen Starwings ist im Schweizer Basketball fast schon ein Klassiker. In Nyon, diesem schmucken Städtchen an den Gestaden des Lac Léman, feierten die Starwings im November 2005 ihren ersten Auswärtserfolg in der Nationalliga A. Jahrelang gewannen die „grossen Wings“ gegen die Waadtländer sämtliche Duelle in der höchsten Spielklasse.

Im Nachwuchs jedoch waren die Romands meist erfolgreicher. Was für die gute Basisarbeit des BBC Nyon spricht. Vor zwei Spielzeiten stieg die U23-Equipe von Nyon in die Nationalliga B auf – und schlug dabei unter anderem die U23 der Starwings zweimal diskussionslos.

Auch heuer sind sich Nyon und die Starwings in der Nationalliga A dreimal begegnet – zweimal gewann die Unterbaselbieter die Partien. Zumindest in der nächsten Saison 2013/14 wird es keine Duelle mehr auf höchster Ebene geben, denn Nyon hat sich freiwillig in die Nationalliga B zurückgezogen.

Dramatische Partie mit Happy-End

Dafür standen sich am Pfingstsamstag die U19-Teams dieser beiden Klubs, welche ihr Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit legen, im Hinspiel (1/4-Final) gegenüber. Und es entwickelte sich eine intensive, abwechslungsreiche Partie, in der beide Mannschaften ihre starken Perioden und schwächere Perioden hatten. Die Jungs aus Nyon und Birsfelden begegneten sich auf Augenhöhe – in beiden Reihen standen Akteure, welche bereits in der Nationalliga A zu Einsätzen gekommen sind. Seitens der „Wings“ sind dies der umsichtige Spielmacher Branislav Kostic und Alessandro Verga. Beide waren auch die besten Punktesammler ihrer Equipe, wobei auch Zohair Khader und Jakob Mücke fleissig punkteten und zu den Aktivposten der Gäste gehörten.

Das Endergebnis von 67:68 für die Starwings ist ein erster Schritt, um den Einzug ins Final Four zu schaffen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Rückspiel in Birsfelden (Samstag, den 25. Mai 2013, 17.30 Uhr) wird nochmals zu einer Art „Finalissima“. Ein Punkt ist im Basket bekanntlich nichts. Beide Teams starten de facto bei Null – und mit dem Support des Publikums sollte es der U19-Mannschaft gelingen, dass sie das Final-Four-Turnier erreicht. Was ein Beweis wäre, dass die Starwings seit jeher den eigenen Nachwuchs fördern. Denn dieser ist das Kapital des Vereines!

BBC Nyon U19 – Starwings Basket U19 67:68 (39:42)

Rocher. – 100 Zuschauer. – SR: Hajdarevic/Foucqueteau.

Starwings: Branislav Kostic (16), Khader (12), Verga (15), Weber (2), Mücke (13); Schneider (5), Waibel, Soland, Aleksa Kostic (3), Lopez (2).

Bemerkungen: Viertelsresultate: 23:19, 16:23 (39:42); 16:7 (55:49) und 12:19 (67:68).

Der CVJM Birsfelden zeichnete sich als umsichtiger Organisator des Final-Four-Turnieres der vier besten Erstligisten aus. In einem hochstehenden Finalspiel gewann der BBC Martigny gegen den BC Winterthur mit 71:67 (33:42). Der „Cevi“ belegte den 4. Platz.

Von Jordi Küng

img_0735 Der Traum, der Gastgeber könnte um den Aufstieg in die Nationalliga B ein Wort mit- reden, war bereits am Samstagabend um 18.45 Uhr ausgeträumt. Dann nämlich leuchtete von der Skoretafel das Endresultat von 74:81 zu Gunsten des BBC Mar- tigny auf. „Uns sind die Grenzen, oder die Limiten, aufgezeigt worden. Auch wenn ich meiner Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen kann. Sie hat gegen den Gruppensieger Martigny alles gegeben“, so Birsfelden-Trainer Pascal Donati.

In der Tat war es unglaublich, wie sich der „Cevi“ nach einem 19-Punkte-Rückstand im letzten Viertel bis auf vier Zähler an Martigny herankämpfte. Unterstützt von einem laut mitgehenden Publikum, schien das Unmögliche doch noch möglich zu werden. Aber die individuelle Klasse und Souverenität der Walliser verhinderten, dass der CVJM die Partie noch kehren konnte. „Es wäre trotz allem mehr drin gelegen. Ich vermisste unser gewohntes Zusammenspiel. So waren wir berechenbar“, erklärte Luca Schwarz am Sonntagnachmittag, nachdem auch der kleine Final gegen Chêne – sportlich bedeutungslos – verloren gegangen war. Der Flügelspieler, der an beiden Tagen gute Leistungen zeigte, sprach da wohl die Individualität von Jordan Burgason an, der im Alleingang die Partie entscheiden wollte und oft zu forcierten Würfen griff. Auch wenn der Amerikaner der beste Skorer seines Teams gegen Martigny war.

Weder der Heimvorteil noch die Verpflichtung vor sechs Wochen des Amerikaners Jordan Burgason hatten also genügt, damit der „Cevi“ Birsfelden das Final-Four-Tur- nier der vier besten Erstligisten gewinnen konnte. Doch dies hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern mit der Stärke der Rivalen. Denn was die Zuschauer von Martigny und Winterthur vorgesetzt bekamen, war allerfeinste Basket-Kost. Das war seitens der Walliser Basketball mit Technik, schnellen Passstaffetten und Systemen, die kon- sequent durchgespielt wurden. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn in Martigny-Reihen hat es vier Spieler, die einst in Genf, bei Hérens Sion und dann in Monthey in der Nationalliga A spielten. Und dies durchaus anständig und auf Niveau.

Basketball 1. Liga CVJM Birsfelden saison 2012/2013 Winterthur beeindruckte durch seine Kaderbreite (jeder der zwölf Akteure kann be- denkenlos eingesetzt werden) und Physis sowie seinen lautstarken Anhang, der die Mannschaft von Daniel Drasljic vorbildlich unterstützte.

Wer am Sonntagnachmittag das Finale verfolgte (auch Ligapräsident François Bar- ras, Liga-Direktor Gabriel Gisler und Christof Hiltmann, Gemeindepräsident von Birs- felden und FDP-Landrat waren zugegen), sah sofort, dass die beiden besten Teams den Aufsteiger in die zweithöchte Klasse unter sich ausmachten. Wohl gewann Win- terthur drei von vier Vierteln, doch weil die Zürcher von der 21. bis 30. Minute einen veritablen Einbruch hatten, behielt Martigny das bessere Ende für sich.
Auch wenn der BCW in den Schlussminuten einen 9-Punkte-Rückstand (58:67) fast noch aufgeholt hätte. Sportlich ist der BBC Martigny, mit dem ehemaligen Birsfelder US-Profi Ed Gregg (213 Zentimeter) als Coach, aufgestiegen. Weil aber in der Nationalliga B einige Mannschaften (Blonay, Grasshoppers) den Rückzug antreten werden und Aarau den Aufstieg in die Nationalliga A wohl nicht wahrnehmen wird, dürfte auch Winterthur aufsteigen. „Und das ist gut so, denn wir spielen bereits auf Nationalliga-B-Niveau“, wie Trainer Drasljic selbstbewusst erklärte. Sowohl Walliser wie Zürcher werden für die Nationalliga B eine Bereicherung sein.

Halbfinal-Partien

CVJM Birsfelden – BBC Martigny 74:81 (30:39)

Sporthalle Birsfelden. – 160 Zuschauer. – SR: Hajdarevic/Antopkin.

Birsfelden: Schützinger (6), Mangold (14), Luca Schwarz (6), Joël Stadelmann, Bachmann (8); Burgason (22), Ahmeti (11), Sebastian Schwarz (6), Ruepp; Dietrich, Pakasa, Basil Stadelmann.

Bemerkungen: Beide Teams komplett. – Viertelsresultate: 17:21, 13:18 (30:39); 19:29 (49:68) und 25:13 (74:81).

BC Winterthur – Chêne Basket 73:49 (41:21)

Sporthalle Birsfelden. – 100 Zuschauer. – SR: Wagner/Kunz.

Spiel um Rang 3

Chêne Basket – CVJM Birsfelden 89:79 (41:40)

Sporthalle Birsfelden. – 100 Zuschauer. – SR: Huesler/Horvath.

Birsfelden: Mangold (9), Luca Schwarz (4), Basil Stadelmann (8), Bachmann (6), Ahmeti (4); Joël Stadelmann (12), Schützinger 15), Sebastian Schwarz (6), Burgason (13), Ruepp 1, Pekasa, Dietrich (1).

Finalspiel

BBC Martigny – BC Winterthur 71:67 (33:42)

Sporthalle Birsfelden. – 130 Zuschauer. – SR: Cutty/Pillet.

Bemerkungen: Viertelsresultate: 18:25, 15:17 (33:42); 24:8 (57:50) und 14:17 (71:67). – Martigny ist Erstligameister und steigt in die Nationalliga B auf.

Die Starwings verloren auch das dritte Playoff-Spiel gegen Fribourg mit 77:81 (35:37)

Von Georges Küng

Nach 30 Minuten schien die Partie entschieden, denn Fribourg hatte das dritte Viertel eklatant dominiert. Überhaupt glichen sich die drei Vergleiche sehr. Bis zur Pause boten die Starwings dem Rekordmeister Paroli, doch die erste Schwächephase nutzten die Romands aus, um entscheidend vorlegen.

Doch diesmal hatte Olympic nicht mit dem Kampfgeist und dem Support der Zuschauer gerechnet. In den letzten vier Minuten holten die Gastgeber Punkt um Punkt auf. Und was niemand für möglich gehalten hatte, traf ein Es war Routinier Anthony McCrory (35), der mit Distanzwürfen die Baselbieter wieder an Fribourg heranbrachte. Und die letzten 60 Sekunden spielten sich vor einer Tollhaus-Atmospähre ab. Das Publikum, das längst stand, witterte die Sensation, die dann doch nicht eintraf, weil Edwin Draughan mit dem letzten Angriff, beim Stand von 77:78, mit einem Dreipunktewurd dem Favoriten den dritten Sieg und somit dem Einzug ins Playoff-Finale sicherte.

Die Starwings durften erhobenen Hauptes, und unter dem tosenden Applaus der Zuschauer, vom Platz gehen. Sie, die niemals die Mittel und Möglichkeiten des Renommierklubs von der Saanestadt haben, zwangen den Gast, in der Endphase mit ihrem hochkarätigen Auslands-Quintett und Nationalspieler Jonathan Kazadi zu spielen. Bei den „Wings“ spielte der 18-jährige Branislav Kostic über 20 Minuten – und machte seine Sache gegen vor allem physisch überlegene Widersacher gut. Schade, dass weder ein Joël Fuchs (sein Repertoire beschränkt sich auf Distanzwürfe), Ralph Güttinger noch Niels Matter, die namentlich in der Offensive keine Akzente zu setzen vermögen, Faktoren waren. Und weil das Profi-Trio Brandon Jenkins, Jaraun Burrows und Justin Dobbins keine Wurftalente sind, konnte sich Fribourg darauf beschränken, die Zone „eng“ zu machen. Andererseits „wütete“ namentlich Dobbins unter den beiden Körben und war im 1:1-Duell weder von Ronald Yates, Darrius Garrett noch Matt Shaw zu stoppen.

Die Starwings werden im Oktober 2013 ihre 9. Saison in Folge in der Nationalliga A in Angriff nehmen. Ein Fakt, das es im Schweizer Basketball noch nie gegeben hat. Dass sich der „Exote“ seit einem Jahrzehnt im Konzert der Romands und Tessiner zu halten vermag, ist keine Selbstverständlich. Allerdings sind Eigengewächse, die Nationalliga-A-Niveau haben, in der Nordwestschweiz dünn gesät. Dies trifft allerdings auch auf die Landesgrösse aus Fribourg, Genf und Lugano zu. Es muss das Ziel des Vereines sein, die besten Deutschschweizer Basketballer in die einzige Hafenstadt der Schweiz zu holen. Denn mit einem fünften Ausländer oder einem Schweizer Spieler, der punkten kann, wäre nicht das grosse Fribourg, sondern die „kleinen“, aber heroisch spielenden Starwings ins Halbfinale eingezogen.

Starwings – Fribourg Olympic 77:81 (35:37)

Sporthalle Birsfelden. – 600 Zuschauer (freier Eintritt). – SR: Pizio/Mazzoni/Clerc.

Starwings: Jenkins (14), Fuchs (2), McCrory (15), Burrows (22), Dobbins (17); Güttinger (3), Kostic (2), Matter (2); Beltinger, Devcic, Smiljic, Verga.

Fribourg: Kazadi (5), Draughan (19), Reid (28!), Shaw (9), Yates (13); Garrett (2), Kovac, Uliwabo (5), Savoy; Cotture, Hoch, Manz.

Bemerkungen: Starwings ohne den Belgier Julien Rahier (beruflich verhindert). – Olympic ohne US-Profi Almanson (überzähliger Ausländer). – Viertelsresultate: 19:21, 16:16 (35:37); 14:31 (49:68) und 28:13 (77:81). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 40. Yates. – Fouls: Starwings 18, Fribourg 17. – Zu den besten Spielern wurden Dobbins und Draughan (beide USA) gewählt.

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