Starwings Games LIVE




Nächste Spiele
LNA
SO 11.12.2016 16:00 Uhr
5 STELLE SAM Basket Massagno - Starwings Basket
Palamondo

HU19
SO 11.12.2016 13:15 Uhr
Starwings Basket 1 - SC Uni Basel
Sporthalle

HU19I
SA 10.12.2016 14:30 Uhr
BC Winterthur - Starwings Basket
Rennweg Berufs+Fachschule

HU14
FR 09.12.2016 18:30 Uhr
BC Arlesheim 1 - Starwings Basket
Gerenmatte 1

Tickets
Bestell dir jetzt schon ein Ticket für nächste Saison

Preise und Online bestellen

Starwings Termine
Alle Termine von allen Starwings Teams auf einen Blick

Starwings Termine

Starwings bändigen die Tiger

Die Starwings bezwingen Lugano Tigers mit 64:56 (36:37): Dem Birstaler Basketball-Kombinat gelingt ein Husarenstück. Aus einem 44:54-Rückstand machten die Gastgeber in den letzten vier Minuten einen Sensastionssieg.

Es gibt Siege, die es aufgrund der Stärkeverhältnisse gar nicht geben dürfte. Denn die Möglichkeiten zwischen den “Wings” und Lugano stehen diametral zueinander. Die Tessiner haben in diesem Jahrzehnt neun Meistertitel und vier Cupsiege errungen – und den nationalen Basket geprägt, ja dominiert. In ähnlicher Form, wie es der FC Basel im Fussball tut.

Sicher, seit zwei Jahren (der letzte Titel datiert aus der Saison 2013/14) sind die “Tigers” schlagbarer geworden. Aber noch immer gelten sie Jahr für Jahr als Titelkandidat. Auch wenn ihre ausländischen Profispieler heuer nicht mehr jener «classe supérieur wie zu den allerbesten Zeiten angehören. Nach zehn Minuten führten die Starwings mit 14:9 – es gab Jahre, da benötigte Lugano drei Angriffe, um auf diese Punktzahl zu kommen.

Doch bereits zur Pause lagen die Südscweizer knapp vorne, nach 30 von 40 Minuten stand es 42:48 und nach 35 Minuen 44:54. Die Partie hatte die erwartete Kehrtwende genommen, die Starwings spielten ordentlich, aber doch nicht gut genug, um das “Grande Lugano” am Pflichtsieg zu hindern. Vor allem der Weg zum Korb blieb den Baselbietern versperrt, auch wenn Lugano ohne seinenetatmässigen Center Eric Williams (USA) spielen musste. Und weil die Wurfquote beidseits bescheiden blieb (bei den Dreiern 18 Prozent…), war das Skore entsprechend tief.

Finales Furioso

Doch nach genau 35 Minuten und 11 Sekunden änderte sich alles. Chris Jones war jener Spielmacher, den er sein muss, wenn die Starwings erfolgreich sein wollen. Octavius Brown setzte zwei Dreier aus sieben Metern in den Korb, Joël Fuchs, der Captain, fletschte mit den Zähnen und verwandelte sich in einen Tiger, während sich Björn Schoo (213cm) jeden Defenserebound holte. Und Alessandro Verga war der Aggressivleader in der Defense und bei den Gegenstössen hellwach. Lugano sah seinen komfortablen Zehn-Punkte-Vorsprung innert zwei Minuten wegschmelzen und hatte dem entfesselten Quintett aus Birsfelden nichts mehr entgegen zu setzen. Ein 20:2 in vier Minuten ist surreal, nicht erklärbar – und gerade das Faszinierende am Basket. Dass innert Sekunden eine Partie kehren kann.

Damit liegen fünf Teams mit 10:4-Punken an der Tabellenspitze. Mit Fribourg, Genf und Neuchâtel die Landesgrössen. Mit dabei aber auch Central Luzern und die Starwings. Die “Underdogs”, die Deutschschweizer Exoten. Und es gibt Stimmen aus der Romandie und Tessin, die befürchten, dass dies keine Momentaufnahme bleiben muss. Lugano jedenfalls verlor schon im letzten Jahr in der Sporthalle Birsfelden. Und verliess die Stätte der Schmach nicht wie ein stolzer Tiger, sondern deroutiert und
traumatisiert.

Starwings – BC Lugano 64:56 (26:27)

Sporthalle Birsfelden. – 275 Zuschauer. – SR: MIchaelides/Emerz/Bovard.

Starwings: Jones (24), Herrmann, Fuchs (10), Brown (20), Vinson (2); Schoo (4), Verga (4), Sager; Hauri, Pavlovic.

Lugano: Kaylon Williams (6), Stockalper (8), Steinmann (20), West (7), Carez (5); Louissaint (7), Musongo (2); Lukic.

Bemerkungen: Starwings ohne Carrara und Thélémarque (beide verletzt). – Lugano ohne US-Profi Eric Williams (verletzt). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 35. West. – Fouls: Starwings 20, Lugano 15. – Viertelsresultate: 14:9, 12:18 (26:27); 16:21 (42:48) und 22:8 (64:56). – Zu den besten Spielern wurden Octavius Brown (USA) und Florian Steinmann gewählt.

Die „Tigers“ sind weiterhin Garant für grosse Basket-Kost

Am Samstagabend (17.30 Uhr; Sporthalle Birsfelden) empfangen die Starwings mit dem BC Lugano ein Klub und eine Mannschaft, welche das 3. Jahrzehnt im Schweizer Basketball geprägt und zeitweise eklatant dominiert haben.

Seit dem Jahre 2000 haben die Luganesi acht Schweizer Meistertitel gewonnen. In der gleichen Zeitspanne gab es auch vier Cup-Triumphe. Kurzum: Wer in der Neuzeit Schweizer Basketball denkt, sagt automatisch Lugano.

Ein Blick auf die aktuelle Tabelle könnte zur (falschen) Meinung führen, dass die Tessiner nicht mehr zu den Grossen zählen. Platz 7 mit einer negativen Bilanz (drei Siege, vier Niederlagen) entsprechen weder den Möglichkeiten noch dem eigenen Selbstverständnis der Südschweizer. Es gab Spielzeiten, da verloren die „Tigers“, wie sich Lugano seit einigen Jahren nennt, maximal ein oder zwei Matches.

Heuer setzte es in der Innerschweiz gegen Central Luzern eine Niederlage ab. Auch das Derby gegen SAM Massagno ging verloren. Nur… in den Cuppartien spielte Lugano nochmals gegen Luzern und Massagno. Und siehe da: Beide Partien entschied Lugano souverän für sich. Seit Mittwochabend weiss Swiss Central genau, dass die Körbe in der „Sonnenstube der Schweiz“ sehr hoch hängen…

Wiedersehen mit Kaylon Williams

Kaylon Williams - Starwings

Sicher, der samstägliche Gast hat in seinem Kader bereits ordentliche Retouchen, auf dem Posten der ausländischen Spieler (im Tessin sind alle Akteure übrigens Profis!) angebracht. Einer jedoch soll die Equipe führen und lenken: Kaylon Williams. Dieser ist den Starwings-Anhängern aus der legendären Saison 2014/15 bestens bekannt, als Williams, zusammen mit Riley Luettgerodt, A.J. Pacher und Darell Vinson jenes magische Quartett bildete, welches als Bestes der gesamten Nationalliga A bezeichnet wurde. Die Freundschaft zwischen Kaylon und „Mister Double Double“ wird vor und nach der Partie gepflegt, während 40 Minuten jedoch sind Williams und Vinson Kontrahenten.

Auch wenn die „Wings“ mit einer superben Bilanz von vier Siegen (davon zwei in der Fremde) und zwei Niederlagen ins Spiel gehen, sind sie nicht Favorit. Ein hochkarätiges Profi-Quartett sowie der unverwüstliche Derek Stockalper garantierten für höchste Basketball-Kost. Und mit Fernandon Mussongo wächst beim BC Lugano ein Spieler heran, der stark an einen Clint Capela erinnert.

An diesem Samstag ist in Birsfelden grosser Basketball-Tag. Nicht nur wegen der Affiche gegen den einstigen Serienmeister. Nebst der Nationalliga-A-Partie wird der „Wings“-Nachwuchs, das grösste Kapital des Klubs, aufzeigen, dass auch in heimischen Gefilden junge Talente reifen und sachte ans höchstmögliche Niveau herangeführt werden.

12.15 Uhr: Starwings U14 – Jura Basket 1
14.45 Uhr: Starwings U19 Inter – Grasshoppers Club Zürich Wildcats
17.30 Uhr: Starwings – BC Lugano
19.45 Uhr: Starwings U19 Regional (U16) – BC Arlesheim

Ein Sieg des Kollektivs über zwei Wurfmaschinen

Die Starwings gewinnen das Basket-Derby gegen den BC Winterthur mit 82:69 (44:41)
Das Birstaler Kombinat wurde seiner Favoritenrolle erst in der Schlussphase ge- recht. Mit dem Erfolg über das Schlusslicht rückten die Unterbaselbieter in der Rangliste der Nationalliga A auf den 4. Platz vor.

NLA-Team-Spiel

Der Auftakt war seitens der Gastgeber beschwingt und die „Wings“-Stammfünf mit Spiel­macher Chris Jones, Alexis Herrmann, Captain Joël Fuchs, Octavius Brown und Center Darell Vinson zeigte flotte Spielzüge. 7:0 nach 115 Sekunden und 13:3 nach vier Minuten liessen die gutgelaunten Zuschauer glauben, dass der Vergleich mit „Winti“ zu einer Form­sache respektive besserem Sparring würde. Doch schnell ging der Anfangselan verloren und die Gäste hatten als Antwort zwei Spieler, welche alleine den Gast ins Spiel zurück­brachten und danach in der Partie hielten. Aufbauer Rashad Whack (USA), bis vor zwei Wochen Alleinunterhalter, hat mit Keith Downing einen Landsmann erhalten, der einer Wurfmaschine gleich aus allen Distanzen, Lagen und Positionen wirft. Und zumeist auch trifft. Diese beiden Amerikaner, nahmen zusammen 43 von 63 Würfen der Zürcher; US-Center Sean Sheldon versuchte, jene Bälle zu pflücken, welche nicht in den Korb gingen. Und die Schweizer Spieler, darunter mit dem ex-Starwings-Akteur Stefan Petkovic immer­hin das einstige Jahrhunderttalent, sind maximal Ergänzungsspieler. Gasttrainer Daniel Rasljic darf jedoch mildernde Umstände aufführen. Mit dem Senegalesen Badou Diagne (23, 201 cm) fehlte unter den Brettern ein wichtiger Mann, der eine grössere Rotation er­möglicht hätte.

Als Kollektiv stärker 

Natürlich ist bei den Starwings die Stammfünf auch dominant; aber als 6. Mann kam mit Patrik Hauri ein Mann, der erst vor einer Woche in Boncourt zu seinen ersten Minuten in der Nationalliga A gekommen war. Und zuletzt konnte Cheftrainer Roland Pavloski doch neun Akteuren das Vertrauen schenken; während die Bank von Winterthur keinen einzigen Zähler beisteuerte, erzielten Hauri, Björn Schoo, Alessandro Verga und Philippe Sager doch 15 Punkte.

Dass die Starwings nie entscheidend wegkamen, und einige Male mit einem oder zwei Punkten in Rückstand lagen, hatte auch damit zu tun, dass mit Chris Jones der Denker und Lenker vorerst von allen guten Geistern verlassen war. Bereits nach 17 Minuten wies der Mann, der auf seiner Position der wohl kompletteste Spieler der gesamten Nationalliga A ist, drei Fouls auf. Und hatte weder gepunktet (zwei Zähler) noch seine Mitspieler mit Zuspielen bedient. Die Folge war, dass Jones während des ganzen dritten Viertels auf der Bank sass. Und als es nach 35 Minuten und drei Sekunden 65:66 stand, da wusste jeder­mann in der Sporthalle, dass es zu dramatischen Endminuten kommen würde.

Zu diesem Zeitpunkt stand Jones wieder auf dem Feld – und er war es, der mit einen superben Dreier und sicheren Freiwürfen (sechs von sechs) die Starwings zu einem sicheren Erfolg führte. Er erzielte in sieben Minuten 13 Punkte und deutete an, wozu die­ser Mann fähig ist.

Zweimal ein „Double – Double“ 

Unter den Brettern ackerte und rackerte Darell Vinson. 15 Rebounds und 15 Punkte wer­den seinem Namen „Mister Double – Double“ gerecht. Aber auch Octavius Brown, der nach seinem schwarzen Cupabend gegen Lausanne mächtig aufgedreht hat, zeichnete sich durch 18 Zähler und zehn Rebounds ab. Und in den zweiten 20 Minuten konnte er seinen Antipoden Downing mächtig reduzieren. Hatte der Flügelspieler in der ersten Halb­zeit noch 23 Punkte erzielt, blieb seine Ausbeute bei sieben Zählern überschaubar.

Der gewohnt sichere Wert war Fuchs, der diesmal seine Punkte nicht mit Distanzwürfen erzielte, sondern bewusst zum Korb ging und mit seinen energischen Durchbrüchen die Winterthurer Defense vor Problemen stellte.

Mit einer Bilanz von 4:2-Erfolgen, bei zwei Auswärtssiegen, sind die Starwings blendend in die Saison gestartet. Noch gelingt es der Mannschaft nicht, die guten Phasen über eine längere Periode zu halten. Aber man spürt, dass da eine Mannschaft am Werk ist, die soli­darisch zueinander ist und ein jeder bereit ist, Fehler des Nebenmannes auszubügeln.  Bereits am kommenden Samstag gastiert das einst „Grande Lugano“ in Birsfelden. Der Serienmeister aus dem Tessin ist nicht mehr ganz so „grande“, aber weiterhin eine Lan­desgrösse. Würde das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat jedoch auch diesen Vergleich gewinnen, so würden sich die Starwings im ersten Drittel der Tabelle festsetzen – und eini­ge vermeintliche Titelkandidaten (Lugano, Neuchâtel) hinter sich gelassen haben.

Starwings – BC Winterthur 82:69 (44:41) 

Sporthalle Birsfelden. – 355 Zuschauer. – SR: Novakovic/Sani/Hüsler.

Starwings: Jones (15), Herrmann (5), Fuchs (14), Brown (18), Vinson (15); Hauri (2), Schoo (8), Verga (5), Sager; Devcic, Pavlovic.

Winterthur: Whack (16), Petkovic (3), Downing (30), Savon (6), Sheldon (14); Marchand, Ra­mirez, Hulliger; Henrici.

Bemerkungen: Starwings ohne Carrara und Thélémarque (beide verletzt). – Winterthur ohne den Senegalesen Diagne und Disanayake (beide verletzt). – Viertelsresultate: 19:20, 25:21 (44:41); 13:14 (57:55) und 25:14 (82:69). – Fouls: Starwings 14, Winterthur 15. – Zu den bes­ten Spielern wurden Brown und Downing (beide USA) gewählt.

Es gibt nie Pflichtsiege und Erfolge sind keine Selbstläufer

Morgen Sonntagnachmittag (16 Uhr; Sporthalle Birsfelden) empfangen die Starwings zum Deutschschweizer Derby den BC Winterthur. Wer glaubt, dass dieser Vergleich aufgrund der Punktezahl und Rangierung eine Formsache wird, irrt gewaltig.

Den Titel haben wir „geklaut“. Denn es ist Urs Fischer, der Cheftrainer des FC Basel, der bei jeder medialen Pressekonferenz im Hinblick auf vermeintliche Pflichtspiele gegen in­feriore nationale Konkurrenz den Journalisten in Erinnerung ruft, dass „jeder Sieg, egal ge­gen welchen Rivalen und in welcher Sportart, immer das Produkt von harter (Trainings-)Arbeit, konzentrierter Spielweise und Kampfwillen ist“. 

Auch Roland Pavloski, Trainer der Starwings, wird sich diesen Worten anschliessen kön­nen. Die „Wings“ haben auf das Cup-Out eine ganz starke Reaktion gezeigt und das Der­by in der Ajoie – vor einer Rekordzuschauerzahl von 1122 Matchbesuchern – gewonnen. Das ist keine Selbstverständlichkeit – und war das Produkt aller vorgängig erwähnten Ei­genschaften und Tugenden. 

Mit „Winti“ kommt eine Equipe nach Birsfelden, die aktuell punktelos ist. Aber die Zürcher sind, im Vergleich zum letzten Jahr, keine „Prügelknaben“ mehr. Sondern haben den Lan­desgrössen in jeden Match gefordert – teils so viel, dass der Widersacher erst in der End­phase den Sieg sicherstellen konnte. Was Winterthur kann, hat die Mannschaft von Trai­ner Daniel Rasljic bereits am Novartis-Cup gezeigt, als zuerst Boncourt geschlagen wurde, bevor das Endspiel gegen den Gastgeber verloren ging.

 „Winti“ hat massiv aufgerüstet 

Winterthur war auf dem Transfermarkt sehr aktiv. Heuer stehen vier hochkarätige Profi­spieler zur Verfügung, wobei Rashad Whack individuell wohl die auffälligste Figur der ge­samten Nationalliga A ist. Und der vor zehn Tagen verpflichete Keith Downing (24, 196 cm) hat letzte Saison in Luxemburg so ziemlich alle Rekorde pulverisiert. Unter den Brettern stehen die 206 cm von Sean Sheldon – ein Amerikaner, den auch Pavloski im Sommer auf dem Radar hatte. Und mit Stefan Petkovic kommt ein Altbekannter in die Sporthalle Birs­felden. Der frühere Nationalspieler nähert sich langsam wieder seiner besten Verfassung aus vergangenen Tagen, als der Jüngere der Petkovic-Brüder ein nationales Aushänge­schild war. 

Kurzum: Nur wenn die Leistung aus Boncourt bestätigt, oder sogar über 40 Minuten durch­gezogen werden kann, wird ein weiterer Erfolg möglich sein. Denn Pflichtsiege und Erfolge „im Vorbeigehen“ gibt es nicht!

Kühlen Kopf im glühenden Dampfkessel bewahrt

Die Starwings gewinnen das emotionale Verbands-Derby beim BC Boncourt mit 82:73 (37:32) 

In einer Tollhaus-Atmosphäre vor 1122 sehr lauten Zuschauern gelingt dem Birstaler Basket-Kombinat ein veritabler Exploit. Topskorer der Partie war der am Mittwoch noch so arg gescholtene Octavius Brown, der diesmal eine superbe Darbietung zeigte.

Hauri_Boncourt
Am Mittwochabend, bei der 70:75-Heimniederlage im 1/8-Finale des Schweizer Cups ge­gen den BBC Lausanne, hatten die Starwings eine matte, teils lethargische Darbietung ge­boten. Und aus dem Ensemble fiel US-Profi Octavis Brown ab, dem nichts geglückt war.

Nur 72 Stunden später mussten die Unterbaselbieter in Boncourt antreten. Im äussersten Zipfel der Nordwestschweiz, wo die legendäre „Salle sportive“ im Volksmund „Le Chaudron“ (der Dampfkessel) heisst. Weil zu den grössten (Meister-)Zeiten in diesem Tollhaus alle Rivalen förmlich abgekocht wurden. Auch internationale Widersacher, die sich mit der engen Halle, dem kleinen Spielfeld und den Anhängern, die sich „Rote Teufel“ nennen, nie anfreunden konnten.

Auf diese Saison hin brennt der Dampfkessel wieder. Beweis hiefür ist, dass praktisch so viele Zuschauer sich in die Halle drängten wie Boncourt Einwohner hat… Und nach dem grandiosen Auswärtssieg der Jurassier beim Titelkandidaten Union Neuchâtel war die Fra­ge nicht, ob der BCB gewinnen wird, sondern einzig über die Höhe des Erfolges wurde philosophiert. Aber oha lätz: Die herbe Kritik auf das Ausscheiden gegen Lausanne dürfte einige Akteure in ihrem Stolz verletzt haben. Und auch Cheftrainer Roland Pavloski hatte zum Team Klar­text gesprochen, auch wenn er dieses – gegen aussen (zurecht) – in Schutz genommen hatte.

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Die Literatur kennt den Klassiker „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ des schottischen Schriftsteller Robert Louis Stevenson aus dem Jahre 1886. Diese Novelle ist eine der berühmtesten Ausformungen des Doppelgängermotives in der Weltliteratur. Wir wissen nicht, ob Octavi­us Brown dieses Werk kennt oder gar gelesen hat. Aber sein Auftritt in der Ajoie war wie ein „umgekehrter Handschuh“. Der 206 Zentimeter grosse Mann brachte sechs von neun Dreiern in den Korb, war beim Rebound präsenter, in seinen Aktionen entschlossener und spielte mit einer gesunden Portion Aggressivität. In dieser Verfassung wünscht man sich diesen Mann, der in seinem College in Mississippi mit guten Quoten und Statistiken brilliert hatte, so dass der Weg zum Profispieler in Europa weit offen schien.

Kollektiv überzeugte

Während der ganzen Partie lagen die Starwings in Führung. Nach 30 Minuten sogar mit 14 Punkten, doch dieser Vorsprung drohte im letzten Viertel einige Male bedrohlich zu schmelzen. Aber just in jenen Momenten, wo das Momentum kippen konnte (und die Zuschauer förmlich die Gastgeber zum Sieg brüllen wollten), behielten die Gäste aus Birsfel­den kühlen Kopf und brachten den Erfolg stilsicher über die Zeit. „Alle haben exzellent ge­spielt und ihre Aufgabe vollauf erfüllt“, so Starwings-Trainer Roland Pavloski.

Team-Captain Joël Fuchs spielt konstant, im Angriff wie in der Defense, auf höchstem Ni­veau. Boncourt-Eigengewächs Alexis Herrmann, der mit Willkommens-Spruchbändern be­grüsst wurde, spielte in seinem „Wohnzimmer“ grandios auf – und wurde als bester Star­wings-Spieler ausgezeichnet. Man hätte ebenso gut Topskorer Brown, Fuchs oder Darell Vinson, der wieder einmal der „Mister Double-Double“ war (zehn Punkte, elf Rebounds), wählen können. Oder Routinier Björn Schoo (35, 213 cm), der mit seiner Erfahrung und Effizienz dafür sorgte, dass im Starwings-Spiel kein Bruch entstand. Gut auf der Gegenseite auch Branislav Kostic; das Eigengewächs des CVJM Birsfelden hat sich im Jura bestens eingelebt und ist eine fixe Grösse im Bon­court-Ensemble.

Erste Minuten für Patric Hauri

Und ebenso viel zum Erfolg trug der ex-U21-Nationalspieler Patrik Hauri (23) bei. Es wa­ren seine allerersten Minuten in der Nationalliga A – „und seine Athletik, Energie, Kampf­kraft und Wille waren ein starkes Zeichen, dass wir nur mit diesen Attributen in Boncourt bestehen konnten“, so Pavloski. Und da war Philippe Sager, der Nationalspieler Vincent Gaillard (der einige Zentimeter grösser ist und schon mal im höheren zweistelligen Punkte­bereicht skort) „völlig aus dem Spiel nahm, so dass sich dieser entnervt auswechseln liess“, wie Pavloski zufrieden konstatierte.

Mit diesem Erfolg, wider jeglichen Prognosen, rücken die Starwings in der Tabelle auf Platz 5 vor. Und empfangen am nächsten Sonntag in der Sporthalle Birsfelden den punk­telosen Tabellenletzten Winterthur. Zur Euphorie besteht noch kein Grund – „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ schien in dieser noch jungen Saison 2016/17 die Lieblingslektüre einiger Spieler zu sein. Können die Starwings-Basketballer aber ihre Leistungen stabilisieren und den samstäglichen Auftritt als Norm festsetzen, dann darf man sich auf die Fortsetzung der Basket-Saison sehr freuen.

 

BC Boncourt – Starwings 73:82 (32:37)

Salle Sportive. – 1122 Zuschauer. – SR: Clivaz/Mazzoni/Gonçalves.

Boncourt: Sumler (20), Kostic (13), Rochford (14), Gaillard (3), Calasan (11); Dyck (8), Landenbergue (4), Louissaint, Gredy, Mputu. 

Starwings: Jones (13), Herrmann (7), Fuchs (17), Brown (23), Vinson (10); Schoo (10), Sager (2), Hauri; Dev­cic, Verga.

Hauptsponsoren
Unbenanntes Dokument
Co-Sponsoren
Unbenanntes Dokument

Medical und Health Partner
Unbenanntes Dokument

Media Partner
Unbenanntes Dokument