Der Modus der Spielzeit 2011/12 sieht, bei neun Teams, drei Qualifikationsrunden (24 Partien) vor. Danach erfolgen die Playoffs im best-of-five-Modus, wobei der Erste auf den Achten, der Tabellenzweite auf den Siebtklassierten, der Ranglisten-Sechste auf das Team auf Platz 3 und der Fünfte gegen den Vierten trifft.
An diesem Wochenende wird die letzte Runde des 2. Qualifikationsdurchganges gespielt. Die Starwings haben ihr Pensum bereits absolviert und sind demzufolge spielfrei. Danach wird der Spielplan für die 3. Runde erstellt. Dabei haben alle Teams jeweils vier Heim- und vier Auswärtspartien. Der Auftakt wird am Mittwoch, den 8. Februar 2012 erfolgen. Vorher wird am Wochenende des 3./4. Februar noch das Final Four im Ligapokal gespielt. Mit von der Partie sind Lugano, Les Lions de Genève, Fribourg Olympic und der BBC Monthey.
Die Starwings wissen bereits seit dem letzten Wochenende, dass sie zuhause auf den BC Boncourt, den BBC Nyon (das sich mit dem US-Profi Nathan Connolly, ex-Vacallo, verstärkt hat), SAM Massagno und BC Lugano treffen wird.
Sobald der Spielplan bekannt und erstellt ist, wird dieser an dieser Stelle publiziert.
Heimspiele:
Nyon, Massango, Boncourt und Lugano
Auswärtsspiele:
Fribourg, Genf, Vacallo, Monthey
Auch in Bestbesetzung wären die Starwings gegen „Les Lions de Genève“ Aussenseiter. Doch weil beim Deutschschweizer Aushängeschild gleich beide Profispieler ausfielen, war der Vergleich mit dem Titel-Mitfavoriten bereits vor Anpfiff entschieden. Die 57:86 (27:44)-Niederlage spricht eher für den Verlierer als für den Gewinner.
Die Starwings haben nur zwei Profi-Basketballer in ihren Reihen. Alle anderen Klubs spielen mit einem Quartett oder Quintett. Einige unterhalten, ob aus Spass oder Luxus sei offen gelassen, sogar Sextett. Doch wenn beide Berufsspieler ausfallen, so steht auf dem Parkett eine Mannschaft, die das Rad des Schweizer Basketballes um 40 Jahre zurückgedreht hat. In eine Zeit, wo man noch in Turnhosen und werbefreien Leibchen Basket spielte. Gespielt wurde in Turnhallen. Ältere Semester werden sich an die legendäre Rheinparkhalle (CVJM Birsfelden) oder Gymnasium Münchenstein (Uni Basel) erinnern.
Brandon Jenkins (USA) ist seit längerer Zeit verletzt. Und wird es weiterhin bleiben. Jaraun Burrows, der fliegende Mann von den Bahamas, konnte wegen einer Grippe nicht spielen. Auch Miroslav Petkovic war vergrippt, doch rang sich der Zürcher durch, seinen Mann zu stellen. Also stand Routinier Tony McCrory (35), der Englischlehrer, zusammen mit Schweizer Elitespielern einer Armada von Ausländern gegenüber. Denn in Genf gilt, seitdem der Honig von den Bäumen zu fliessen scheint: Kein Ausfall, der nicht besser kompensiert wird. Selbst wenn ein Junior ausfällt, wird ein Hochkaräter eingeflogen. Und die Genfer Löwen können aufführen, dass sie auf Julew Aw, ein „Basket-Schweizer“ aus Nigeria und den Senegalesen Babacar Toure verzichten mussten. Dennoch konnten es sich die Genfer erlauben, Tony Brown, der Captain der Starwings der zwei letzten Spielzeiten, als 6. Mann zu bringen.
Die ersten Körbe erzielten die Starwings, wobei Rückkehrer Reto Schwaiger mit einem Dreipunktewurf dem Publikum den ersten Szenen-Applaus abrang. Danach setzten sich die Genfer durch. Nicht, weil sie Weltklasse-Basketballer sind. Sie setzten sich durch, weil sie vor allem unter den Körben eine eklatante Überlegenheit ausspielen konnten. Denn eines wurde in diesem gar ungleichen Vergleich klar: Ohne ausländische(n) Center ist man in der Nationalliga A chancenlos. Selbst wenn der Kleinbasler Niels Matter und der Aargauer Roman Albrecht viel Einsatzwillen zeigten. Der Substanz-Unterschied zu Profispielern, welche zumindest eine Basisausbildung genossen haben, ist frappant. Der Gast kam zu zweiten, dritten und vierten Bällen. Die Gäste spielten schneller und auf einer höheren Etage als die „einheimischen Jungs“. Würden die Klubs ihren Nachwuchs fördern, vor allem aber ausbilden, würde man nicht Teams sehen, die zu 90 Prozent aus Söldnern, eingebürgerten Ausländern oder Doppelbürgern bestehen. Auch da haben Les Lions de Genève vorzügliche Arbeit geleistet.
Den Starwings ist es hoch anzurechnen, dass sie – trotz ihrer Inferiorität – nie aufgaben und ab und zu aufzeigten, dass in ihren Reihen gute nationale Akteure stehen, die bei den Landesgrössen nur das Kontingent (für das Matchblatt) auffüllen würden. Und wohl die Spielstatistik machen müssten. Dafür gibt es auch Batzelis, so dass man sich Profispieler nennen kann. Das Wort „Profi“ kann mit einem Buchstaben ergänzt auch Profit-Akteur heissen…
Die neuformierte Equipe „Les Lions de Genève“ hat zwei weitere Punkte für die Tabelle gewonnen. Ob der Schweizer Basketball gewonnen hat, dürfte die Romands momentan wenig interessierten. Die Starwings beenden die ersten 16 Runden auf Platz 6. Das ist gut, das ist sogar sehr gut. Denn das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat kämpft mit Sackmessern gegen fünf Equipen, die ein ganzes Arsenal mobilisieren können. In der 3. Qualifikationsrunde können die Unterbaselbieter den BC Boncourt, BBC Nyon und die SAM Massagno (nebst Meister BC Lugano) zuhause empfangen. Sollten bis dann Mister Jenkins und Mister Burrows wieder ihrem angestammten Beruf nachgehen können, so sollten Erfolge gegen die anderen „Armenhäuser“ der Liga möglich sein. Man wäre also Meister der zweiten Tabellenhälfte.
Grotesk würde es erst, wenn die Genfer Löwen mit einem Schweizer Quintett, wie es die Starwings gestern während 25 Minuten getan haben, spielen müssten. Warum? Weil es in der Weltstadt Genf, wo einst vor 80 Jahren der Weltverband gegründet wurde, keine fünf Schweizer Spieler für die Nationalliga A gibt. Dafür Mäzene, die eine internationale Equipe kaufen und unterhalten können. Damit sich diese stresslos verlustieren können. Auch das ist Schweizer Basketball.
Starwings – Les Lions de Genève 57:86 (27:44)
Sporthalle Birsfelden. – 425 Zuschauer. – SR: Carlini/Sala/De Martis.
Starwings: Petkovic (12), Fuchs (7), Schwaiger (10), McCrory (6), Matter (7); Albrecht (4), Kostic (1), Güttinger (10), Stauch; Beltinger, Verga.
Les Lions de Genève: Jaunin (7), Buscaglia (13), Jukes (18), Bing (17), Barnette (11) ; Brown (10), Maruotto (7), Mafuta, Deforel (3).
Bemerkungen : Starwings ohne die beiden Profispieler Jenkins (verletzt) und Burrows (krank). – Les Lions de Genève ohne den Nigarianer Aw (der mit Schweizer Lizenz spielt) und den Senegalesen Toure (rekonvaleszent). – Viertelsresultate: 9:24, 18:20 (27:44); 17:21 (44:65) und 13:21 (57:86).
Wenn morgen Samstag (17.30 Uhr; Sporthalle Birsfelden) die Starwings gegen den Titel-Mitfavoriten Les Lions de Genève auflaufen, wird dieses Duell auch zu einem Wiedersehen mit zwei charismatischen Spielern.
Bei den Starwings wird Reto Schwaiger (24, 193cm) seinen Heimspiel-Einstand geben. Es ist das dritte Mal, dass der Nationalspieler aus Münchenstein, der beim BC Arlesheim das Basket-ABC erlernt hatte, für die „Wings“ spielt. Sein letzter Auftritt als Starwings-Akteur in der Sporthalle Birsfelden geht auf Ende Mai 2008 zurück. Damals standen die Starwings im Playoff-Halbfinale, gewannen vor 1025 (!) Zuschauern gegen Lugano mit 84:80 und zwangen den Champion und späteren Meister in eine fünfte, entscheidende „Belle“.
Von jenen neun Mitspielern um die unvergesslichen Mike Coffin, Jared McCurry, Sheray Thomas und Ray Henderson hat Schwaiger bei seiner Rückkehr mit Niels Matter und Routinier Anthony McCrory (35) noch zwei Akteure angetroffen. Obwohl er seit der Saison 2008/09 in der Ajoie, beim früheren Meister Boncourt spielte, brach der Kontakt zu einzelnen Exponenten der Starwings nie ab. Schwaiger hatte und hat seinen Lebensmittelpunkt an seinem Wohnort Münchenstein und in Basel.
„Ich habe immer gesagt, dass ich dereinst meine Laufbahn bei den Starwings beenden möchte. Dass es allerdings schon jetzt zu einem Wechsel kommen würde, kam ein wenig unverhofft“, erklärt Schwaiger. Der athletische Flügelspieler absolviert seit August in Zürich die „Pasarelle“, das Prüfungsjahr für den Eintritt in eine Universität respektive Hochschule. Verläuft alles nach Plan, wird er im Herbst 2012 an der Universität Basel ein Sportstudium beginnen.
„Reto kann uns sicher helfen“, hatte Starwings-Cheftrainer Danijel Eric nach dem Heimsieg gegen SAM Massagno (75:44), als der Wechsel von Schwaiger an der Pressekonferenz offiziell wurde, erklärt. Reto Schwaiger hat dies bereits am letzten Mittwoch beim 77:59-Auswärtserfolg in Nyon eindrücklich gezeigt. Zwölf Punkte, bei einer sehr guten Wurfquote, in 26 Minuten Spielzeit sind ein starkes Zeichen.
Wiedersehen mit ex-Captain Tony Brown
Auch wenn bei den „Genfer Löwen“ mit Jules Aw (der Nigerianer spielt mit einer Schweizer Lizenz) und Babacar Touré zwei Leistungsträger fehlen, so geht der neuformierte Genfer Grossklub als klarer Favorit ins Spiel. Etwelche verletzte Spieler, und seien es Junioren, werden umgehend ersetzt. Ein hochkarätiges ausländisches Quartett sowie Nationalspieler Vladimir Buscaglia garantieren für Substanz und Spektakel. Gespannt ist man auf den Auftritt von Tony Brown, welcher die zwei letzten Jahren bei den Starwings als Captain und Topskorer fungiert hatte. Die Starwings-Anhänger wäre nicht unglücklich, wenn Tony einen nicht ganz so guten Wurftag erwischen würde…
Die Starwings müssen weiterhin auf Brandon Jenkins verzichten. Doch Miroslav Petkovic hat am letzten Mittwoch in Nyon gezeigt, dass er ein ganz starker Spielmacher ist. Während 40 Minuten führte er Regie, verteilte sieben Assists, erzielte zudem 13 Punkte (bei einer grandiosen Wurfquote), liess sich vier Steals notieren – und hatte die mit Abstand beste Evaluation aller Spieler.
Als Reto Schwaiger letztmals in der Sporthalle spielte, säumten über Tausend Zuschauer (in Zahlen: 1000) das Feld. Es wäre schön, wenn der Grossteil morgen Samstag ihn herzlich Willkommen heissen würde.
Dank einer starken Kollektivleistung und einem beeindruckenden Kampfgeist sowie Siegeswillen kamen die „Wings“ in Nyon zu einem verdienten und nie gefährdeten 77:59 (43:29)-Sieg.
Die Starwings haben gestern Abend den wohl entscheidenden Schritt für die Playoff-Qualifikation gelegt. Mit dem Erfolg im Waadtland untermauerte das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat seinen 6. Tabellenplatz. Mann des Spieles war Teamsenior Anthony McCrory (35), der einen grandiose Partie ablieferte. Er verteidigte stark, verlor kaum einen Ball und skorte im Angriff – egal ob mit Durchbrüchen zum Korb oder Distanzwürfen.
Gespannt war man auf den ersten Auftritt von Nationalspieler Reto Schwaiger im Starwings-Dress. Und der Münchensteiner, welcher die letzten drei Jahre beim Ligarivalen BC Boncourt gespielt hatte, zeigte eine sehr gute Leistung. Zehn Punkte sind ein Versprechen für den weiteren Saisonverlauf. Auch wenn der Nationalspieler noch nicht alle Spielsysteme „intus“ hat, so bewies der Flügelspieler, dass „er für uns eine Verstärkung ist. Er hat uns heute in Nyon sehr geholfen“, meinte ein zufriedener Starwings-Cheftrainer Danijel Eric. Der Erfolg ist umso höher zu bewerten, als im Endviertel Niels Matter und danach Jaraun Burrows mit fünf Fouls ausfielen. Doch das Quintett Miroslav Petkovic (zehn Assists!), Joël Fuchs, Schwaiger, McCrory und der 211 Zentimeter grosse Roman Albrecht brachten den 14-Punkte-Vorsprung souverän über die Runden und konnten in den Schlussminuten sogar noch einige schöne Konterangriffe fein abschliessen.
Die Basis zum Erfolg hatten die Gäste im Startviertel gelegt, welches die Unterbaselbieter im Angriff sehr konzentriert angingen und in der Defense aggressiv agierten. Auch in den zweiten zehn Minuten liessen die Starwings die Gäste im Angriff kaum zur Entfaltung kommen. Namentlich der serbische Flügel Srdjan Zivkovic kam nie in Wurfposition. Gut dafür der ehemalige U20-Spielmacher Lionel Bobetso und US-Center Kramer Knutson. Denn eines soll nicht vergessen gehen: Obwohl der BBC Nyon „abgespeckt“ hat, spielt der Waadtländer Traditionsklub weiterhin mit drei ausländischen Profispielern. Und diese waren in der Endphase nicht in der Lage, ein nationales Quintett, ergänzt mit Feierabend-Profi McCrory, zu dominieren. Das ist seitens der „Wings“ ein ganz starkes Zeichen für die weitere Zukunft. Es müsste auch ein Zeichen für den Schweizer Basketball sein.
Am nächsten Samstag gastieren zum Abschluss des zweiten Qualifikationsdurchganges „Les Lions de Genève“ in der Sporthalle Birsfelden. Der zweite Titelkandidat, neben Titelhalter Lugano, verlor gestern Abend überraschend in Monthey. Auswärtssiege unter der Woche sind bekanntlich eher die Ausnahme denn die Regel – die Starwings haben gestern Abend eine eindrückliche Revanche für die Cup-Niederlage vor sieben Wochen im Rocher genommen.
BBC Nyon – Starwings 59:77 (29:43)
Rocher. – 150 Zuschauer. – SR: Michaelides/Novakovic/Schadut.
Nyon: Bobetso (18), Dermody (16), Zivkovic (1), Paredes (2), Knutson (18); Stalder (3), Deluz, Vallotton (1); Chabbey, Meylan.
Starwings: Petkovic (16), Fuchs (9), McCrory (22), Matter (6), Burrows (10); Albrecht (4), Schwaiger (10); Güttinger, Kostic, Smiljic, Verga.
Bemerkungen: Nyon komplett. – Starwings ohne US-Profi Jenkins (verletzt). –Viertelsresultate: 17:24, 12:19 (29:43); 17:17 (46:60) und 13:17 (59:77). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 31. Matter und 35. Burrows
Heute Abend (19.30 Uhr; Rocher) gastieren die Starwings beim BBC Nyon. Vor sieben Wochen, Ende November 2011, spielten die „Wings“ im Achtelsfinale des Schweizer Cup in Nyon – und verloren knapp und unglücklich mit 59:61.
Auch heute ist eine „offene“ Partie zu erwarten, auch wenn Nyon zuhause um einiges stärker als in der Fremde auftrumpft. Die Waadtländer sind der einzige Klub – neben den Starwings -, welche „ausländermässig“ abgespeckt haben. Aus dem einstigen Quartett ist noch ein Trio geworden, wobei gerade im letzten Match der heutige Widersacher in Fribourg teilweise stark aufspielte.
Das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat muss weiterhin auf Brandon Jenkins verzichten. Und da Jaraun Burrows leichte Grippe-Symptome hat, könnte es sogar sein, dass die Unterbaselbieter ohne ausländische Profiverstärkung auflaufen. Es soll Teams in der Nationalliga B geben, die sich im Unterhaus (das eine Ausbildungsliga sein soltle) ein ausländisches Profiquartett leisten. Ein Schelm, wer da an die Hauptstadt des Kanton Aargau denkt.
Mit oder ohne Reto Schwaiger?
Zum Zeitpunkt dieser Zeilen war noch nicht klar, ob Neuzuzug (und Rückkehrer) Reto Schwaiger im Starwings-Trikot auflaufen kann. Ansonsten sollte es im Heimspiel vom nächsten Samstag gegen Les Lions de Genève klappen. Mit Schwaiger hätte Cheftrainer Danijel Eric nicht nur einen zusätzlichen Akteur mehr, sondern auch ein Spieler, welcher in den letzten Jahren gereift ist. Und heute der Schweizer Nationalmannschaft angehört. Mit einem allfälligen Erfolg im Waadtland würden die „Wings“ ihren 6. Rang festigen und könnten dann in der 3. (einfachen) Runde die hinter ihnen klassierten Teams (Boncourt, Nyon, Massagno sowie Leader Lugano) in der Sporthalle Birsfelden empfangen.















