Vernard Hollins mit 27 Punkten und Jordan Hasquet mit 17 heissen die Topskorer beim klaren 96:77-Erfolg gegen Monthey. Der 18. Saisonsieg der Starwings war gegen die Walliser nie in Gefahr. Damit liegen die Basler nur noch um zwei Punkte hinter dem Dritten Fribourg Olympic zurück. Durch die 71:98-Niederlage von Nyon in Chiasso gegen Vacallo haben sich die Starwings praktisch auch das Heimrecht gegen die Waadtländer gesichert (mathematisch fehlen noch 2 Punkte), sollten sie in der
1. Playoff-Runde auf Nyon treffen.
Es hat diese Saison in der Sporthalle schon aufregendere Spiele gegeben, als dieses Starwings – Monthey. Die Gastgeber kontrollierte nach Anfangsschwierigkeiten (13:12 nach 5:22 Minuten) die Partie sicher und Coach Patrick Koller konnte so sein ganzes Spieler-Kontingent zum Einsatz bringen. Zudem war Vernard Hollins (rechts auf dem Bild gegen Montheys Pidoux) glänzend aufgelegt. Die Walliser wussten kein Mittel, um ihn zu stoppen. Achtmal wurde Hollins gefoult. «Er ist der beste Spieler der Liga und hat eigentlich im Schweizer Basketball nichts zu suchen», sagte Monthey-Coach Thibaut Petit. «Hollins ist der Motor der Starwings.» Mit 27 Punkten und sieben Assists sorgte er für die Musik in der Starwings-Offensive. Treffsicher auch Jordan Hasquet (4 von 6 Dreier) mit 17 Punkten.
Und gute 12 Minuten zeigte der 20-jährige Roman Albrecht mit vier Punkten und neun Rebounds. «Während der ersten Halbzeit hat mir die Leistung von Roman besser gefallen, als während der zweiten. Ein junger Spieler muss zuerst die einfachen Dinge gut machen. Nach der Pause spielte er wieder etwas zu kompliziert», meinte Koller.
57:33 führten die Starwings nach 23 Minuten, danach liess die Konzentration etwas nach und die Partie verlor an spielerischer Linie. Monthey, das vor der Pause auch in kämpferischer Hinsicht enttäuscht hatte, raffte sich auf und kam nochmals auf 75:60 heran, doch die Starwings schalteten danach problemlos wieder einen Gang höher.
Im letzten Viertel schickte Koller den grippegeschwächten Nenad Delic ins Spiel, der in 10 Minuten 10 Punkte warf.
Wer erinnert sich noch? Zum Saisonauftakt, am 3. Oktober, waren die Starwings gegen Monthey im Wallis 63:93 unter gegangen. Damals trugen aber Vernard Hollins und Marcus Sloan, der am Mittwoch vier Dunks zeigte und auf 14 Punkte und 11 Rebounds kam, noch nicht das Starwings-Dress. Und damals waren die Starwings in defensiver Hinsicht noch nicht bereit gewesen. Das ist nun ganz anders.
Starwings – Monthey 96:77 (49:30)
(22:14), (27:16), (21:19), (26:28)
Sporthalle. – 315 Zuschauer. – SR:Carlini/Sala/Schaudt
Starwings: Jaquier (0), Hollins (27), Brown (14), Hasquet (17), Sloan (14); Wegmann (7), Hett (3), Albrecht (4), Delic (10), Beltinger (0). – nicht eingesetzt Kangsen
Monthey: Maio (13), Alston (10), Porchet (11), Molteni (4), Volcy (17); Louissaint (0), Johnson, (12) Pidoux (5), Martinez (4) Grau (3).
Skoreverlauf: 5.Min: 13:10; 10“:22:14; 15“: 33:20; 20“: 49:30; 25“: 60:41; 30“:49:30; 35“: 84:63
Bemerkungen: Starwings ohne Fuchs (krank), McCrory (verletzt). – Monthey ohne Richards, Kicara, Kashama, Pottier (alle verletzt).
Ohne Center Nenad Delic und ohne Flügelspieler Joel Fuchs bestritten die Starwings das Abschlusstraining vor dem Meisterschafts-Heimspiel gegen Monthey vom Mittwoch 10. März um 20 Uhr in der Sporthalle Birsfelden.
Sowohl Delic wie Fuchs laborieren an einer Magen-/Darm-Infektion, leiden an Übelkeit und mussten in den vergangenen Tagen erbrechen. «Wir haben offensichtlich einen Virus im Team», konstatierte Coach Patrick Koller. «Nenad und Joel haben seit dem Spiel in Fribourg vom Samstag nie trainiert.» Und beim Dienstag-Training klagte plötzlich auch Marcus Sloan über Magenbeschwerden. «Es ist ein scharfer Schmerz, es sind keine Krämpfe. Montagnacht ist er erstmals aufgetreten», sagte der beste Rebounder der Liga (10.9 im Schnitt pro Spiel) nach dem Training in der Sporthalle Birsfelden.
Sollte Sloan gegen Monthey auch noch fehlen, blieben von den «Langen» nur noch Jordan Hasquet (2.06 m) und Roman Albrecht (2.10 m). «Sloan ist unser Schlüsselspieler in der Abwehr, ich hoffe sehr, dass ihn der Virus nicht gepackt hat», hegt Koller gewisse Bedenken. Sloan indes gab sich am Dienstag entschlossen: «Was immer es auch ist, gegen Monthey werde ich dabei sein.»
Nyon als Playoff-Gegner am Horizont
Noch fünf Spiele stehen in der 3. Qualifikationsrunde an und für die Starwings zeichnet sich immer deutlicher ab: Der Gegner in der ersten Playoff-Runde wird wohl Nyon sein. Mit dem 81:74-Sieg vom Samstag bei Fribourg Olympic vermochten die Starwings den 6-Punkte-Vorsprung auf die fünftplatzierten Waadtländer zu wahren. «Wir wollen natürlich den Heimvorteil gegenüber Nyon verteidigen und mit einem Sieg gegen Monthey wären wir diesem Ziel ganz nahe», sagte Koller, der mit der Entwicklung seiner Mannschaft sehr zufrieden ist. «Je näher die entscheidende Phase kommt, desto enger werden die Spiele. Im Playoff entscheiden Details, deshalb werden wir in den Trainings an diesen Details feilen und die Intensität hoch halten.»
Monthey, das am Samstag einen wichtigen 83:71-Sieg gegen Boncourt feiern durfte, und sich so auf Platz 6 festsetzen konnte, spielt weiterhin ohne den verletzten, 2.12 m grossen Center Ryan Richards. Der 19-jährige Engländer, der als Center-Talent gilt, wurde vom spanischen Verein C.B. Gran Canaria ausgeliehen. «Monthey spielt ausgeglichener ohne ihn, die Equipe rückte näher zusammen», ist Koller aufgefallen. «Wir müssen enorm aufpassen, um gegen diesen Gegner nicht eine böse Überraschung zu erleben.»
1505 Zuschauer waren am 27. Januar in die Sporthalle gepilgert, um den 81:66-Halbfinalsieg im Schweizer Cup gegen Monthey zu bejubeln. Auch diesmal hoffen die Starwings auf die Unterstützung ihrer Fans, denn die Walliser werden ihren legendären Kampfgeist mit in die Sporthalle bringen.
Mittwoch, 10. März, 20.00 Uhr, Sporthalle Birsfelden
Starwings Basket Regio Basel – BBC Monthey
Die Starwings II bleiben weiterhin ungeschlagen.
Am Sonnstag Abend gewinnen die Starwings II mit einem Rumpfteam gegen Spreitenbach 77-61 (36-35)
Punkte:
Stadelmann 16, Tavella 13, Chiari 3, Cruz 2, Winter, Roth 5, Lutz 12, Matter 26
Starwings II ohne Stark Daniel (Privat), Stark Dominic (Beruf), Schweizer Simon und Basil (Ferien), Xavier Häsler , Starck Lukas (Privat)
Zuschauer 20
Nächstes Spiel:
Starwings II – Mutschellen
Freitag 12.3.2010
20.30 Uhr Sporthalle Birsfelden
Erstmals seit dem Aufstieg in die Nationalliga A 2005 vermochten die Starwings in der Sainte Croix-Halle in Freiburg zu gewinnen. Unter der magistralen Regie von Tony Brown mit 24 Punkten und Vernard Hollins (17) bezwangen die Starwings Fribourg Olympic 81:74 und verkürzten den Abstand auf den Tabellendritten auf vier Punkte.
Nach 19 Sekunden führten die Starwings durch zwei Körbe von Hollins und Brown 4:0, nach zwei Minuten und 54 Sekunden lagen die Basler 14:2 in Front. Die ersten sechs Würfe der Starwings landeten alle im Korb! Da rannte Olympic-Coach Damien Leyrolles an den Offiziellen-Tisch und rief «Timeout».
Das, was er seinen Spielern danach erzählte, hatte Wirkung. Olympic antwortete mit einem 14:2-Zwischenspurt, nach 6:40 Minuten glich Oliver Vogt mit einem Korbleger zum 16:16 aus. Welch verrückte Startphase – die 1700 Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht heraus.
Doch die Basler, welche in der laufenden Saison die beiden bisherigen Partien gegen Fribourg Olympic mit 77:79 und 69:76 verloren hatten, fanden zurück in die Partie. Und ob der Gegner in der Abwehr auf Zone umstellte, oder Mann zu Mann spielte, diesmal fanden die Starwings immer wieder die richtigen Antworten und legten auch in der Defense zu.
Brown aus fast allen Positionen
Tony Brown hatte einen seiner Abende, bei welchen er kaum zu stoppen ist. Er verfehlte wohl seine drei Dreipunkteversuche, doch innerhalb des 6.25 m-Kreises traf er aus allen Positionen (8 von 14 Zweipunktewürfen). Überragend, wie er 1:40 Minuten vor Schluss, beim Stande von 70:70, sich gegen Quidome, Esterkampf und Vogt mit viel Drive durchsetzte und den Ball in den Korb zirkelte, dabei von Quidome gefoult wurde; den Bonusfreiwurf verwertete er auch noch zur 73:70-Führung und diese gaben die Starwings nicht mehr her. Im Gegenzug traf Esterkamp beim Dreipunkteversuch nur den Korbring und als Brown beim nächsten Starwings-Angriff hinter der Dreipunktelinie warf, produzierte er einen Airball – doch welch ein Glück: Aus dem Fehlwurf wurde ein Assist für Hollins, der unter dem Korb aufgepasst hatte und 45 Sekunden vor Schluss zum 75:70 traf. «Unsere Vorstellung widerspiegelte die sehr mittelmässigen Trainingsleistungen während der Woche», zürnte hinterher Fribourg-Coach Damien Leyrolles. «Nach dem Ligacup-Sieg vom letzten Sonntag fehlte meiner Equipe die Spannung. Sie war nicht bereit, das wurde schon deutlich, wie wir das Spiel begannen.»
Aber auch Leyrolles sprach von einem verdienten Sieg der Starwings, bei denen Hollins mit 17 Punkten, 4 Assists und 11 Rebounds unter beiden Körben starke Arbeit verrichtete. Hasquet (3 von 4 hinter der Dreipunktelinie) addierte 14 Punkte dazu. Sloan hatte 9 Punkte und 7 Rebounds in der Statistik, Delic mit 9 und Jaquier (7 Punkte) warfen ebenfalls in heiklen Phasen wichtige Punkte.
So wurde die erste Heimniederlage von Fribourg Olympic in dieser Saison Tatsache und der ehemalige, langjährige Olympic-Captain und jetzige Starwings-Coach Patrick Koller bilanzierte: «Es ist ein gutes Gefühl, in Fribourg zu gewinnen. Die Defense meiner Equipe hat mir vor allem während der zweiten Halbzeit gefallen und auch, wie meine Spieler diesmal in heissen Momenten kühlen Kopf bewahrten.»
Am nächsten Mittwoch, 10. März geht es bereits weiter. Die Starwings sind um 20 Uhr in der Sporthalle Birsfelden gegen Monthey im Einsatz und wollen ihre gute Form erneut bestätigen.
Fribourg Olympic – Starwings 74:81 (40:41)
Sainte Croix . – 1700 Zuschauer: SR: Musard/ Michaelides/Sani
(23:25), (17:16), (17:16), (17:24)
Fribourg Olympic: Petkovic (14), Quidome (7), Polyblank (21), Esterkamp (8), Vogt (7) ; Draughan (12), Kazadi (2), Buscaglia (3). – nicht eingesetz: Bozovic, Ian Savoy.
Starwings: Jaquier (7), Hollins (17), Brown (24), Hasquet (14), Sloan (9); Hett (0), Delic (9), Wegmann (1), Fuchs (0). – nicht eingesetzt: Albrecht, Beltinger.
Skoreverlauf: 5.Min: 12:15; 10”: 23:25; 15”: 31:37; 20”: 40:41; 25”: 41:46; 30”: 57:57; 35”: 66:63.
Bemerkungen: Olympic komplett. Starwings ohne McCrory (verletzt). Ausgeschieden mit 5 Fouls: 39:25“ Quidome.
Wurfquoten: Zweipunktewürfe: Olympic: 21 von 44 (48%); Starwings: 22 von 43 (51%). – Dreipunktewürfe: Olympic 6 von 23 (26%); Starwings: 6 von 18 (33%). – Freiwürfe: Olympic: 14 von 22 (64%); Starwings: 19 von 24 (79%); Brown 8 von 8.
Rebounds: Olympic: 36 (11 offensiv); Starwings: 38 (7 offensiv). – Fouls: Olympic: 21; Starwings: 18.
Rolf Vogt ist Vorstandmitglied der Starwings und als Mitinhaber der Firma
Birs Terminal unterstützt er die Starwings als einer der Hauptsponsoren praktisch seit der ersten Stunde. Wenn aber der Gegner Fribourg Olympic heisst, wie am Samstag,
6. März, dann nimmt Rolf Vogt als Starwings-Fan eine Auszeit….
Rolf Vogt, am Samstag treffen die Starwings wieder einmal auf Fribourg Olympic. Bei Olympic spielt Ihr Sohn Oliver. Für welches Team schlägt Ihr Herz?
Das ist keine Frage, für Fribourg Olympic. Das wissen auch meine Vorstandskollegen bei den Starwings. Ich freue mich sehr über die gute Saison der Starwings. Was die Mannschaft mit Trainer Patrick Koller leistet, ist phantastisch. Aber am Samstag schlägt mein Herz für Fribourg Olympic. Als Vater bin ich auch ein bisschen stolz, dass Oliver eine gute Saison spielt. Meine Frau und meine Tochter fiebern jeweils mit den Olympic-Fans mit, ich dagegen halte mich bei Spielen gegen die Starwings diplomatisch in einer «neutralen Zone» auf.
Es wäre doch einfacher, wenn Oliver für die Starwings spielen würde. Haben Sie da keinen Einfluss?
(Lacht). Das ist Sache meines Sohnes. Als er 2003 das Studium am College in Pittsburg in Kansas abschloss, erklärte er mir, er wolle Profi-Basketballer werden. Ich antwortete ihm: OK. Aber als richtiger Profi kannst du nicht mehr finanziell von deinen Eltern abhängig sein, du musst deinen Lebensunterhalt selber verdienen. Das macht er. Und deshalb hat er bei Fribourg Olympic unterschrieben. Dieser Traditionsverein konnte ihm ein besseres Angebot machen, als die Starwings. Basketball ist seine grosse Leidenschaft. Oliver ist ein Kämpfer. Wenn er verliert, ist er jeweils einen Tag nicht ansprechbar.
Sie engagieren sich seit acht Jahren mit Ihrer Firma Birs Terminal als einer der Hauptsponsoren bei den Starwings. Wie kamen Sie zum Basketball?
Natürlich durch Oliver. Als Bub hat er zuerst Tennis gespielt und das ziemlich gut. Als er 12 Jahre alt war, kam noch Basketball dazu und mit 15 erklärte er mir, er setze nun ganz auf Basketball. Damals spielte er als Junior beim BC Arlesheim und schon damals war ich wenn immer möglich bei seinen Spielen dabei. Während dieser Zeit sponserte ich die Leibchen des Teams. So fing alles an. Vor etwa acht Jahren, nach der Gründung der Starwings, fragte mich Pascal Donati an, ob ich als Sponsor helfen würde. Oliver war damals in den USA im College. Ich sagte unter der Bedingung zu, dass Martin Spörri das Finanzwesen des Vereins übernimmt. Zudem fragte ich Thomas Lamprecht an, ob auch er als Sponsor einsteigen würde. Lamprecht Transport und Birs Terminal waren die ersten Hauptsponsoren der Starwings. Damals hatten wir für die Nationalliga B ein Budget von rund 150′000 Franken.
Als Vorstands-Mitglied sind Sie für das Sponsoring zuständig. Mit 150′000 Franken könnte man niemals in der Nationalliga A mithalten.
Mittlerweile sind wir bei rund 600′000 Franken Budget angelangt. Das ist nur möglich, weil mit Novartis, Endress+Hauser, Grand Casino und Airport Hotel weitere Hauptsponsoren dazugekommen sind und dazu noch andere Unternehmen, welche die Starwings unterstützen. Wir hoffen, in Zukunft das Budget nochmals um 10 bis 15 Prozent erhöhen zu können. Ich versuche, weitere Firmen aus Birsfelden und der Region für die Starwings gewinnen zu können. Die Qualifikation für den Schweizer Cupfinal ist auch aus dieser Perspektive eine grossartige Sache.
Zum Glück heisst der Cupfinalgegner nicht Fribourg Olympic sondern Vacallo…
Ja, da gibt es keine gemischten Gefühle. Der Cupfinal wird ein Höhepunkt in der Geschichte der Starwings und ich freue mich jetzt schon auf eine tolle Stimmung.
Samstag, 6, März, 17.30 Uhr, Sainte-Croix, Freiburg
Benetton Fribourg Olympic – Starwings Basket Regio Basel
